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Fußball regional TuS Celle FC fährt ersten Dreier ein
Sport Fußball regional TuS Celle FC fährt ersten Dreier ein
12:08 27.08.2017
TuS-FC-Torjäger Andreas Gerdes-Wurpts erzielte zwei Treffer, den ersten per Kopfball. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

„Mit so vielen neuen Spielern müssen wir uns ja immer noch finden. Aber nach diesem Spiel sind wir einen Schritt weiter“, stellte Abwehr-Routinier Oliver Bornemann nach dem Schlusspfiff fest.

Vor 120 Zuschauern im Günther-Volker-Stadion begannen die Blau-Gelben gleich sehr schwungvoll. Bereits in der 2. Minute scheiterte der auffällig spielende Ayhan Cango in aussichtsreicher Position am gut reagierenden Gästetorwart Lukas Toedter. Auf dem linken Flügel sorgte der schnelle Steven Neumann ein ums andere Mal für Gefahr. Aber auch die Gäste versteckten sich nicht, sodass die Begegnung in der Anfangsphase recht ausgeglichen war.

Mit zunehmender Spielzeit wurden die Gastgeber aber immer stärker und erarbeiteten sich ein klares Chancenplus. Eine Neumann-Eingabe lupfte Andreas Gerdes-Wurpts nur knapp über das Tor (20.), dann lenkte Toedter eine verunglückte Flanke von Dennis Ly gerade noch über den Querbalken lenken (26.). Der Celler Führungstreffer lag endgültig in der Luft, nachdem ein Kopfball von Gerdes-Wurpts (28.) nur um Zentimeter sein Ziel verfehlte.

Als der 37-jährige Torjäger dann in seiner unnachahmlichen Art eine Ecke von Cango per Kopf zum 1:0-Führungstreffer (32.) in die Maschen setzte, war der Bann gebrochen. Und die Celler legten sofort nach: Nach perfekter Vorarbeit von Ly und Neumann erhöhte Cango mit einem überlegten Flachschuss ins lange Eck (35.) auf 2:0.

Das schönste Tor des Tages bereitete der wie schon in der Vorwoche überragend spielende Alpha Jallow vor. Wie Fahnenstangen ließ er bei seinem Sololauf gleich vier Soltauer stehen und passte im Strafraum quer auf den mitgelaufenen Gerdes-Wurpts. Dieser musste für das 3:0 (45.) nur noch den Fuß hinhalten. „Eine Wahnsinnsvorbereitung von Alpha. Das Tor gehört zu 95 Prozent ihm“, meinte Celles zweifacher Torschütze nach dem Spiel anerkennend.

Nach dem Wechsel verflachte die Partie etwas. Die Gäste verstärkten zwar ihre Offensivbemühungen, blieben aber harmlos. Die TuS-Defensive hatte alles im Griff. Vor allem der zuletzt gegen Elbmarsch unglücklich agierende Dean Feldmann zeigte sich äußerst konsequent. Hohe Bälle in den Strafraum pflückte TuS-Schlussmann Mathis Peters reihenweise sicher herunter. Die Celler selbst versäumten es, das Ergebnis noch um ein bis zwei Tore höher zu gestalten. Nach guter Vorarbeit von Gerdes-Wurpts schoss Neumann das Spielgerät aus kurzer Distanz neben das Gehäuse (58.). Dann hätte Celles ehemaliger Spielertrainer nach Pass von Raied Ali selbst für das 4:0 sorgen müssen, vergab aber ebenfalls.

„Der Sieg war hochverdient, ist aber zu niedrig ausgefallen. Auf der besseren Chancenverwertung und mehr Konsequenz im Umschaltspiel wird in Zukunft unser Hauptaugenmerk liegen“, meinte TuS FC Trainer Crocoll, der ansonsten mit Laufbereitschaft und Einstellung seines Teams hochzufrieden war. „Wir haben deutlich gezeigt, wer Herr im Hause ist“, so Crocoll. Einen gehörigen Wermutstropfen gab es dann aber doch: Torwart Mathis Peters, der überraschend beruflich nach Neuseeland geht, machte sein letztes Spiel für die Celler.

Von Jochen Strehlau