Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional TuS Celle FC mit Nullnummer gegen Schlusslicht Neetze
Sport Fußball regional TuS Celle FC mit Nullnummer gegen Schlusslicht Neetze
20:48 15.03.2015
Von Oliver Schreiber
Lennart Steinkuhl, dynamischer Linksverteidiger des TuS Celle FC, setzt zum Sturmlauf an. Da gehen die Gegenspieler aus Neetze lieber ehrfürchtig zu Boden ... Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Die Serie hat gehalten – doch darüber wollte sich bei Fußball-Landesligist TuS Celle FC niemand so recht freuen. Die Blau-Gelben blieben zwar im fünften Spiel hintereinander ohne Niederlage, doch die Enttäuschung über den verpassten Big Point im Abstiegskampf überwog deutlich. Die Celler kamen vor nur 150 Zuschauern über ein 0:0 gegen Schlusslicht TuS Neetze nicht hinaus. „Das war im Offensivspiel einfach zu wenig. Uns fehlt einfach die Durchschlagskraft, wir sind insgesamt nicht torgefährlich genug. Man kann nicht immer nur darauf hoffen, dass Kirill Weber trifft“, erklärte Trainer Hilger Wirtz.

Der besagte Goalgetter des TuS FC, der in der Vorwoche beim 1:0-Erfolg bei der SV Ahlerstedt-Ottendorf noch das goldene Tor erzielt hatte, blieb gegen die kompakte Defensive der Gäste ohne echte Chance. Und seine Teamkollegen taten sich ebenfalls schwer, für ernst zu nehmende Gefahr zu sorgen. So gab es folgerichtig auch keine Einschläge im Neetzer Netz zu verzeichnen.

Die Gastgeber machten es dem fußballerisch limitierten Tabellenletzten zu einfach, den eigenen Strafraum zu verteidigen. Zu selten verstanden es die Celler, durch schnelles Direktpassspiel hinter die Abwehrreihe der Neetzer zu kommen. Die optische Überlegenheit über die volle Distanz sowie gefühlte 80 Prozent Ballbesitz nutzten am Ende nichts – weil der finale Pass in die Gefahrenzone meistens nicht ankam. „Da waren wir einfach zu ungenau und haben uns zu wenig Chancen herausgespielt“, monierte Wirtz.

In der Anfangsphase versuchte Neetze noch, über Konter über den schnellen Tim Körner zum Erfolg zu kommen. Spätestens ab der ersten großen Einschussmöglichkeit für TuS durch Oguzhan Cay, der in der 8. Minute völlig frei stehend aus sieben Metern Torwart Jan-Hendrik Sommer anschoss, stellte das Team aus der Ostheide bis zur Pause sämtliche Offensivbemühungen ein.

Die Celler schnürten Neetze in der eigenen Hälfte ein und entwickelten viel Druck – an der Strafraumgrenze war es dann aber vorbei mit der Herrlichkeit. Bis auf einen Schuss von Nils Rogge aus zwölf Metern nach einem kurz gespielten Freistoß von Kodo Kadir, den Sommer problemlos abwehrte, gab es keine nennenswerten Torchancen.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht sonderlich viel am Spielgeschehen. Bis auf die Tatsache, dass Neetze fast einen „lucky punch“ gelandet hätte. Nach einem Querschläger in der TuS-Abwehr kam Mole Nitschke aus neun Metern völlig frei zum Schuss, Torwart Tjark Klindworth wehrte ab. Es war das einzige Mal, dass der Celler Keeper ernsthaft gefordert wurde.

Den Hausherren lief nun die Zeit davon, die Aktionen wurden zunehmend hektischer. An fehlenden Bemühungen lag es nicht, aber unterm Strich fehlten die spielerische Linie und die Mittel, um die Neetzer Defensive aus den Angeln zu heben. Zwei-, dreimal kombinierte sich der TuS FC bis zur Grundlinie durch, der finale Pass in die Mitte fand aber nicht den gewünschten Empfänger. Wirtz versuchte zwar alles und brachte sämtliche ihm zur Verfügung stehenden Offensivkräfte aufs Feld – aber ohne Erfolg.

„Wir müssen das Positive aus diesem Spiel ziehen. Wir sind seit fünf Spielen ungeschlagen und sind in der Defensive stabil“, meinte Wirtz. Aber übermäßige Heiterkeit wollte ob dieser Tatsachen dann doch nicht aufkommen. „Dafür wären die drei Punkte heute einfach zu wichtig gewesen“, so Wirtz weiter. Aber wenn der finale Pass nicht ankommt, gibt‘s halt auch keine Tore ...