Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional TuS Celle FC startet kleine Serie
Sport Fußball regional TuS Celle FC startet kleine Serie
20:49 03.04.2016
Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

MTV Dannenberg –MTV Eintracht Celle0:4 (0:2)

„Das war das erwartete harte Stück Arbeit und zugleich, trotz des hohen Sieges, einer unserer schlechtesten Saisonleistungen“, sagte Eintracht-Trainer Frank Weber nach dem 4:0-Auswärtssieg gegen das Tabellen-Schlusslicht. Sein Team habe sich besonders in der ersten Halbzeit zu viele Stock- sowie Passfehler erlaubt, sich in vielen Zweikämpfen aufgerieben, in der Rückwärtsbewegung oft nicht schnell genug umgeschaltet und zu viele Räume zwischen Abwehr und Mittelfeld entstehen lassen.

Obwohl die Eintracht die erste Chancen hatte, wurden die Gastgeber durch ihre schnellen und technisch starken Angreifer nach der ersten Viertelstunde gleich mehrmals brandgefährlich: „Unser Keeper Christof Rienass einige 100 prozentige Dinger gehalten. Wenn da die Treffer gefallen wären, weiß ich nicht wie die Partie gelaufen wäre“, so Weber.

Doch dann die Führung für den MTVE: Jonas Kühn knallt aus 16 Metern den Ball aufs Tor, Dannenbergs Torwart Daniel Grabau kann den Ball nur prallen lassen, den Hilger von Elmendorff trocken zum 1:0 abstaubt (29. Minute).

Drei Minuten später erobert Malte Marquardt den Ball, spielt diesen auf den Flügel zu Henry Struwe, der den Ball butterweich zurück auf Marquardt flankt – Flugkopfball, Tor, 2:0. „Da hat unsere Qualität mal ganz kurz aufgeblitzt“, so der Eintracht-Coach.

In der zweiten Hälfte lief bei den Hausherren, die sich keine Chance mehr herausspielten, nicht mehr viel zusammen. Die Eintracht dagegen spielte wenn auch nicht schön, aber dafür routiniert ihren Stiefel runter und legte zwei Buden nach. MTVE-Torjäger Kirill Weber erzielte durch einen Freistoß, bei dem Dannenbergs Torwart erneut nicht gut aussah, seinen neunten Saisontreffer (66. Minute). Wenig später (74. Minute) legte Daniel Ruchatz nach einem schönen Doppelpass mit Weber zum 4:0-Endstand nach.

„Wir haben uns keinen Ausrutscher erlaubt und drei Punkte mit nach Hause genommen. Das ist was am Ende zählt“, sagte Weber. Der Eintracht-Verfolger FC Hagen/Uthlede, der zwei Spiele und zwei Punkte weniger auf dem Konto hat, marschierte durch einen 3:0-Sieg im Gleichschritt mit.

Einziger Wermutstropfen für die Eintracht: Spielmacher von Elmendorff zog sich ohne Einwirkung eines Gegenspielers eine Muskelzerrung zu – Diagnose offen. Weber: „Das wäre schon ein enormer Verlust, wenn er jetzt ausfällt.“

MTV Treubund Lüneburg –TuS Celle FC0:1 (0:0)

Der TuS Celle FC hat erfolgreich nachgelegt: Die Herzogstädter haben nach dem Premieren-Dreier auf fremden Platz unter Beweis gestellt, das der Sieg gegen den TuS Harsefeld keine Eintagsfliege war und auch den MTV Treubund Lüneburg, einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, knapp mit 1:0 besiegt. Die Celler haben damit eine kleine Serie gestartet, sind im dritten Spiel in Folge ungeschlagen geblieben und halten damit weiter die Chance am Leben, auch in der kommenden Saison weiter in der Landesliga zu spielen.

„Zu Anfang hatten wir einige Probleme, richtig ins Spiel zu kommen“, sagt TuS-Trainer Sandy Peter Röhrbein. Vor allem die neu formierte Abwehrreihe mit Daniel-Valentin Dicu und Lucian Avram im Zentrum wackelte einige Male gewaltig, so dass die Gastgeber die ersten Chancen für sich verbuchen konnten. Doch Nils Speckmann sowie Kemal Yavuz erkämpften auf der Doppel-Sechs viele wichtige Bälle und brachten den TuS FC zurück ins Spiel. „Wir sind dann mit einem glücklichen 0:0 in die Kabine gegangen“, so Röhrbein.

In Hälfte zwei kam der TuS FC immer besser ins Spiel, konnte über seine schnellen Außen immer wieder Nadelstiche setzen, verpasste es aber, die Chancen zu nutzen. So war es eine Standard-Situation, die das Spiel am Ende entschieden hat: Nach einem Eckball von Oguzhan Cay ließ Lüneburgs Torwart Lukas Broihan den Ball nach vorne abprallen, wo Deda genau richtig stand und den Ball über die Linie drückte.

Keine Frage, die drei Punkte sind für den TuS FC überlebenswichtig, aber angesichts der Tatsache, dass viele unten in der Tabelle stehende Teams noch einige Spiele weniger absolviert haben, noch kein wirklicher Befreiungsschlag. Doch Röhrbein kann dem Ganzen etwas Positives abgewinnen: „Auf die Konkurrenz kommen jetzt viele, anstrengende englische Wochen mit einer hohen Schlagzahl an Spielen zu, davon können wir sicherlich profitieren.“

Von Kai Knoche