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Fußball regional TuS Celle FC und VfL Westercelle hoffen auf Tabellenführung
Sport Fußball regional TuS Celle FC und VfL Westercelle hoffen auf Tabellenführung
18:17 20.10.2016
Andreas Gerdes-Wurpts (rechts) will mit dem TuS Celle FC auf Platz eins. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

TuS Celle FC –

TV Jahn Schneverdingen (Samstag, 16 Uhr)

Nach vier Siegen und einem Remis aus den letzten fünf Spielen sind die Blau-Gelben im Moment die Mannschaft der Stunde in der Bezirksliga. Auf Platz vier liegt der Klub nur zwei Zähler hinter Schneverdingen zurück. „Wir freuen uns riesig auf diese Partie und wollen mit einem weiteren Sieg den nächsten Schritt machen“, gibt sich Spielertrainer Andreas Gerdes-Wurpts ausgesprochen selbstbewusst vor dem Spitzenspiel.

Der direkte Wiederaufstieg in die Landesliga ist für ihn zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison aber noch kein Thema. „Wir sind froh, dass wir da oben stehen und dass wir gerade einen positiven Lauf haben“, sagt Gerdes-Wurpts, der mit zehn Treffern zu den besten Torjägern der Liga gehört. „Wenn wir am Ende der Saison unter den ersten fünf sind, ist es für uns okay“, will der Ex-Regionalligaspieler aufkommende Aufstiegsfantasien bewusst dämpfen.

Die positive Entwicklung beim TuS Celle FC hat für ihn viele Gründe. „Die Abwehr vor unseren überragenden Torwart Mathis Peters hat sich gefunden. Vor allem Nils Rogge hat sich zuletzt enorm gesteigert“, sagt Gerdes-Wurpts, der sich auf dem Platz mit Spielantreiber Marcel Kattenhorn mittlerweile fast blind versteht. „Die positive Stimmung im Team hat dazu beigetragen, dass sich junge Spieler wie zum Beispiel Alpha Jallow, Quang Duc Bui oder Dennis Ly spielerisch sehr gut entwickelt haben“, freut sich Celles Trainer, der seinem Team auch eine gute Qualität nach vorne bescheinigt. Mit der Rückkehr des lange verletzten Flügelstürmers Steven Neumann ist der TuS FC offensiv nun noch schwerer auszurechnen.

Gegner Schneverdingen kann zwar auf die stärkste Offensive der Liga bauen, scheint aber keine Übermannschaft zu sein. Zuletzt verlor der Absteiger sein Heimspiel gegen Germania Walsrode überraschend deutlich mit 1:4.

VfL Westercelle –

VfL Maschen

(Sonntag, 15 Uhr)

Mit bereits 24 Punkten, nur einem weniger als Schneverdingen, darf auch der VfL Westercelle auf Platz eins hoffen. Der bisherige Erfolg der Mannschaft der Trainer Heiko Vollmer und Axel Güllert kommt aber nicht von ungefähr. Die Westerceller haben die richtige Mischung aus spielerischer Disziplin und Qualität sowie Kampfkraft und Schnelligkeit gefunden.

Mit diesen Attributen will man auch gegen Maschen zum Erfolg kommen. „Wir müssen aber von Beginn an wach sein und möglichst über die volle Spielzeit unsere beste Leistung abrufen“, warnt Vollmer. Die Maschener gelten als Wundertüte der Liga und sind mit ihren Stürmern Hendrik Golke und Marius Landowski enorm gefährlich. Mit bereits 38 Gegentoren ist die Defensive allerdings der große Schwachpunkt des Tabellenneunten.

„Die Maschener haben dennoch das Potenzial zur Spitzenmannschaft. Wir müssen jetzt Farbe bekennen und zeigen, dass wir da oben hingehören“, ist sich Vollmer der Schwere der Aufgabe bewusst. Viele seiner Spieler sind noch angeschlagen. „Wir werden dennoch eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz stellen“, ist sich Vollmer sicher.

Germania Walsrode – TuS Eschede

(Sonntag, 15 Uhr)

Als krasser Außenseiter und deshalb ohne Erfolgsdruck geht das Team von der Aschau in das Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten Germania Walsrode. „Wir werden kämpfen und alles dafür tun, Walsrode irgendwie zu ärgern“, sagt Eschedes Coach Sven Ewert. „Zuletzt waren wir bei langen Bällen recht anfällig, daran haben wir im Training gearbeitet“, meint Ewert, der am Sonntag endlich wieder auf seinen erfahrenen Defensivmann Marcel Döhrmann zurückgreifen kann. Auch Mittelfeldregisseur Tim Runge steht zur Verfügung und soll von Beginn an spielen.

„Viel wird davon abhängen, ob es uns gelingt Walsrodes Torjäger Hassan Turgut, der schon mal eine ganze Abwehr beschäftigen kann, auszuschalten“, so Ewert.

Ciwan Walsrode –SV Nienhagen (Sonntag, 15 Uhr)

Das Ziel ist klar. „Jetzt kommen die Gegner aus der unteren Tabellenregion und da müssen wir uns langsam mal ans Punktesammeln machen“, sagt Nienhagens Coach Marc Knauer, für den ein Sieg beim punktlosen Tabellenschlusslicht Ciwan Walsrode Pflicht ist.

Er warnt jedoch davor, die Gastgeber trotz deren desaströser Bilanz zu unterschätzen. „Die haben nichts zu verlieren und konnten zuletzt Eschede immerhin eine Stunde lang Paroli bieten“, meint Knauer. Er nimmt seine Spieler in die Pflicht. „Jetzt gelten keine Ausreden mehr, jeder muss sich am Sonntag zerreißen.“

Von Jochen Strehlau