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Fußball regional TuS Celle fordert Spitzenreiter
Sport Fußball regional TuS Celle fordert Spitzenreiter
17:45 07.09.2017
Steven Neumann (am Ball, hier im Spiel gegen Soltau) und Co. wollen dem Spitzenreiter aus Walsrodeeinen großen Kampf liefern. Links neben Neumann beobachtet Celles Alpha Jallow die Szene. Quelle: Michael Schäfer (Archiv)
Celle

TuS Celle FC –Germania Walsrode(Sonntag, 15 Uhr)

Mit makellos weißer Weste und der Maximalausbeute von zwölf Punkten aus vier Spielen reist Tabellenführer Germania Walsrode im Günther-Volker-Stadion an. Zuletzt konnte auch der TSV Elstorf bei seiner 0:3-Niederlage den starken Germanen nur wenig entgegensetzen.

Allerdings überzeugten auch die Celler Gastgeber bei ihren letzten Auftritten – stehen aber mit bisher nur fünf Punkten auf dem Konto im Tabellenniemandsland. „Sicher – Walsrode hat einen Lauf. Vorne sind die mit ihrem Offensiv-Trio Hassan Turgut, Dennis Gräbnitz und Rafal Zyzak brandgefährlich“, weiß Trainer Thomas Crocoll. „Aber wir werden uns dieser Herausforderung stellen. Vielleicht ist es unser Vorteil, dass von uns niemand etwas erwartet“, meint der Coach des TuS FC.

Bedingt durch wiederholte personelle Ausfälle fehlte seinem Team bisher die Kontinuität. Automatismen konnten sich deshalb nur wenig einstellen. Auch am Sonntag muss Crocoll seine Elf wieder umbauen, denn Ayhan Cango (schwere Knöchelverletzung) und Oliver Bornemnann (krank) stehen definitiv nicht zur Verfügung. Zudem steht hinter dem Einsatz von Nils Speckmann noch ein Fragezeichen. Dafür hofft Crocoll auf die Rückkehr seines Torjägers Andreas Gerdes-Wurpts. „Wir wollen versuchen unser Spiel durchzubringen und an die starke Leistung aus dem Spiel in Essel anknüpfen. So wie wir da lange Zeit aufgetreten sind, können wir gegen jeden Gegner bestehen“, macht Crocoll sich und seiner jungen Mannschaft Mut.

TSV Auetal –SC Wietzenbruch(Sonntag, 15 Uhr)

Gastgeber Auetal musste in den letzten beiden Spielen zehn Gegentore schlucken und rangiert auf dem vorletzten Tabellenplatz. So ist der glänzend in die Saison gestartete SC Wietzenbruch zumindest auf dem Papier in der Favoritenrolle.

Doch SCW-Trainer Stephan Bergmann warnt: „Der Gegner ist Zuhause unter Zugzwang. Das könnte für uns das schwerste Spiel der Saison werden.“ Nach dem Höhenflug der vergangenen Wochen hält Bergmann sein Team dazu an, auf dem Boden zu bleiben. „Wir sind nicht der glasklare Favorit. Das wird ein ganz enges Match“, so Bergmann. Er glaubt, dass der Gegner auf heimischem Geläuf versuchen wird, das Spiel zu machen. „Das würde uns mit unserem schnellen Umschaltspiel mit zielgerichteten Bällen in die Spitze entgegenkommen“, meint Bergmann, der in der Woche im Training nochmals konditionelle Schwerpunkte setzte.

„Wir haben in der „Harburger Ecke“ jetzt zweimal gewonnen und wollen nun den Hattrick. Das wird uns aber nur mit vollstem kämpferischen Einsatz gelingen“, so der SCW-Trainer. Bis auf den angeschlagenen „Matze“ Winkler reisen die Wietzenbrucher voraussichtlich mit „voller Kapelle“ in den Spielort Toppenstedt.

TSV Elstorf –TuS Eschede(Sonntag, 15 Uhr)

Vor der Reise zum TSV Elstorf ist Eschedes Trainer Sven Ewert personell enorm in der Bredouille. Nun meldete sich auch noch Sturmtank Maik Kirchhoff krankheitsbedingt ab. Bei Christopher Gierke, der sich im Spiel gegen Schneverdingen ohne Einwirkung des Gegners verletzte, wurde ein mehrfacher Bänderriss diagnostiziert. Auch wichtige Spieler wie David Schlawer und Marvin Söhl fallen weiterhin aus.

Wahrlich keine guten Voraussetzungen, um in Elstorf, wo man schon in der Vorsaison schlecht aussah, zu punkten. „Ich weiß zwar noch nicht genau wie, aber irgendwie müssen wir uns dort behelfen“, sagt Coach Ewert.

Ihn ärgerte in der Vorwoche vor allem die Art und Weise, wie die Gegentore zustande kamen. „Da haben wir blöde Fehler in der Zuordnung gemacht, die sich gegen die gefährlichen Elstorfer Stürmer Kevin Genske und Co. nicht wiederholen dürfen“, so Ewert. Seine Hoffnungen konzentrieren sich auf seinen sich in guter Verfassung befindlichen Stürmer Marc von der Ohe, der sich auftuende Lücken nutzen soll. „Wir sind Außenseiter – aber ganz sicher nicht chancenlos“, meint Ewert, dessen Matchplan für Sonntag noch nicht ganz gereift ist.

Von Jochen Strehlau