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Fußball regional TuS Eschede nutzt im Derby der Fußball-Bezirksliga Patzer des SV Nienhagen
Sport Fußball regional TuS Eschede nutzt im Derby der Fußball-Bezirksliga Patzer des SV Nienhagen
21:55 30.10.2016
Eschede

250 Zuschauer auf dem Sportplatz Im Brunshagen sahen insbesondere in der ersten Halbzeit eine turbulente und abwechslungsreiche, aber keine hochklassige Partie. „Angesichts des Drucks, der auf der Mannschaft lastete, bin ich schon stolz auf meine Jungs“, freute sich Trainer Ewert über den wichtigen Sieg.

Die Schwächen in ihren Defensivreihen trieben allerdings sowohl Ewert als auch Gästetrainer Marc Knauer mehr als einmal dazu, sich verzweifelt die Haare zu raufen. Bereits in der 6. Minute verpassten es die Gastgeber, den Ball kompromisslos aus der Gefahrenzone zu schlagen. Nienhagens Tim Jannik Voges bedankte sich mit einem trockenen Schuss ins lange Eck – und es stand 0:1. Eschede mühte sich, gegen die anfangs aktiveren Gäste zurück ins Spiel zu kommen. Ein von Tim Runge blitzschnell ausgeführter Freistoß überrumpelte Nienhagens Abwehr, und der perfekt in Szene gesetzte Kevin Schöneck traf knallhart (18.) zum 1:1-Ausgleich.

Nur drei Minuten später nutzte Malcolm Kleedehn nach einer Ecke die Konfusion beim SVN und brachte die Schwarz-Weißen abermals mit 2:1 in Front. Doch die Gäste waren schnell wieder zurück. Timon Vogel drückte einen Eckstoß aus kurzer Distanz zum 2:2 (26.) über die Linie. Kurz darauf verhinderte der wieder einmal glänzend aufgelegte TuS-Torwart Kai John mit Fußabwehr nach Schuss von Matthias Behrens Nienhagens Führung. Eine von vielen Szenen, die Nienhagens Coach die Zornesröte ins Gesicht trieb. „Wir haben uns heute insgesamt einfach zu dämlich angestellt und die Punkte regelrecht verschenkt“, ärgerte sich Knauer.

Auch beim 3:2 für Eschede durch Kevin Schöneck (36.) im Anschluss an einen Einwurf sah die SVN-Hintermannschaft schlecht aus. Nach tollem Solo von Tim Runge über den halben Platz war der nicht zu bremsende Schöneck mit dem 4:2 (43.) dann sogar das dritte Mal erfolgreich.

Gleich nach dem Wechsel hatten die Gäste mehrere gute Chancen. Behrens hätte frei vor Torwart John den Anschlusstreffer erzielen müssen, scheiterte aber erneut. Nachdem Behrens verletzt ausschied und Grabowski nach Gelb-Roter Karte vom Platz musste, glaubten die Nienhäger nicht mehr wirklich an einen Punktgewinn. Die Partie verflachte jetzt und verlor an Tempo.

Den Schlusspunkt hinter Eschedes Heimsieg setzte dann Sturmtank Maik Kirchhoff. Mutterseelenallein lief er auf das Gästetor zu und ließ Torwart Dimitri Tews mit seinem platzierten Schuss zum 5:2 (84.) keine Abwehrchance. „Es war ein Arbeitssieg. Unter dem Strich haben wir das heute super gemacht“, so Eschedes Coach Ewert.

Von Jochen Strehlau