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Fußball regional TuS-FC-Nachwuchs droht Zwangsrückzug
Sport Fußball regional TuS-FC-Nachwuchs droht Zwangsrückzug
18:22 09.04.2013
Ein zuletzt seltenes Bild: Die U18-Junioren des TuS Celle FC beim Spiel auf dem grünen Rasen. Die Blau-Gelben sind zuletzt zweimal nicht angetreten, ein drittes Mal würde das Aus für das Team bedeuten. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

Auf Grund des Abiturstresses haben sich mit Jonas Brammer, Lukas Oelmann, Hendrik Lüdemann, Jonas Feldkamp, Marvin Duddek und Wilke Buschmann gleich sechs Spieler für einen längeren Zeitraum abgemeldet. Hinzu kommen immer wieder kleinere Verletzungssorgen. „Das ist natürlich ärgerlich, wir müssen es aber akzeptieren“, so Trainer Carsten Schreier. Das Tabellenschlusslicht musste teilweise auf bis zu acht Stammkräfte verzichten. „Mit nur acht Spielern anzutreten und sich abschlachten zu lassen, macht keinen Sinn“, erklärt Schreier die Situation.

Da auch die eigenen U17-Junioren meist zeitgleich kicken, bestehe auch nicht die Möglichkeit, den Kader mit jüngeren Spielern aufzufüllen. „Wir haben in der U17 eine Menge talentierter Jungs, die auch in der höheren Altersklasse spielen könnten, aber wenn die selber spielen, geht das natürlich nicht“, hadert Schreier.

Dass die gegnerischen Trainer meist kein Interesse haben, die Spiele nachzuholen, kann Schreier verstehen: „Das ist für die auch eine Menge Stress. Und gerade die Mannschaften, die oben mitspielen wollen, nehmen die Punkte natürlich dankend an“.

In Sorge um den Unterbau ist auch Uwe Hicksch, Trainer der ersten Mannschaft. „Das ist natürlich sehr unbefriedigend für uns. Gerade weil unser Konzept vorsieht, den eigenen Unterbau, der hier jahrelang vernachlässigt worden ist, zu stärken. Da sind jetzt aber auch die Spieler gefragt. Es kann nicht sein, dass eine Mannschaft in der A-Jugend-Landesliga nicht antritt. Andere Mannschaften haben ja auch Abiturienten und bringen trotzdem elf Spieler auf den Platz“, meint Hicksch.

Talente aus der U18 trainieren bereits zeitweise beim Oberligisten mit. „Einige haben durchaus Perspektive und können den Sprung schaffen. Aber sie müssen eben auch verinnerlichen, dass sie nicht für einen Kreisligisten kicken“, so Hicksch. Das sieht auch TuS-FC-Vorsitzender Peter Hoop so. „Ich schließe mich da den Worten unseres Cheftrainers vollkommen an.“

Sowohl Schreier als auch Hicksch und Hoop hoffen, dass die U18 noch die Kurve kriegt und der Super-GAU nicht eintritt. Allerdings ist die nächste Aufgabe heikel. Der TuS FC muss am 24. April, also mitten in der Woche, beim Spitzenreiter JSG Suderburg/Holdenstedt antreten. Schreier hofft, dass sich die Personalsituation dann wieder etwas entspannt hat.

Von Louis Kolkmeyer und Oliver Schreiber