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Fußball regional TuS-FC-Urgestein heuert bei Wietzenbruch an
Sport Fußball regional TuS-FC-Urgestein heuert bei Wietzenbruch an
16:50 04.08.2017
Vom TuS-Torwart zum Co-Trainer: Eike Mach wechselt zum SCW. Quelle: Michael Schäfer (Archiv)
Celle

Celle. Nach Unstimmigkeiten sportlicher und finanzieller Art verließ Mach enttäuscht sein langjähriges Domizil an der Nienburger Straße und wechselte zum Bezirksliga-Aufsteiger SC Wietzenbruch.

Dort unterstützt der 49-Jährige als Co-Trainer Chefcoach Stephan Bergmann und steht dem Team zudem als Reservetorwart zur Verfügung. Am „Alten Kanal“ ist man über die prominente Neuverpflichtung sehr glücklich. „Mit seiner Erfahrung und Bekanntheit ist Eike Mach für uns wie ein Sechser im Lotto“, freut sich Fußball-Spartenleiter Christian Michen.

Und auch Mach ist zufrieden. „Hier konnte man mir genau das bieten, was beim TuS Celle FC nach den dortigen Umstrukturierungen im Trainerteam nicht mehr möglich war“, erzählt Mach, für den beim TuS FC einfach kein Platz mehr war.

Zustande kam ein erster Kontakt mit dem SCW bei den Stadtmeisterschaften in Westercelle. Gespräche folgten, die mit einer Vereinbarung über eine vorerst einjährige Zusammenarbeit besiegelt wurden. „Geld war dabei nicht das Thema“, betont Mach, der seine Enttäuschung über die Umstände seines Ausscheidens bei den Blau-Gelben nicht verhehlen kann.

„Im Fußballgeschäft wird einem nicht viel gedankt, das habe ich jetzt selbst erlebt“, sagt Mach und wird noch deutlicher. „Bestimmte Leute sagen mir nach, dass meine finanziellen Forderungen unverschämt gewesen wären. Sie lassen dabei aber völlig außer Betracht, dass mir aus den vergangenen Jahren noch eine erhebliche Summe zusteht“, will Mach klarstellen.

Wolfgang Lidle, erster Vorsitzender des TuS FC, bestätigt das. „Eike hat lange stillgehalten. Aufgrund des Konsolidierungskurses des Vereins konnten wir seinen Forderungen aber noch nicht nachkommen“, so Lidle, der kein böses Blut will und Mach die Option für ein Abschiedsspiel offenhält.

In Wietzenbruch leitete Mach inzwischen bereits in Vertretung von Bergmann diverse Male das Training und imponierte durch seine routinierte Art. „Ich bin bestimmt nicht gekommen, um Stephan seinen Posten streitig zu machen“, sagt Mach lachend. Auch Bergmann ist froh, dass ihm „Respektsperson Mach“ als Co-Trainer zur Seite steht. „Wir profitieren doch voneinander, weil wir uns gegenseitig bestimmte Sachen abgucken“, weiß Bergmann.

Von Jochen Strehlau