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Fußball regional TuS FC will den "Pott" nach Celle holen
Sport Fußball regional TuS FC will den "Pott" nach Celle holen
13:05 12.05.2015
Von Oliver Schreiber
Kodo Kadir (links) setzt sich gegen seinen Ahlerstedter Gegenspieler durch und flankt. In der Landesliga gewannen die Celler beide Partien gegen die Spielvereinigung: in Celle mit 3:1, auswärts mit 1:0. Ein gutes Omen? Quelle: Alex Sorokin (Archiv)
Celle Stadt

Nur noch ein Schritt bis zum „Pott“: Fußball-Landesligist TuS Celle FC will am Mittwoch (20 Uhr) im Finale des Bezirkspokals bei der SV Ahlerstedt-Ottendorf die Trophäe mit nach Hause nehmen. „Das ist noch einmal ein echtes Highlight. Es ist ein großer Anreiz für uns, einen Titel zu holen und uns für unsere Leistungen zu belohnen“, erklärt Trainer Hilger Wirtz.

Der Coach, der nach dieser Saison zum MTV Eintracht Celle wechselt, hat es hinbekommen, trotz der Auflösungserscheinungen bei den Blau-Gelben die Motivation hoch zu halten. Der rein sportliche Klassenerhalt ist nach dem überraschenden Punktgewinn beim Tabellenzweiten TuS Harsefeld nahezu perfekt, jetzt soll bei Liga-Konkurrent Ahlerstedt die Krönung folgen.

„Es wird ein Spiel auf Augenhöhe, Ahlerstedt hat sicherlich einen Vorteil durch das Heimrecht. Aber in so einem Finale stehen die Chancen immer 50:50“, so Wirtz. Die Celler haben durchaus gute Erinnerungen an den Spielort. In der Liga gewannen sie dort durch ein spätes Tor von Kirill Weber mit 1:0. Auch daheim im Günther-Volker-Stadion schlugen sie die Spielvereinigung mit 3:1.

Liebend gern hätten die Celler auch das Endspiel zu Hause ausgetragen, zumal die Platzverhältnisse in Ahlerstedt beim Punktspiel katastrophal waren. „Das Günther-Volker-Stadion wäre sicherlich der ideale Ort für ein Endspiel gewesen. Wir hatten in der gesamten Pokalsaison nicht ein einziges Heimspiel. Aber das Los hat nun einmal so entschieden. Wir haben ja schon bewiesen, dass wir mit dem kleinen Platz in Ahlerstedt gut zurecht kommen, auch wenn unser Sieg dort auch glücklich war“, erinnert sich Wirtz.

Der Weg ins Finale war für beide Finalisten beschwerlich. Sechs Runden mussten beide überstehen, die Celler kamen zweimal nach Elfmeterschießen weiter, die Ahlerstedter hatten sogar dreimal Glück bei dieser „Lotterie“. TuS bezwang zunächst in der Qualifikation den SV Dicle Celle mit 3:0, es folgten Siege beim FC Firat Bergen (1:0), im Derby bei Eintracht (7:6 nach Elfmeterschießen), beim SV Essel (2:1), beim SV Emmendorf (6:0) sowie im Halbfinale beim TuS Zeven (5:2 nach Elfmeterschießen). Ahlerstedt kam über ASC Cranz-Estebrügge (5:4 nach Elfmeterschießen), FC Oste/Oldendorf (4:0), TuS Güldenstern Stade (4:1), VSV Hedendorf-Neukloster (7:6 nach Elfmeterschießen), Heeslinger SC (5:3 nach Elfmeterschießen) und TSV Gellersen (2:0) ins Endspiel.

„Wir haben es bis hierher geschafft, jetzt wollen wir auch den Pokal holen“, sagt Wirtz, der bis auf die Langzeitverletzten Matthias Wörner und Nils Speckmann alle Mann an Bord hat. Die nach der Saison auseinanderfallende Truppe möchte mit aller Macht den „Pott“ nach Celle holen. Es würde wohl die letzte Trophäe für lange Zeit sein, die den Weg in die Vitrine des TuS Celle FC findet.