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Fußball regional Tumulte und "Doofheit" bringen TuS Celle FC um zwei wichtige Punkte
Sport Fußball regional Tumulte und "Doofheit" bringen TuS Celle FC um zwei wichtige Punkte
21:30 10.04.2016
Von Oliver Schreiber
Celle Stadt

Neun Minuten vor dem offiziellen Ende musste TuS nach einem Missverständnis in der Hintermannschaft den Anschlusstreffer schlucken. Die Hälfte der angezeigten vier Minuten Nachspielzeit war herum, als es zum Eklat kam, in den TuS-Vorstand Peter Dohlich involviert war. „Meine Tochter hat hinterm Tor mit einem Ball gespielt. Der ist ihr von einem Ottersberger Zuschauer aus der Hand geschlagen worden. Sie ist hingefallen und hat angefangen zu weinen. Da bin ich als Vater natürlich eingeschritten und habe den Mann weggeschubst, er ist dann zu Fall gekommen. Daraufhin sind die Emotionen hochgekocht, ein Ottersberger Spieler wollte mich attackieren, da hat sich dann natürlich eine Menschentraube mit Ottersbergern und Cellern gebildet Aber es ist nichts Schlimmes passiert. Trotzdem hat der Schiedsrichter entschieden, das Spiel zu unterbrechen und hat die Spieler in die Kabine geschickt“, schildert Dohlich die Tumulte.

Nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt hatten, ging es nach knapp 15-minütiger Unterbrechung weiter. „Eigentlich hätten nur noch zwei Minuten nachgespielt werden dürfen. Aber der Schiri hat dann nochmal vier Minuten draufgepackt. Und dann bekommen wir dann praktisch mit der letzten Aktion den Ausgleich. Ohne diese Unterbrechung hätten wir hier gewonnen“, zürnte Röhrbein.

Der fiel nach fast selbem Muster wie das 2:3, nach einem hohen Ball verschätzte sich Valentin Dicu, Torwart Sascha Strohschneider blieb auf der Torlinie – und Percani traf die Celler mit dem 3:3 mitten ins Herz. „Das war eigene Doofheit. Es kann nicht sein, dass wir uns so einfache Dinger fangen. Aber wir hätten den Sack auch schon vorher zumachen müssen“, meinte Röhrbein.

Sein Team hatte die Partie bis zur Schlussphase gut im Griff. Immer wieder hebelten sie die Ottersberger Dreier-Abwehrkette über die Außenpositionen aus. So fielen auch alle drei Celler Treffer – jeweils von Frederik Deda vorbereitet. Steven Neumann (30.) und Oguzhan Cay mit einem Doppelpack innerhalb von einer Minute (42./43.) waren noch vor der Pause Nutznießer von Dedas Vorlagen. Der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich durch Percani (38.) resultierte aus einem Konter im Anschluss an eine eigene Ecke.

„Wir hätten die Konkurrenten im Abstiegskampf mit einem Dreier richtig unter Druck setzen können. Das müssen wir jetzt erstmal verarbeiten. Und dann geht‘s weiter. Wir haben unser Potenzial unter Beweis gestellt und sind seit vier Spielen ungeschlagen. Die Punkte holen wir uns Freitag gegen Rotenburg zurück“, sagte Röhrbein trotzig.