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Fußball regional "Überflieger" SC Wietzenbruch ohne Leitfigur Kunze
Sport Fußball regional "Überflieger" SC Wietzenbruch ohne Leitfigur Kunze
16:26 12.10.2017
Wietzenbruchs Sebastian Kunze (links), hier im Duell mit Onur Ekinci vom TuS Celle FC, fällt nach einem Kreuzbandriss lange aus. Quelle: Michael Schäfer (Archiv)
Celle

SC Wietzenbruch –SV Essel(Sonntag, 15 Uhr)

Eine echte Hiobsbotschaft erreichte SCW-Trainer Stephan Bergmann zu Beginn der Woche. Leitfigur Sebastian Kunze erlitt im Derby gegen den TuS Celle FC einen Kreuzbandriss und fällt auf unbestimmte Zeit aus. „Das ist ein herber Verlust für uns. Sebastian, der bisher eine tolle Saison gespielt hat, reist eine Lücke, die nur schwer zu schließen ist“, bedauert Bergmann. Er muss nun im Heimspiel gegen den Tabellenzehnten SV Essel seine Defensive umbauen.

Das von Detlev Rogalla trainierte Gästeteam vermag Bergmann nur schwer einzuschätzen. „Das ist eine robuste Truppe mit schnellen Außenspielern, die man nicht ins Rollen kommen lassen darf“, weiß der SCW-Coach, der sich über die richtige Taktik noch beraten will. „Wichtig ist, dass wir in Problemsituationen schnell handeln und hochkonzentriert sind. Nur wenn uns das gelingt, werden wir den Platz als Sieger verlassen“, ist sich Bergmann sicher.

Der SCW-Coach vertraut auf seine starke Offensive um Moussa Doumbouya und Mathias Winkler, die bisher immer für mindestens ein Tor gut war. „Wir haben den Heimvorteil und wollen da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Ein Sieg mit einem Tor Vorsprung reicht ja“, so Bergmann.

TuS Eschede –Eintracht Elbmarsch(Sonntag, 15 Uhr)

Dem Team von Trainer Sven Ewert stehen im Oktober einige überaus herausfordernde Spiele bevor. Die nächsten Gegner reden im Kampf um die Meisterschaft alle ein gehöriges Wort mit. Zu den Liga-Favoriten zählen so auch die Gäste von Eintracht Elbmarsch. Die Mannschaft von Trainer Kim Koitka musste vor 14 Tagen beim 1:5 gegen Germania Walsrode zwar einen heftigen Nackenschlag einstecken. Allerdings kam der Tabellenvierte in der Vorwoche mit einem überzeugenden 3:1-Erfolg gegen den MTV Borstel-Sangenstedt schnell wieder zurück in die Spur. Das auch dank Torjäger Rico Grimm, der mit bereits 13 erzielten Treffern die Torjägerliste einsam anführt.

„Elbmarsch hat einige herausragende Akteure in seinen Reihen, die es im Zaum zu halten gilt“, weiß Trainer Sven Ewert. So steht für ihn zuerst wieder eine solide Defensivarbeit und diszipliniertes Auftreten im Vordergrund. „Ich sehe uns körperlich und taktisch gut vorbereitet und habe nur vollmotivierte Jungs am Start“, sagt Ewert, der durchaus mit einem Punktgewinn gegen die starken Elbmarscher liebäugelt. „Wir müssen keine Angst haben, wissen aber auch, dass dieser Gegner unsere Fehler sofort bestrafen wird“, so Eschedes Coach.

Ewert kann am Sonntag wieder auf Mittelfeldmann David Schlawer zurückgreifen, dagegen fallen allerdings Kai Klapproth, Christopher Gierke und Sebastian Horstmann weiterhin aus.

VfL Maschen –TuS Celle FC(Sonntag, 15 Uhr)

Sechs Punkte haben diese beiden auf den Abstiegsplätzen stehenden Kontrahenten erst auf dem Konto – und so ist es sowohl für den VfL Maschen als auch für den TuS Celle FC auch ein „Sechs-Punkte-Spiel“.

„Die Spiele werden immer weniger, unsere Punkte zuletzt aber nicht mehr. Wir müssen jetzt einfach mal wieder gewinnen“, fordert TuS-Trainer Thomas Crocoll. Er konnte von einer sehr guten und engagierten ersten Trainingseinheit in dieser Woche berichten. „Es nützt ja nichts, jetzt im Training noch draufzuhauen. Gerade in dieser Krisensituation darf man den Spielern nicht den Spaß am Fußball nehmen“, unterstreicht Crocoll.

Er und sein Team setzen große Hoffnung in die Rückkehr von Torjäger Andreas Gerdes-Wurpts. „Man darf jetzt nicht zu viel von Andreas erwarten, aber die hundertprozentigen Chancen macht er eben rein“, so Crocoll. Gerdes-Wurpts selbst dämpft die Erwartungen. „Ich bin jetzt sicher nicht der Heilsbringer, der wie Phönix aus der Asche den Gegner alleine weghaut. Die Zeit des Alibi-Fußballs muss am Sonntag vorbei sein. Jetzt muss jeder mal eine Schippe drauflegen“, fordert der 37-jährige.

Während Marvin Feldmann vor einer Rückkehr ins Team steht, fällt ein weiterer Leistungsträger aus: Alpha Jallow zog sich im letzten Spiel nach einem Schlag gegen den Kopf eine Gehirnerschütterung zu.

Von Jochen Strehlau