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Fußball regional Ultimate Frisbee: Hermannsburger "Äitschbees" sind deutsche Vizemeister
Sport Fußball regional Ultimate Frisbee: Hermannsburger "Äitschbees" sind deutsche Vizemeister
22:08 25.03.2015
Ultimate Frisbee Celler Schüler Deutscher Vizemeister; U14 Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Hermannsburg

Großer Erfolg für die Schüler des Christian-Gymnasiums in Hermannsburg. Bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Heidelberg verpassten die U14-Nachwuchstalente im Finale mit 7:9 gegen Heppenheim nur ganz knapp den Titel „Es ging hin und her. Am Ende haben bei uns ein bisschen die Nerven geflattert“, sagte Trainer Sascha Wambutt. Die von ihm ebenfalls betreute U17 kam auf den neunten Rang in ihrer Altersklasse.

Beim Ultimate Frisbee wird, ähnlich wie beim American Football, versucht, das Spielgerät in die gegnerische Endzone zu bekommen. Allerdings darf sich der Spieler, der die Frisbeescheibe in der Hand hält, nicht fortbewegen. Eine weitere Besonderheit des Spiels ist, dass es keinen Schiedsrichter gibt. Entscheidungen müssen immer durch die Spieler selbst gefällt werden. „Das ist aber kein Problem. Selbst Kinder, die sonst Handball und Fußball mit Schiedsrichter spielen, gewöhnen sich schnell daran“, erklärt Wambutt.

Sein U14-Team, das aus Justin Wollny, Paul Brase, Neele Schröder, Christoph Schöning, Lena Borchert, Lukas Biskupek, Chelsea Seidewitz und Bjarne Schröder besteht, trainiert zweimal in der Woche. „Einmal in der AG und einmal beim TuS Hermannsburg“, so der Lehrer.

In seiner Studienzeit war Wambutt selbst als Ultimate-Frisbee-Spieler aktiv: „Besonders beeindruckt hat mich der Grundgedanke des Spiels, der ‚Spirit of the Game‘ genannt wird. Als Sportlehrer habe ich mir dann gedacht, dass das auch eine gute Sache für meine Schüler ist.“ Nach dem Spiel bewerten die Teams sich gegenseitig, wie gut sie den „Spirit“ eingehalten haben.

Und auch neben dem Platz scheinen sich die Schüler gut zu verstehen. „Das Ganze ist ein großes Event, wie eine Klassenfahrt. Man kennt viele von den anderen Teams schon seit Jahren und die meisten verstehen sich auch ganz gut“, berichtet Wambutt. Bereits seit 2010 bietet er den exotischen Sport am Hermannsburger Gymnasium an und hat schon einige Erfolge vorzuweisen.

Deswegen macht er sich auch kaum Sorgen um den Nachwuchs. „Natürlich haben wir noch mehr Spieler als die, die mit zu den Deutschen Meisterschaften gefahren sind.“ Mit denen trainiert er bereits wieder fleißig für die jetzt kommende Freiluftsaison. Vielleicht schaffen seine Schüler dort ja den ganz großen Wurf.

Von Alexander Hänjes