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Fußball regional Urteil nach Spielabbruch in Elstorf: TuS FC verliert Punkte
Sport Fußball regional Urteil nach Spielabbruch in Elstorf: TuS FC verliert Punkte
17:39 16.01.2017
Celle Stadt

Entscheidend für das Urteil zu Ungunsten des TuS Celle FC war der Spielbericht und die Aussage von Schiedsrichter Marcel Klein. Dieser hatte die Sicherheit für die Fortsetzung der Partie als nicht gegeben angesehen und bekräftigte auf Befragung seine Sicht der Dinge. Klein berief sich dabei erneut auf die angebliche Empfehlung der Polizei, das Spiel abzubrechen. Bis heute liegt den Beteiligten ein schriftlicher Polizeibericht zu den unschönen Ereignissen in Elstorf allerdings nicht vor. So konnten die bestehenden Widersprüche auch nicht aufgelöst werden, denn die Harburger Polizei hatte mündlich nach Befragung von unterschiedlicher Seite (CZ und TuS Celle FC) stets verneint, eine Empfehlung zum Spielabbruch gegeben zu haben.

Nach Ansicht von Rüdiger Wiegand sei dieses für die Urteilssprechung aber auch irrelevant, da in einer Sportgerichtsverhandlung allein die Aussage des Schiedsrichters entscheidend ist. Wolfgang Lidle, Vorsitzender des TuS Celle FC nahm den Urteilsspruch zerknirscht zur Kenntnis. „Die Urteilsbegründung von Wiegand, der Gastgeber TSV Elstorf auch ein erhebliches Fehlverhalten, insbesondere das Fehlen eines Ordnungsdienstes bescheinigte, hat mich nicht überzeugt“, so Lidle. Für ihn wäre ein Wiederholungsspiel die logische und gerechtere Lösung gewesen. „Wir werden im Vorstand noch in dieser Woche beraten, ob wir gegen das Urteil Berufung einlegen und vor das Verbandssportgericht ziehen“, sagt Lidle. Neben den am „Grünen Tisch“ verlorenen Punkten muss der TuS FC darüber hinaus 500 Euro Strafe für den von ihm verschuldeten Spielabbruch (Abrennen von Feuerwerkskörpern und nicht Bereitstellen von Ordnungskräften) bezahlen. Auch der TSV Elstorf wurde wegen fehlender Ordnungskräfte zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt. Dass, wie man jetzt aufseiten des TuS FC definitiv weiß, nur eine Handvoll der Störer aus Celle kam und sich der Rest aus auswärtigen „Hooligan-Touristen“ zusammensetzte, mag für die Verantwortlichen des TuS FC nur ein schwacher Trost sein.

Von Jochen Strehlau