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Fußball regional „Verteidigung fängt im Sturm bereits an“
Sport Fußball regional „Verteidigung fängt im Sturm bereits an“
15:08 19.11.2010
Von Jürgen Poestges
Celle Stadt

Neue Besen kehren gut, sagt der Volksmund. Ob das auch für neue Trainer im Fußballgeschäft gilt – also nicht das Kehren, sondern das erfolgreich Spielen – das muss sich morgen ab 14 Uhr beim TuS Celle FC erweisen. Denn gegen den VfL Jesteburg kehrt Uwe Hicksch als Übungsleiter an die Seitenlinie zurück. „Wir haben viel gelacht, mit einander und übereinander“, gibt Hicksch eine Wasserstandsmeldung über die ersten Einheiten ab.

Es werde sich sicherlich im Team das ein oder andre verändern, sagt er. „Ich überlege zum Beispiel, ob wir bei der Viererkette bleiben oder mit Manndeckern spielen.“ Aber egal, wie die taktische Ausrichtung aussieht, eines sollen seine Spiele verinnerlichen: „Wir müssen dahin kommen, das wir die Mehrzahl der Zweikämpfe gewinnen. Dann gewinnen wir auch das Spiel“, sagt Hicksch. Und: „Der Stürmer ist der erste Verteidiger, wenn der Gegner den Ball hat. Dann sind die Jungs hinten auch nicht mehr auf sich alleine gestellt.“

Viel gesprochen haben sie auch, auch über den vergangenen Sonnabend, als der TuS FC beim Derby in Nienhagen in der Nachspielzeit noch den Ausgleich hinnehmen musste. „Hätten wir uns da auf unser Können besonnen und weiter Fußball gespielt nach der Führung, hätten wir gewonnen“, hat Hicksch seinen Spielern in das Poesiealbum geschrieben. „Aber“, sagt der Coach, „man hat jetzt in der Woche schon gemerkt, dass da unten rum mit dem Ball schon einiges wieder funktioniert hat.“

Und so gilt eben morgen gegen Jesteburg, mit 25 Punkte derzeit Sechster der Tabelle, auch nur ein Sieg. Denn die Celler, Dritter mit 28 Zählern, wollen die Abstand zum Spitzenplatz nicht noch größer werden lassen. Der TSV Winsen hat bereits acht Punkte mehr auf dem Konto. Und außerdem würde man sich mit einer Erfolg auch die Jesteburger auf Abstand halten.

Bis auf den nach der Schiedsrichter-Beleidigung für fünf Wochen gesperrte Tobias Zeising und Kais Manai, der beruflich bedingt nicht trainieren konnte, hat Hicksch alle Mann an Bord. „Und Jesteburg ist eine Mannschaft, die uns alles abverlangen wird. Da müssen wir zeigen, dass wir guten Fußball spielen können.“ Und das seine Spieler dazu in der Lage sind, haben sie immerhin ja auch schon bewiesen.