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Fußball regional VfL Westercelle gewinnt hoch und glücklich
Sport Fußball regional VfL Westercelle gewinnt hoch und glücklich
20:59 12.03.2017
Westercelle

Beide Teams waren zunächst ohne langes Vorgeplänkel furios in die Partie gestartet. Einen schönen Gästeangriff über den linken Flügel schloss Soltaus Leon Abend bereits in der 5. Minute unhaltbar zum 0:1 ab. Doch Westercelles Antwort folgte postwendend. Ein Freistoß von Daniel Weiss segelte hoch in den MTV-Strafraum – und in einer Gemeinschaftsaktion mit Marcel Sefczyk brachte Nils Wittenberg den Ball aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich (7.) über die Linie.

Hoffnungen, dass der VfL jetzt auf Dauer die Initiative übernehmen würden, zerstreuten sich schnell. Im Gegenteil – viele Aktionen des VfL blieben Stückwerk und echte Torchancen blieben gänzlich aus. So hatten die gut im Mittelfeld stehenden Gäste ihrerseits mehrere Gelegenheiten, noch vor der Pause in Führung zu gehen. Doch zweimal rettete VfL-Schlussmann Heuer und einmal das Aluminium.

In der zweiten Halbzeit musste dann ein zweifelhafter Strafstoß herhalten, um das Spiel in die richtige Richtung zu lenken. Nach einem angeblichen Torwartfoul an Laube versenkte Nils Wittenberg das Leder sicher zum 2:1 (51.) in die Maschen. Das machte das Spiel des VfL zwar zunächst nicht besser, dafür verdiente sich der Treffer zum 3:1 (64.) einen echten Schönheitspreis. Doppeltorschütze Wittenberg zog auf dem rechten Flügel auf und davon, passte zu Sefczyk, der wunderbar für Alexander Laube auflegte. Dieser vollendete in Klassemanier aus der Strafraummitte zur Vorentscheidung.

Gegen die jetzt die Abwehr noch weiter öffnenden Gäste boten sich den Gastgebern nun viele Räume – und Torchancen. Erst scheiterte Pascal Peschke mit einem Solo am Keeper, dann traf Laube mit einer Direktannahme nur den Außenpfosten. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Sefczyk. Nachdem Weiss energisch in den Strafraum eingedrungen war, musste Westercelles Torjäger nur noch den Fuß hinhalten, um den Pass seines Kapitäns zum 4:1 (77.) zu verwerten. Danach hatten Laube und Wittenberg noch beste Gelegenheiten zu erhöhen, aber das wäre des Guten auch zu viel gewesen. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel breiter aufgezogen und so unser Flügelspiel intensiviert. Insgesamt war der Erfolg trotzdem ein wenig glücklich, aber meine Spieler haben eben auch das Selbstvertrauen, solche Spiele noch umzubiegen“ meinte VfL-Trainer Vollmer.

Von Jochen Strehlau