Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional VfL Westercelle hat Zwischenziel im Visier
Sport Fußball regional VfL Westercelle hat Zwischenziel im Visier
16:05 16.11.2017
Von Heiko Hartung
Will den Favoriten ärgern: Westercelles Maurice Thies. Quelle: Michael Schäfer
Westercelle

Erstens: „Zu Hause zeigen wir uns meist von der positiven Seite.“ Und zweitens: „Gerade gegen den Spitzenmannschaften haben wir bewiesen, dass wir leistungsmäßig nicht so weit weg sind“, merkt Güllert an und spielt erstens auf die Westerceller Siegquote von 60 Prozent vor heimischem Publikum an. Und zweitens auf die verlorenen, aber relativ engen Partien gegen Spitzenreiter Hagen (0:2), Rotenburg (1:3) und Emmendorf (0:1). „Da haben oft nur Nuancen gefehlt, um vielleicht einen Zähler mitzunehmen“, so der Coach.

Treubund sei natürlich individuell besser aufgestellt. Steffen Hattendorf und insbesondere Topscorer Tim Franke (schon 18 Saisontore, Westercelle hat insgesamt erst 16) sind „echte Granatenfußballer“. „Aber wenn wir denen die Passwege zustellen, können wir sie vielleicht weitgehend aus dem Spiel nehmen“, so Güllert. Zudem werden die Bodenverhältnisse auf dem Westerceller Sportplatz nicht gut sein. „Das kommt uns entgegen, denn die Lüneburger sind uns spielerisch sicherlich überlegen.“ Ausfallen soll die Partie auf keine Fall, wenn es nach Güllert und seinem Trainerkollegen Heiko Vollmer geht. „Wir haben keine Lust darauf, dass sich im kommenden Jahr die Nachholspiele nur so stapeln“, meint Güllert.

Nach dem eminent wichtigen 2:1-Erfolg am vergangenen Wochenende gegen den Abstiegskonkurrenten Ottersberg ist das offiziell ausgegebene Zwischenziel der Westerceller in greifbare Nähe gerückt: 20 Punkte will der VfL bis zur Winterpause einsammeln. Das wären noch fünf Punkte aus den kommenden vier Partien – nicht unrealistisch.

Wie zuletzt in Ottersberg wolle man hinten sicher stehen. Dort hat Louis Wilke vor der Abwehr ordentlich abgeräumt. Diesmal wird er urlaubsbedingt fehlen. „Schade“, findet Güllert. „Louis ist gut drauf und hat unserer Abwehr Stabilität verliehen.“ Zudem ist Verteidiger Nils Lampe angeschlagen (Oberschenkel).

Taktisch wäre ein 4-4-2 mit dem zweifachen Torschützen von Ottersberg, Kai Broschinski, sowie Nils Wittenberg als doppelte Spitze eine Option. Aber auch das zuletzt praktizierte 4-4-1-1 mit nur einem Stürmer sowie Alexander Laube und Kapitän Daniel Weiß im Wechsel als hängende Spitze sei durchaus ein probates Mittel gegen den MTV, so Güllert.

„Wenn wir es schaffen, dass hinten die Null lange steht, werden die vielleicht nervös und wir bekommen unsere Chance“, hofft der Coach. Denn eines fehlt Westercelle noch in seiner ersten Landesliga-Saison: Eine richtig dicke Überraschung gegen einen haushohen Favoriten. Güllert: „Das wäre eine tolle Sache.“ Keine Frage.