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Fußball regional VfL Westercelle sendet Lebenszeichen im Existenzkampf
Sport Fußball regional VfL Westercelle sendet Lebenszeichen im Existenzkampf
14:05 08.04.2018
Quelle: David Borghoff
Westercelle

Dies zeigte sich auch sofort an der Wilhelm-Hasselmann-Straße. Nachdem die Unparteiischen den Weg nach Westercelle nicht pünktlich angetreten hatten und die Partie mit Verspätung angepfiffen wurde, legte der VfL los wie die Feuerwehr. Bereits nach drei Minuten schallte zum ersten Mal die Torhymne über den Platz, nachdem Faisal Soma einen abgefälschten Schuss aufgenommen und von der Grundlinie zu Sinan Karak gespielt hatte, der freistehend für die Führung sorgte (3.).

Der Stadionsprecher des VfL sollte in der Folge noch mehr zu tun bekommen: 20 Minuten später nahm Niklas Pautsch einen hohen Pass in Richtung gegnerisches Tor mit und bewies frei vor dem JFV-Torwart Nervenstärke, als er das verdiente 2:0 markierte (23.). Die Entscheidung von VfL-Trainer Ulrich Busse, den gelernten Linksverteidiger in die Sturmspitze zu stellen, erwies sich als goldrichtig. Einen dritten Grund zum Jubeln gab es in der 35. Minute, als ein Freistoß von Karak unfreiwillig von JFV-Spieler Rivaldo Brüning ins eigene Tor verlängert wurde.

Bis auf einige wenige Torabschlüsse hatten die Gäste kaum Anteil am Spiel, der VfL stand sicher und nutzte die Möglichkeiten vor dem Tor konsequent aus. Zum Halbzeitpfiff gab es Applaus von den Zuschauern, die bei bestem Wetter zum Sportplatz gepilgert waren.

Die Westerceller machten nach dem Seitenwechsel da weiter, wo sie aufgehört hatten: Aus einer Kombination von Tom Schaper, der sich den Ball in der gegnerischen Hälfte erkämpfte, und Soma entstand das vierte schwarz-gelbe Tor des Tages (54.). Für den Stürmer fand Trainer Busse nur lobende Worte: „Das war eine überragende Mannschaftsleitung, aus der Faisal Soma noch herausgeragt hat.“ Die Gäste aus Rehden kamen lediglich noch zum Anschlusstreffer, der aus einem Foulelfmeter von Alen Suljevic resultierte (69.).

Der JFV hatte Glück, dass die Kräfte beim VfL nachließen und die Torchancen zum Schluss nicht mehr konsequent genutzt wurden. Busse zeigte sich dennoch hochzufrieden: „Ein ganz wichtiger Sieg, heute hat jeder für jeden gekämpft.“ Zur Belohnung für die extrem wichtigen drei Punkte gab es einen Tag trainingsfrei.

VfL Westercelle: Schlothauer – Siegesmund, Dzwoniarek, Pautsch, Bischoff, Soma, Brandt, Karak, Heinemann, Sarnowski, Smith; eingewechselt: Schaper, Haase, Duyar-Yavsan, Blunck.

Von Noah Heinemann

Das Spiel war im Prinzip schon gelaufen, als es noch nicht einmal richtig begonnen hatte. Nach sieben Minuten lag Fußball-Oberligist MTV Eintracht Celle gegen Aufstiegsaspirant VfL Oldenburg bereits mit 0:2 hinten, ohne dass die Gäste dafür sonderlich viel tun mussten. „Da war im Prinzip alles hinfällig, was wir uns vorgenommen hatten. Wenn du so beginnst und dir solche Dinger fängst, brauchst du dich zu wundern, wenn du am Ende mit leeren Händen dastehst“, fasste MTVE-Trainer Hilger Wirtz die katastrophale Anfangsphase seiner jungen Truppe mit zwei kalten Duschen bei sommerlichen Temperaturen zusammen. Trotz Aufbäumens und auch guten Phasen kassierten die Celler vor rund 250 Zuschauern eine deftige 1:5-Niederlage. Mit nur einem Punkt aus sechs Spielen in diesem Jahr ist der Abstieg mit nunmehr neun Zählern Rückstand zum rettenden Ufer kaum noch abzuwenden.

Oliver Schreiber 08.04.2018

Der Ernüchterung nach nur einem Punkt aus den beiden Heimspielen am Osterwochenende ist bei Fußball-Oberligist MTV Eintracht Celle eine Mischung aus Realismus und Zweckoptimismus gewichen. „Wir werden im letzten Saisondrittel noch einmal alles versuchen. Im Fußball hat es schon weitaus größere Überraschungen gegeben“, strahlt MTVE-Trainer Hilger Wirtz vor der Partie am Samstag um 15 Uhr in der Immobilien-Wilharm-Arena gegen Aufstiegsaspirant VfL Oldenburg neue Zuversicht aus, um gleich anzumerken: „Wir wissen auch, dass es äußerst schwierig wird, da unten noch rauszukommen.“

Oliver Schreiber 06.04.2018

Hoppla, wo ist denn plötzlich das Polster von sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone geblieben? Gerade mal zwei mickrige Zähler trennen die Landesliga-Fußballer des VfL Westercelle vor dem Heimspiel gegen SV Drochtersen/Assel II am Sonntag, 15 Uhr, noch von den schaurigen Tabellenplätzen. „Die Konkurrenz schläft nicht. Viele Abstiegskandidaten haben in den Nachholspielen über Ostern kräftig gepunktet“, sagt VfL-Trainer Heiko Vollmer.

Heiko Hartung 06.04.2018