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Fußball regional VfL Westercelle wie große Familie
Sport Fußball regional VfL Westercelle wie große Familie
13:41 02.03.2012
Von Christopher Menge
Bernd Schrˆder vom VfL Westercelle Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

„Das ist halt nicht Westercelle“, hat Bernd Schröder eine einfache Erklärung, warum er Angebote, sich bei einem anderen Verein zu engagieren, stets abgelehnt hat. „Der familiäre Zusammenhalt und die Kameradschaft untereinander sind einzigartig“, lobt Schröder, der seit über 30 Jahren ein Teil dieser Fußball-Familie ist.

1980 wurde Schröder von der damaligen Jugendwartin, Ingrid Weyeneth, gefragt, ob er nicht Lust hätte, sich zu engagieren. Schröder, der damals noch als Torwart in der 2. Herren aktiv war, nahm an und wurde Trainer der 3. E-Jugend. „Die standen mit 0 Punkten und 0:80-Toren schlecht da“, erinnert sich Schröder, „Doch im Laufe der Saison sind wir in der Tabelle nach oben geklettert.“ Neben Trainerjobs im F- bis D-Jugendbereich übernahm der heute 50-Jährige bald auch Verantwortung in der Jugendleitung.

Gemeinsam mit dem damaligen Jugendleiter, Dieter Pommrenke, führte Schröder viele Turniere, Fahrten, Wochenendfreizeiten und weitere Aktionen durch, ehe er 1992 diesen beerbte und selbst Jugendleiter wurde. „Wir hatten bei einem Hallenturnier eine Mannschaft aus Holbaek aus Dänemark dabei“, erinnert sich Schröder, „die haben den besten Hallenfußball gespielt, den ich in je gesehen habe.“

Aus drei Jahrzehnten Jugendfußball kann Schröder viele Anekdoten erzählen. „Früher wurde bei einer Hallenendrunde zweimal sieben Minuten gespielt, doch in einem Spiel haben die Torhüter in der Halbzeit nicht gewechselt“, lacht der Jugendtrainer, „das hat keiner gemerkt“ Den Mitspielern half das allerdings nichts, denn auch gegen die eigenen Stürmer parierten die Torhüter alles, was auf das Tor kam.

In Schröders Zeit als Jugendleiter wurde der VfL 1997 mit dem Sepp-Herberger-Preis, der höchsten Auszeichnung des Deutschen Fußball-Bundes für bemerkenswerte Jugendarbeit, ausgezeichnet. Doch es gab auch Tiefen zu überstehen. „Wir spielten mit Nienhagen und Großmoor als SG Behre, unsere Spieler sind anschließend in Großmoor und Nienhagen gelandet“, erzählt Schröder, „zudem sind viele Spieler zu TuS und MTV gelaufen. Die Vereine machen sich mit Spielgemeinschaften kaputt, weil die Vereinsidentifikation fehlt“, sieht Schröder die aktuelle Entwicklung im Fußballkreis kritisch.

So stand der VfL 1999 nicht nur ohne Herrenmannschaft, sondern auch ohne A- und B-Jugend da. „Wir hatten nur eine 7er C-Jugend, die Verantwortlichen haben zu spät erkannt, wie wichtig, die Jugend ist“, blickt Schröder zurück, der gemeinsam mit der neuen Jugendleitung damit begann, gute Trainer für den unteren Bereich zu motivieren. „2003 ist es mir gelungen, die Jugendleitung in jüngere Hände zu geben“, freut sich Schröder, „damit hatten wir die jüngste Jugendleitung im Kreis, die die Arbeit in meinem Sinne fortgeführt hat.“ Gemeinsam mit dem heutigen Abteilungsleiter Matthias Paschke begann eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, an der Schröder als Betreuer verschiedener Jugendmannschaften mitwirkte. Heute sorgt er als F-Jugend-Koordinator dafür, dass diese Erfolgsgeschichte noch lange anhält.