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Fußball regional Vor Gastspiel in Wathlingen: Aufgalopp beim TSV Hannover-Burgdorf mit drei Neuen
Sport Fußball regional Vor Gastspiel in Wathlingen: Aufgalopp beim TSV Hannover-Burgdorf mit drei Neuen
07:18 15.07.2014
Mit Fingerspitzengefühl ausgestattet: Die drei - Neuzugänge der TSV Hannover Burgdorf (von links) Olafur - Gudmundsson, Sven-Sören Christophersen und Kai Häfner. Quelle: Lars Kaletta
Hannover

Zur Einstimmung spielten die Handball-„Recken“ erstmal Fußball. Einen Tag nach dem WM-Titel der deutschen Fußballer startete Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf gestern mit dem ersten Training in die neue Saison. Trainer Christopher Nordmeyer ließ es zumindest gestern beim Fußball in der leeren Swiss-Life Hall noch halbwegs ruhig angehen, was sich aber in den kommenden fünfeinhalb Wochen bis zum ersten Spiel gegen die MT Melsungen (23. August) ändern dürfte.

„Ich gehe davon aus, dass alle wieder Lust auf Handball haben“, meinte Nordmeyer. „Wir müssen jetzt wieder Wettkampf-Härte erreichen und brauchen vor allem unsere Testspiele.“ Zum neuen Saisonziel mochte der TSV-Coach noch keine Auskunft geben. Und der erste Eindruck von den drei Neuzugängen? „Schön braun“, scherzte Nordmeyer. Und dann ernster: „Jeder hat jetzt Zeit, sich zu positionieren. Wir sind in der ,Forming-Phase‘.“

Von einem dreiwöchigen Hawaii-Urlaub zurück ist auch Lars Lehnhoff. Der „Recken“-Linksaußen aus Adelheidsdorf geht in seine elfte Saison mit der TSV. Neu dabei sind der Isländer Olafur Gudmundsson, Kai Häfner (aus Balingen) und Sven-Sören Christophersen (aus Berlin). „Die beste Liga der Welt war mein Ziel“, meinte Gudmundsson vorm Trainings-Aufgalopp. „Ich wollte zu seinem Klub mit hohen Zielen und möchte das Team jetzt besser machen. Mit Ehefrau Tinna (29) und Tochter Olina (1) ist die neue Nummer 23 nun in Hannover.

Häfner kommt aus Balingen (50.000 Einwohner) in die niedersächsische Metropole (500.000 Einwohner). „Eine neue Herausforderung für mich“, sagte der Nationalspieler, der sich wieder für die Auswahl empfehlen will. Er freut sich schon auf die Duelle mit seinem Ex-Klub, der sich nach der überraschenden Hamburg-Lizenzierung zusätzlich in die Bundesliga klagte. „Wir haben Potenzial“, sagt der Rückraummann (Nr. 17) über sein neues Team.

Auch Christophersen will zurück ins Nationalteam. Hannover sieht der bisherige Berliner, der 2007 in Hildesheim in der 2. Liga spielte, als „interessantes Projekt“. In Berlin, wo er Anteil am Aufwärtstrend der Füchse hatte, habe er einst eine ähnliche Situation vorgefunden. Von Platz neun ging es mit Berlin in die Spitze der Bundesliga. Christophersen (die neue Nr. 66): „Neue Gesichter, neue Impulse – das ist immer spannend. Ich will Gas geben.“

Das werden die „Recken“ auch in zwölf Testspielen. Los geht es Freitag bei der HSG Herrenhausen/Stöcken. Am Samstag (17 Uhr) kommt die TSV zum Spiel bei der HSG Wathlingen-Adelheidsdorf in den Kreis Celle – in Wathlingen ging Kapitän Lehnhoff früher zur Schule. Top-Kaliber ist Bundesliga-Konkurrent TBV Lemgo am 23. Juli in Burgdorf. Zudem startet die TSV bei zwei Turnieren in Linden und Bremen. Der Abschluss der Testserie ist die Partie bei Zweitligist Eintracht Hildesheim. In der ersten Pokalrunde muss Burgdorf nach Korschenbroich (20. August), Punktspielstart ist wohl am 23. August gegen Melsungen, den letzten Gegner der vergangenen Saison.

Von Helmut Anschütz