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Fußball regional Wathlinger Pistolenschützen haken Finalrunde ab
Sport Fußball regional Wathlinger Pistolenschützen haken Finalrunde ab
17:21 04.12.2017
Von Heiko Hartung
Wathlingen

Auch wenn nun das ursprüngliche Saisonziel (Platz fünf) vor den letzten beiden Wettkämpfen im Januar erneut in den Fokus rückt, bleibt bei den Wathlinger Pistoleros doch ein schales Gefühl. Denn die Pleite gegen Bassum war knapper als es das Ergebnis vermuten lässt. Nach den ersten acht Schüssen der Schützen wird auf der elektronischen Ergebnistafel am Schießstand für Zuschauer, Trainer und Schützen einsehbar eine Hochrechnung erstellt. „Die zeigt an, wer am Ende als Sieger dastehen würde, wenn der Schnitt beibehalten wird“, erklärt Trainer Oehns. Und da wechselte die Prognose zwischen Bassum und Wathlingen fast im Sekundentakt. „Mal 4:1 für uns, dann 3:2 für die – das ging immer hin und her“, so Oehns. Fünf Schuss vor Wettkampfende lag Wathlingen noch 4:1 vorne, doch dann kippte das Endergebnis noch einmal komplett.

Pech: Starke 378 Ringe von Philip Aranowski reichten ebenso wenig für einen Punktgewinn wie die 379 von Christian Oehns, der unglücklich im Stechen verlor. Weil Wathlingens Waliserin Coral Kennerly einen schlechten Tag erwischt hatte und auch Torben Wolf etwas schwächelte, reichte es nur zum Trostpunkt durch Cedric Cammann. Oehns: „Im Fußball würde man sagen, die Niederlage ist ein Tor zu hoch ausgefallen.“

Da sah am Tag zuvor noch anders aus: Im Nachbarschaftsduell gegen Uetze hielten alle Wathlinger Schützen bis auf Cammann ihre Gegner deutlich auf Abstand. Überschwänglichen Jubel sparten sich die Freischützen aber, schließlich trainieren sie oft gemeinsam mit den Uetzern. „Das Verhältnis zwischen beiden Mannschaften ist sehr freundschaftlich“, so Oehns, dem es ein wenig Leid tat, dass seine Truppe Uetze ein weiteres ein Stück Richtung Abstieg geschossen hat. Für Wathlingens Nummer zwei, Christian Oehns, war es sogar ein ganz besonderes Duell. Im Schießstand trat er gegen seine zukünftige Ehefrau Sarah Kiesewetter an. „Beide waren aufgeregt“, berichtet Oehns senior. Doch während seine Schwiegertochter in spe unter ihrem Leistungsvermögen blieb, reichte Oehns junior ein „normales“ Niveau zum 377:366-Sieg.

Am letzten Wettkampfwochenende im Januar trifft Wathlingen auf Tabellenführer Braunschweig. „Das gibt eine Lehrstunde“, befürchtet Oehns. Gegen Fahrdorf soll die Saison dann aber versöhnlich zu Ende gehen.