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Fußball regional Wathlinger Schützen fehlt ein Ring zum Aufstieg in die Bundesliga
Sport Fußball regional Wathlinger Schützen fehlt ein Ring zum Aufstieg in die Bundesliga
21:13 03.02.2014
Freischütz Wathlingen Aufstiegsschießen - Philip Aranowski (links) wird von Torsten Schwarz getröstet. Quelle: David Sarkar (3)
Hannover

Enttäuscht lässt Philip Aranowski den Kopf auf die Brust sinken. Er atmet tief durch. „Wenn ich Fußballer wäre, würde ich mich jetzt an den Elfmeterpunkt stellen und nur noch draufschießen. Aber als Luftpistolen-Schütze geht das schlecht“, sagt er dann. Es ist Sonntag, 16 Uhr, am Stützpunkt des Niedersächsischen Sportschützenverbandes in Hannover. Hinter Aranowski und seinen vier Teamkameraden des SV Freischütz Wathlingen liegen vier dramatische Stunden: Mit einem Ring verpassten die Wathlinger den Aufstieg in die 1. Bundesliga Luftpistole. Nach zwei Durchgängen hatten sie mit 3707 Ringen das Nachsehen gegenüber dem SV Falke Dasbach und den Sportschützen Fahrsdorf, die punktgleich mit 3708 den Aufstieg schafften.

Tagesbester der Mannschaft wurde Aranowski. Mit 377 und 379 Ringen gelang ihm gleich zweimal die Bestleistung der Wathlinger. Doch Freude will bei ihm nicht aufkommen: „Ich wäre lieber der schlechteste Schütze gewesen, wenn wir dafür den Aufstieg geschafft hätten“, sagt er. Auch Trainer Erhard Oehns kann seine große Enttäuschung nicht verbergen: „Solch einen knappen Ausgang gab es in der Geschichte noch nicht. Wir haben sehr gute Leistungen abgeliefert und am Ende hat ein einziger Ring den Unterschied gemacht. Das ist hart. Trotzdem bin ich sehr stolz auf meine Schützen“, sagt er.

Bitter ist der verpasste Erstliga-Aufstieg besonders deshalb, weil es bereits im vergangenen Jahr nicht klappte. Damals belegten die Wathlinger den fünften Platz. „Das war nicht ganz so knapp und hat sich deshalb auch nicht so bitter angefühlt. In diesem Jahr waren wir so nah dran“, sagt Oehns. Dennoch werde er versuchen den verpassten Triumph optimistisch zu sehen. „Nach dem Aufstieg ist vor dem Aufstieg. Und natürlich werden wir auch im nächsten Jahr die Herausforderung annehmen und alles geben“, so der Trainer. Verzichten mussten die Wathlinger am Sonntag auf Cedric Cammann, der zeitgleich in Coburg bei der Qualifikation für die Junioren-Europameisterschaften in Moskau antrat. „Er ist ein wichtiger Schütze für uns, aber es ist müßig darüber nachzudenken, ob es mit ihm geklappt hat“, so Oehns.

Für Cammann griff Jan-Oliver Waßmann zur Luftpistolen, der wie Cammann im Durchschnitt auf 371 Ringe pro Durchgang kommt. Er erreichte 362 Ringe und steigerte sich auf 373 Ringe. „Meine Leistung war ganz okay, aber für den Aufstieg hat sie auch nicht gereicht“, so Waßmann ernüchtert. Torben Wolf zeigte in der ersten Runde mit 372 Ringen eine tadellose Leistung, im zweiten Durchgang kam er auf 365. Christian Oehns erreichte 375 und 373 Ringe. Dimitriy Dashevskiy zeigte mit 367 und 364 Ringen eine solide Leistung, konnte am verpassten Aufstieg jedoch auch nichts ändern.

Von David Sarkar