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Fußball regional Weihnachts-Gala für die Fans
Sport Fußball regional Weihnachts-Gala für die Fans
17:17 04.12.2011
Von Jürgen Poestges
Fuflball-Landesliga: TuS Celle FC (blau-gelb) - VfL Stade Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

Es war so etwas wie ein magischer Moment, passend zur Weihnachtszeit. Fünf Minuten waren noch zu spielen, da schallte es durch das alt-ehrwürdige Günther-Volker-Stadion: „Oh, wie ist das schön...". Fußball-Landesligist TuS Celle FC führte zu diesem Zeitpunkt mit 8:0 gegen den VfL Stade. So hieß es auch nach 90 Minuten. „Das war doch mal ein schöner Abschluss des Jahres. Da gibt es sicher nicht viel zu meckern", meinte TuS FC-Abwehrrecke Oliver Purcha lachend.

Und fürwahr hatte auch sein Trainer Uwe Hicksch nichts zu bemängeln nach dem Kantersieg. „Vor allen Dingen in der ersten Halbzeit haben wir mit Sicherheit den besten Fußball der Saison gezeigt." Das Konzept des Coaches, mit drei Stürmern zu beginnen, war aufgegangen. Die Gäste aus Stade waren völlig überfordert. Und die drei Stürmer Christopher Lemp, Marco Kirsch und Benjamin Zeising teilten sich die Treffer auf. Kirsch traf zum 1:0 (12.), 4:0 (26.) und 5:0 (40.). Lemp erzielte das 2:0 (14.), 3:0 (24.) und 8:0 (78.). Dazwischen war dann auch Zeising zum 6:0 (45.) und 7:9 (73.) erfolgreich.

Von Beginn an setzten die Hausherren die Stader unter Druck. Die Gäste kamen mit der sehr offensiven Aufstellung der Celler überhaupt nicht klar. Immer wieder kam der Pass aus dem Mittelfeld in die Schnittstelle der Stader Abwehr, der den Celler Angreifer alleine auf das gegnerische Tor zustürmen ließ. Schon dem frühen 1:0 hatten Zeising (9.), dessen Kopfball von der Linie gekratzt wurde, und Lars Lutschewitz, der mit einem Kopfball an Gäste-Keeper Dennis Bock scheiterte, die Führung auf dem Fuß.

Mit der Führung im Rücken wurden die Celler Spielzüge immer sicherer. Die meisten Meilen auf dem Platz machte sicherlich TuS FC-Torhüter Eike Mach, der sich ständig vor seinem Strafraum hin und her bewegte, um sich warm zu halten. Die Stader versuchten, mit langen Bällen das Mittelfeld zu überbrücken, kamen damit aber zumindest in Halbzeit eins nicht ein mal näher als 25 Meter vor das Celler Tor.

Nach dem Wechsel, mit einem 6:0-Vorsprung im Rücken, schalteten die Celler einen Gang zurück. „Da kann ich keinem einen Vorwurf machen", meinte Hicksch. „So lange sich da kein Leichtsinn einschleicht, habe ich da schon Verständnis dafür." Da Stade nun auch eher darauf bedacht war, die Abfuhr in Grenzen zu halten, entwickelte sich ein eher schwaches Spiel ohne große Höhepunkte.

Kevin Klützke war es vorbehalten, in der 64. Minute zum ersten Mal Mach zu prüfen, als er aus 16 Metern abzog. Drei Minuten später setzte er einen 16-Meter-Schuss von halb rechts am langen Pfosten vorbei. Das war es dann aber auch schon mit Stader Chancen.

Stattdessen zog der FC das Tempo wieder etwas an, die Folge waren die Treffer zum 7:0 und 8:0. „Der VfL Stade hat vor zwei Wochen das Stadtderby gegen Güldenstern mit 3:1 gewonnen, die wollten hier sicherlich keine acht Tore bekommen", stellte der TuS-Trainer klar, dass man nicht gegen eine „Gurkentruppe" gespielt habe.

Zum Jahresausklang reisen die Celler nun am kommenden Sonntag (14 Uhr) zum MTV Treubund Lüneburg. „Und da", sagt Purcha, „da wollen wir jetzt auch noch einen nachlegen."