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Fußball regional Westercelle muss in Etelsen Ladehemmung loswerden
Sport Fußball regional Westercelle muss in Etelsen Ladehemmung loswerden
12:23 15.09.2017
Von Heiko Hartung
VfL-Mittelfeldspieler Maurice Thies (rechts) könnte gegen Etelsenim Sturmzentrum auflaufen, um die Westerceller Torflaute zu beenden. Quelle: Michael Schäfer
Westercelle

Denn Kai Broschinski (26) und der letztjährige Torjäger Marcel Sefczyk (28, 34 Tore in der Bezirksliga) haben unübersehbare Fitness-Defizite. „Kai haut sich im Training voll rein, hat aber immer noch Aufholbedarf aus einer Phase, als er monatelang wegen Rückenproblemen kein Fußball gespielt hat“, sagt Vollmer. Sefczyk könne aus familiären Gründen nur zwei, statt dreimal pro Woche trainieren. Vollmer hat dafür Verständnis, sagt aber auch: „Seine Durchschlagskraft und seine Qualität im Strafraum fehlen uns sehr.“ Über die Jokerrolle kommen beide Stürmer derzeit nicht hinaus, getroffen haben beide noch nicht.

So steht seit Wochen Nils Wittenberg (25) als Einzelkämpfer im Westerceller Sturm. Doch auch er durfte noch nicht über ein eigenes Tor jubeln – trotz einiger guter Chancen. „Bei Witto muss der Knoten platzen. Wenn der einmal trifft, läuft es“, ist sich Vollmer sicher.

In Etelsen wäre ein idealer Zeitpunkt, die Ladehemmungen loszuwerden. Mit jeweils drei Punkten stehen TSV und VfL im Tabellenkeller. „Beide Teams stehen enorm unter Druck. Der Gewinner hält Anschluss ans Mittelfeld, der Verlierer bleibt vorerst unten drin“, urteilt der VfL-Coach über dieses „richtungsweisende Spiel“.

Die etablierten „Schlosspark-Kicker“ waren in der vergangenen Saison noch starker Fünfter, kommen in dieser Saison aber nicht richtig in die Puschen. Besonders die Etelser Abwehr wackelt: Schon 14 Gegentore. „Die haben ihre Stammformation auch noch nicht gefunden“, sagt Vollmer und fügt süffisant an: „Wäre schön, wenn wir da endlich unser erstes Auswärtstor schießen würden.“

Bislang steht in der Fremde die Null, „auch weil vorne oft falsche Entscheidungen getroffen werden“. Noch ein Querpass, statt den Abschluss zu suchen. „Wir müssen öfter auf die Hütte schießen“, fordert Vollmer. Gut möglich, dass Wittenberg dabei Unterstützung bekommt. „Vielleicht ziehen wir Alexander Laube oder Maurice Thies mit nach vorne ins Sturmzentrum“, überlegt Vollmer. Beide Spieler gehören bislang zu den formstärksten Westercellern – und zumindest Thies weiß, wie es sich anfühlt, in der Landesliga ein Tor zu schießen: Er traf bereits gegen Uelzen beim bisher einzigen VfL-Sieg.