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Fußball regional Westercelle ohne Struktur und Ordnung
Sport Fußball regional Westercelle ohne Struktur und Ordnung
20:00 25.03.2018
Von Jürgen Poestges
Quelle: Oliver Knoblich
Westercelle

Beide Treffer in der 50. und 54. Minute fielen nach Ecken. Zunächst hatte Marcel Ziemann fünf Meter vor dem Tor den Fuß eher aus Zufall da, wo der Ball gerade vorbeischaute. Beim zweiten Gegentor spielte Manuel Detje seine ganze Körpergröße aus, sprang höher als jeder andere im Westerceller Strafraum und köpfte in die Maschen.

„Harsefeld ist sicherlich keine Laufkundschaft, die waren immerhin Zweiter“, erklärte VfL-Trainer Axel Güllert. „Aber natürlich muss da von uns mehr kommen. Dass wir das können, haben wir schon einige Male gezeigt.“

Und fürwahr zeigte seine Mannschaft eigentlich über die kompletten 90 Minuten nicht, was sie eigentlich drauf hat. Der Wille war zu erkennen, aber an diesem Tag fehlten schlicht die Mittel. Zu wenig Akteure zeigten Normalform. Viel zu oft wurde der Ball nur lang nach vorne gedroschen, von wo er postwendend wieder zurückkam. „Wir haben es nicht verstanden, den Ball mal länger in der Hälfte der Harsefelder zu halten und haben wir vor allen Dingen im Mittelfeld zu viele Zweikämpfe verloren. Und deswegen auch nie richtig Kontrolle über die Partie bekommen“, analysierte Güllert. „Und es lief bei uns viel zu viel über die Zentrale. Wir wollten über die Flügel Druck machen, das ist uns eigentlich nur in der ersten Hälfte wirklich gelungen.“

Ihre stärksten Szenen hatten die Hausherren in den ersten 25 Minuten. Da war es vor allen Dingen der insgesamt überzeugende Alexander Laube, der sich über die linke Seite schön durchsetzte, dessen Pässe nach innen aber immer abgeblockt wurden. In der 23. Minuten segelte ein Schuss aus sieben Metern von halb links knapp am langen Pfosten vorbei.

Zweimal musste vor der Pause Westercelles Torhüter Jannick Heuer eingreifen. In der 27. Minute parierte er einen präzisen Flachschuss von René Kracke in linke Eck. Fünf Minuten später drehte er einen harten Ball von Dennis Osuch um den Pfosten zur Ecke.

Den letzten Achtungspunkt vor der Pause setzte dann wieder Laube. Sein Volleyschuss aus 16 Metern flog knapp am rechten Pfosten vorbei.

Nach der Pause wurde die Partie immer zerfahrener. Hüben wie drüben blieben klare Möglichkeiten aus, beiden Teams fehlte die Struktur im Spiel. Nach dem Harsefelder Doppelschlag in der 50. und 54. Minute hatten die Gäste dann lange die Kontrolle über die Partie. Die Westerceller wurden zusehends nervöser, waren immer häufiger mehr mit sich und ihren Mitspielern beschäftigt als mit dem Spiel. Die einzige Torchance in Hälfte zwei hatte acht Minuten vor dem Ende Kai Broschinski, als er aus sieben Metern am gegnerischen Torhüter Fabiano Curia scheiterte.

Diese Niederlage war noch bitterer als die deftige 2:8-Pleite im Hinspiel. „Das tut richtig weh, weil wir hier mindestens einen Punkt verdient hatten. Wir haben uns ganz anders präsentiert als im Hinspiel. Aber uns fehlt einfach die Effektivität, die unser Gegner leider hatte“, ärgerte sich Frank Steinkuhl, Co-Trainer des Fußball-Oberligisten MTV Eintracht Celle, nach dem 1:2 auf Kunstrasen beim FC Eintracht Northeim.

Oliver Schreiber 25.03.2018

Als der Halbzeitpfiff auf dem Platz des SV Arminia Hannover ertönte, war mit einem Westerceller Kantersieg noch nicht zu rechnen. Die U19 des VfL hatte sich zu einer knappen Führung gemüht – und drehte nach dem Seitenwechsel so richtig auf: Mit einem 7:0-Erfolg über den Tabellenletzten der A-Junioren-Niedersachsenliga starteten die Schwarz-Gelben nahezu perfekt in das mit Verspätung gestartete Fußballjahr. „Nach der ersten Halbzeit war nicht damit zu rechnen, dass der Erfolg so deutlich ausfällt“, gab Trainer Ulrich Busse zu.

25.03.2018

Die Celler Fußballer richten weiter bange Blicke gen Himmel. Die Wetterprognosen für die nächsten Tage bis einschließlich Ostern sagen weitere Niederschläge voraus, die Plätze können einfach nicht richtig abtrocknen. Weitere Spielabsagen sind zu befürchten – und das wäre gerade am Ostersamstag und Ostermontag, an denen landesweit unzählige Nachholpartien angesetzt sind, fatal. Denn schon jetzt gibt es kaum noch Ausweichtermine für die Klubs. Wohl dem, der über einen Kunstrasenplatz verfügt. Die Notwendigkeit dafür wird auch in der Celler Politik gesehen. Darin sind sich die acht Fraktionen im Celler Stadtrat überwiegend einig, wie eine CZ-Umfrage ergeben hat.

Oliver Schreiber 23.03.2018