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Fußball regional Wieckenberger Schützinnen versagen die Nerven
Sport Fußball regional Wieckenberger Schützinnen versagen die Nerven
18:48 17.10.2016
Von Uwe Meier
Volle Konzentration: Auf Constanze Rotzsch war bei den beiden Auswärtswettkämpfendes SV Wieckenberg in Gölzau Verlass. Doch auch ihre guten Leistungenkonnten die beiden Niederlagen ihres Teams nichts verhindern. Quelle: Michael Schäfer
Wieckenberg

So langsam ist inzwischen auch der Puls von Horst-Dieter Ruschel wieder auf der normalen Schlagzahl angekommen. Der Vorsitzende des SV Wieckenberg war live dabei gewesen, als sich das Glück im sachsen-anhaltischen Gölzau einfach nicht auf die Seite seiner Schützinnen schlagen wollte. „Das war unglaublich spannend“, sagte er nach den beiden Wettkämpfen und glitt dann in die Fußballersprache ab. „Wir haben in beiden Wettkämpfen drei Elfmeter nicht verwandeln können.“ Gleichzeitig haderte er ein bisschen mit dem Schicksal. „Gegen uns schießen die immer wie die Feuerwehr“, so Ruschel und sprach damit die starken Leistungen an, die die gegnerischen Riegen gegen die Wieckenberger erbringen.

So war es auch gegen SV Gölzau. Deren Nummer eins Illia Charheika schoss mal eben 399 von 400 möglichen Ring. Die waren für Stine Holtze Nielsen (390) zu viele. Die dänische Weltklasseschützin in Diensten des SV Wieckenberg war nach einer Pause, die sie nach den Olympischen Spielen in Rio eingelegt hatte, ohnehin noch nicht in Form.

Ihre Niederlage und die von Tina Lehrich glichen Constanze Rotzsch und Claire-Luisa Ruschel aus. Den Sieg hatte Anne Kowalski im Visier. Sie lag vor den letzten drei Schüssen gegen Richard Bennemann noch in Führung. Doch die Nerven spielten nicht mit – eine 8 und zwei 9er und der Sieg war dahin. „Mit dem Sieg hatten wir zwar nicht unbedingt gerechnet“, meinte Ruschel. „Aber er wäre möglich gewesen.“

Dass Kowalski es besser kann, bewies sie am darauffolgenden Tag gegen den Wissener SV, gegen den sie 395 Ring erzielte. Auch Constanze Rotzsch spielte einmal mehr ihre Routine aus und holte einen Punkt für Wieckenberg. Doch damit hatte es sich dann auch schon. Holtze Nielsen unterlag trotz guter 397 Ring, und Jana Eckhard blieb an Position fünf mit 386 Ring hinter den Erwartungen zurück. „Vielleicht haben wir die falsche Aufstellung gewählt“, so Ruschel. Eckhard war beim Einschießen zwar richtig gut im Form, aber im Wettkampf machten die Nerven einen dicken Strich durch die Rechnung.

Die Nerven spielten auch Tina Lehrich einen Streich. Sie hatte nach der ersten 10er-Serie mit vier Ring in Führung gelegen. Auch in der vierten Serie lag Lehrich gegen Nicole Juchem noch in Front, um sich dann mit einer Acht aller Siegchancen zu berauben.

In zwei Wochen stehen für die Wieckenbergerinnen die nächsten Wettkämpfe an. In Baunatal geht es dann KKS Nordstemmen und SG 1920 Mengshausen. Gegen beide hat der SV Wieckenberg Siegchancen – und vielleicht auch mal die nötige Portion Glück.