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Fußball regional Wietzenbruch schlägt auch Spitzenteam Schneverdingen
Sport Fußball regional Wietzenbruch schlägt auch Spitzenteam Schneverdingen
20:48 17.09.2017
Wietzenbruchs Moussa Doumbouya (Mitte,hier im Duell mit Erik Bossat) erzielte den wichtigen Ausgleich gegen Schneverdingen. Quelle: Oliver Knoblich
Wietzenbruch

Dabei hatte es in der Anfangsphase des Spiels ganz und gar keinen Grund zum Jubeln gegeben. Die Gastgeber standen nicht eng genug am Mann und zeigten zu wenig Laufbereitschaft. Bereits in der dritten Spielminute sorgte Stürmer Steven Sieling nach einem Konter für die Führung der Schneverdinger. „Die haben uns mit ihren schnellen Angriffen ganz schön zugesetzt. Da hatten wir richtig Glück, dass wir nicht höher in Rückstand geraten sind“, meinte Bergmann. So war es Torwart Niels Petersen, der in höchster Not gegen den alleine auf ihn zustürmenden Sieling rettete. Doch noch vor der Pause drehte der SCW das Spiel. Nach einer zügig gespielten Kombination markierte Moussa Doumbouya das 1:1 (39.). „Das war zu schnell für Schneverdingen – ein super Spielzug“, kommentierte Bergmann diesen Treffer. Einem einstudierten Eckball folgte sogar das 2:1 durch Carlo Tittl (45.).

Nach dem Wechsel traten die Wietzenbrucher den technisch und spielerisch überlegenen Gästen mit viel Kampf entgegen. So kam es zu einem ausgeglichenen Schlagabtausch. Der 2:2-Ausgleichstreffer fiel, als die SCW-Abwehr den Ball nicht vor der eigenen Torlinie klären konnte (65.).

Fünf Minuten vor Spielende hatte der SCW dann das Glück des Tüchtigen. Mathias Winkler holte einen Strafstoß heraus, Kais Manai verlud den Gästekeeper und verwandelte zum 3:2-Siegtreffer. „Ob dieser Erfolg nun verdient ist oder nicht, interessiert mich nicht. Fakt ist, dass wir mit einem insgesamt nur durchschnittlichen Auftritt trotzdem ein Spitzenteam geschlagen haben“, so Bergmann, der besonders die Leistung von Torwart Petersen hervorhob. „Niels spielt schon seit Wochen mit Rückenschmerzen, stellt sich aber trotzdem in den Dienst der Mannschaft, deren großen Charakter er verkörpert“, betont Bergmann.

Von Jochen Strehlau