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Fußball regional Winser Pioniere: Kunstrasenplatz für Fußballer im neuen Sportpark
Sport Fußball regional Winser Pioniere: Kunstrasenplatz für Fußballer im neuen Sportpark
18:07 15.03.2018
Von Oliver Schreiber
Winsen (Aller)

Als Alternative steht ein Naturrasenspielfeld im Raum. Dies wäre allerdings wenig sinnvoll. Denn die beiden einzigen Winser Fußballklubs SSV Südwinsen und SV Meißendorf würden wohl kaum ihre Sportanlage verlassen, um im neuen Sportpark zu kicken. Mit einem Kunstrasenplatz rennt die Gemeinde bei den Vereinen hingegen offene Türen ein. „Ein Kunstrasenplatz wäre ein Geschenk, weil wir dann die Möglichkeit hätten, durchgängig auch im Winter zu trainieren. Und wir könnten besser auf Spielausfälle reagieren“, meint Marvin Köhler, Sportwart des SSV Südwinsen.

Christian Meyer, Vorsitzender des SV Meißendorf, haut in die gleiche Kerbe: „Wir würden uns freuen, wenn es so kommt. Ein Kunstrasenplatz wäre natürlich optimal, vor allem im Hinblick auf den Spielbetrieb. Und die Absprachen zwischen den Vereinen in der Gemeinde laufen gut.“

Die Nutzungsmodalitäten sind angesichts der noch ausstehenden Entscheidung durch die Winser Politik noch nicht geklärt. Wie es gehen könnte, zeigt die Stadt Munster mit ihren rund 15.000 Einwohnern. Dort gibt es bereits seit den Achtzigerjahren einen Kunstrasenplatz, der zuletzt 2009 saniert worden ist. Die Anlage wird von der Stadt betrieben, die Spielfläche dementsprechend vermietet. „Wir nehmen momentan pro Stunde Spielzeit 25 Euro. Da kommen am Ende natürlich keine Unsummen an Einnahmen zusammen. Angesichts der Wetterlage in diesem Winter hatten wir natürlich mehr Buchungen. Auch von Vereinen aus Lüneburg, Uelzen und natürlich auch Celle“, sagt Susanne Bestmann, bei der Stadt Munster für Gebäudemanagement verantwortlich.

Die fünf Munsteraner Vereine haben bei der Nutzung das Vorrecht, nichtsdestotrotz bleiben noch genügend Zeiten für auswärtige Mieter übrig. „Am Wochenende gibt es bei uns beispielsweise für Fußballspiele einen Zwei-Stunden-Takt von 9 bis 21 Uhr“, erläutert Bestmann. Theoretisch könnten also an einem Wochenende bis zu zwölf Partien durchgezogen werden.

„Wie wir das in Winsen handhaben werden, müssen wir noch klären. Natürlich diskutieren wir auch die Möglichkeit, als Gemeinde Mieteinnahmen zu generieren. Wir wollen da aber auf jeden Fall die Winser Vereine mit ins Boot holen. Im Fußball könnten wir hier einen kleinen Aufschwung gebrauchen. Und durch die Verbesserung der Infrastruktur durch den neuen Sportpark sind zumindest die Voraussetzungen dafür geschaffen“, glaubt Oelmann.

Die Gemeinde Wietze hat in ihrem Sportpark mit einem kleinen Kunstrasenplatz bereits gute Erfahrungen gemacht. Auch hier ist die Nachfrage der Wietzer und auch anderer Celler Fußballer im Winter groß. Dies wird in Winsen nicht anders sein. Die Gemeinde schafft mit dem Sportpark, für den insgesamt rund sieben bis acht Millionen Euro investiert werden, für seine Sportler ein kleines „Paradies“. Mit dem Bau eines großen Kunstrasenplatzes für rund 500.000 Euro wären die Winser Pioniere im Landkreis. Und liefern damit vielleicht eine Steilvorlage für andere Kommunen in der Region Celle.

Eines kann man dem Frauenteam des ESV Fortuna Celle nicht vorwerfen. Aufgeben ist für das Team keine Option. Es hält sich strickt an die Maxime von Oliver Kahn: „Weiter, weiter, immer weiter“, hatte der Torwart-Titan einmal geäußert. Und selbst dann, wenn es für die Fußball-Regionalligisten aus Celle an eine scheinbar unlösbare Aufgabe geht. Am Sonntag (Spielbeginn 15 Uhr) geht es für das Team von Trainer Klaus Verseck zum Spitzenreiter Bramfelder SV. „Wir werden auf jeden Fall weiterkämpfen“, sagt der Coach des Ligaletzten.

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