Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional Wo Reiter und Pferd zu eins werden: Hohes Niveau beim Polo in Rixförde
Sport Fußball regional Wo Reiter und Pferd zu eins werden: Hohes Niveau beim Polo in Rixförde
19:22 23.05.2018
Quelle: Ines von Frantzius
Rixförde

Silke Clausing hat es sich mit ihrer Familie auf einer Decke gemütlich gemacht. Mit Schwester Birgit Griese, Schwager Thomas Griese und Mutter Helga Brunswicker ist sie aus der Wedemark angereist. Polo ist für die Gruppe schon eine „Familiensache“. Denn auch Clausings Tochter und Schwiegersohn sind als Helfer des Rhein-Polo-Clubs beim Turnier unterwegs. „Hier herrscht ein ganz besonderes Flair“, sagt Birgit Giese (54). Es wirke internationaler, professioneller und die Anlage sei sehr gepflegt, findet die 82-jährige Brunswicker. Für den Tag in der Sonne ist die Gruppe perfekt ausgestattet, wie viele Familien sind auch sie mit einem Picknickkorb angereist. Mit Rhabarber-Schorle, Käsewürfeln, Sekt und weiteren Naschereien freut sich die Familie über den entspannten Tag in der Sonne.

Wer wirklich edel und elegant ist, befindet sich auf dem Rasenfeld, das rund sieben Mal so groß ist wie ein Fußballfeld: die Poloponys. „Die Ohren der Pferde sind nach vorne gerichtet. Sie sind voll im Spiel und wissen, was gleich passiert“, kommentiert Maiti. Das heutige Polopony geht meist auf die Kreuzung von argentinischen Criollos und Englischen Vollblütern zurück. Die etwa 150 bis 160 Zentimeter großen Pferde sind mit ihrem hohen Tempo und ihrer ausgeprägten Wendigkeit perfekt für das Polospiel geeignet. „Die Pferde haben Spaß an dem Wettrennen“, erklärt Maiti. Der Schutz der Tiere habe oberste Priorität. „Meldet ein Spieler, das er Bedenken über den Zustand seines Pferdes hat, wird das Spiel angehalten“, erklärt das Mitglied des Rixförder Poloclubs. Stürzt jedoch ein Reiter, wird nur dann abgepfiffen, wenn der Spieler sichtlich verletzt ist.

„Der Ehrgeiz der Pferde und ihre Bissigkeit sind beeindruckend“, sagt Anna Prieß. Für die 16-Jährige aus Wienhausen ist der Besuch eines Polo-Spiels eine Premiere. Auch ihre Cousine Julia Fricke (19) ist sichtlich begeistert: „Es ist spannend und actiongeladen.“ Die Schnelligkeit der Tiere mache den Sport so interessant, gibt die Hänigserin an. Wenn die Pferde auf der langen Außenbahn mit bis zu 60 Kilometer pro Stunde nur wenige Meter an den Zuschauer vorbei galoppieren, kommen die Beobachter auf ihren Picknickdecken, Bänken und Kissen ins Staunen. Lediglich eine etwa 30 Zentimeter hohe Bande und wenige Meter Sicherheitsabstand trennen die jeweils vier Polo-Spieler auf dem Grün von den Gästen. Die Bande wird von den Reitern aktiv ins Spiel eingebunden, sie verlängern dadurch ihre Schläge und geben den Ball eine andere Richtung. Das Spiel verlagert sich häufig auf die Außenseite – sehr zum Gefallen der Zuschauer. Polo wird so für alle Sinne erlebbar, nicht nur für die Augen. Die Anweisungen der Spieler auf dem Feld, das Schnaufen der Pferde und der Aufprall der Bambusschläger auf den tennisballgroßen Hartplastikball sind Musik in den Ohren aller Polo-Enthusiasten.

Zuschauerin Beate Roßbach hat selbst lange Polo gespielt, ihre Faszination rührt aus der besonderen Verbindung, die zwischen Reiter und Pferd herrscht. „Das Einswerden mit dem Tier, das ist ein besonderes Gefühl“, so Roßbach. Die gefragte Vielseitigkeit im Polo fasziniert Maximilian Bosch nach wie vor. Dem Reitsport ist der Clubpräsident schon lange verbunden, doch in der Pubertät stellte sich dem Jungen die Frage, wie es weitergehen sollte. „Dressurreiten war mit zu steif.“ Also entschied sich der damals 13-Jährige für Polo. „Team- und Ballsport, Dynamik und sich auch im Eins-zu-eins durchzusetzen – diese Kombination macht Polo für mich aus“, erzählt Bosch.

Auf den Poloclub Gut Rixförde wartet vom 20. bis 22. Juli schon das nächste Highlight. An dem Wochenende werden die Finalspiele um die Rixförder Polo Trophy ausgetragen. „Acht Weltklasse-Teams mit hochkarätigen Polospielern und mehr als 150 Poloponys“, freut sich Bosch schon jetzt auf das nächste Turnier.

Weil er ein glühender Fan von Borussia Mönchengladbach ist, gilt der junge Mann in der DDR als Unterstützer des Klassenfeindes. Im Jahr 1982 sitzt Wolfgang Großmann, den alle nur Wolle nennen, in einer Zelle der Stasizentrale in Dresden. Er ist Staatsfeind, weil er Anhänger des falschen Vereins ist. Alex Raack, Buchautor und Journalist aus Celle, früher freier Mitarbeiter bei der CZ, hat die besondere deutsch-deutsche Geschichte aufgeschrieben.

Christoph Zimmer 23.05.2018

Empfindliche Strafe für die Jugendfußballer des SC Wietzenbruch: Weil die U18 in einem Kreisligaspiel gleich zwei Kicker ohne Spielerlaubnis eingesetzt hat, muss der Verein eine Geldstrafe in Höhe von 400 Euro bezahlen. Zudem wird die Partie vom 28. April gegen Inter Celle, in der die beiden Spieler zum Einsatz kamen, mit 5:0 Toren für den Gegner gewertet. Die überführten Spieler Benjamin Gerlach und Jean Pierre Raymond Devous werden bis einschließlich 23. Juni gesperrt, der Wietzenbrucher U18-Trainer Timo Liese muss 50 Euro Strafe zahlen und ist bis zum 27. Oktober gesperrt. Die Kosten des Verfahrens trägt der SC Wietzenbruch. So lautet das Urteil des Kreissportgerichts Celle vom vergangenen Donnerstag, das der CZ vorliegt.

Heiko Hartung 23.05.2018

Das Garßener Fußball-Pfingstturnier ist seit 20 Jahren Tradition. Daran erinnerte Ortsbürgermeister Andreas Reimchen, als er am Pfingstsonntag auf der Helmut-Meine-Sportanlage des SV Garßen den Startschuss für den Wettbewerb der Jugendmannschaften gab. „Vielleicht sind ja Teilnehmer aus früheren Jahren heute dabei, um als Eltern ihre Kinder zu unterstützen“, sagte Reimchen. Insgesamt nahmen 37 Mannschaften an der „Talentshow“ teil, um um die begehrten Pokale zu spielen. Die jungen Kicker zeigten dabei den ein oder anderen tollen Trick.

22.05.2018