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Fußball regional „Wölfe“ kommen nach Celle
Sport Fußball regional „Wölfe“ kommen nach Celle
18:29 02.09.2013
Von Heiko Hartung
Wolfsburgs Diego (links) soll am Donnerstag im Celler Günther-Volker-Stadion für - reihenweise Kabinettstückchen sorgen. VfL-Trainer Dieter Hecking (kleines Bild) nutzt - mit seinem Team die Länderspielpause in der Bundesliga für eine Stippvisite beim TuS FC. Quelle: Peter Steffen
Celle Stadt

Unverrichteter Dinge ist Jörg Klindworth am Sonntagnachmittag an sein läutendes Telefon gegangen. Am anderen Ende der Leitung war Olaf Rebbe, Assistent von Wolfsburgs Geschäftsführer Klaus Allofs – ein paar Minuten später hatte der Sportliche Leiter des Fußball-Oberligisten TuS Celle FC die Zusage des VfL Wolfsburg in der Tasche: Der Bundesligist mit Trainer Dieter Hecking kommt am Donnerstag zu einem Testspiel ins Günther-Volker-Stadion. Anpfiff ist um 19 Uhr.

„Die Wolfsburger wollen die Länderspielpause in der Bundesliga nutzen, um weitere Spielpraxis zu sammeln“, erklärt Klindworth den Grund für den kurzfristig abgemachten Kick. „Und da sind wir scheinbar ein interessanter Gegner.“ Bereits im Juli war Hannover 96 zu Gast in Celle – die Bundesligisten geben sich beim TuS FC momentan die Klinke in die Hand.

Den Zuschauern verspricht Klindworth einen attraktiven Fußballabend: „Spieler, die mit ihren Nationalteams unterwegs sind, fehlen natürlich. Aber der VfL hat auch ohne diese Profis ein Team zum Zungeschnalzen.“ Allen voran „Ballzauberer“ Diego. Der Brasilianer steht momentan nicht im Kader der Seleção und soll übermorgen ebenfalls dabei sein – genau wie sein Landsmann, Abwehrchef Naldo. Auch Holland-Stürmer Bas Dost, die früheren deutschen Nationalspieler Christian Träsch und Marcel Schäfer, Neuzugang Daniel Caligiuri oder der Südkoreaner Ja-Cheol Koo werden an der Nienburger Straße aus dem Mannschaftsbus steigen. „Nach dem Spiel kommen auch die Autogrammjäger auf ihre Kosten“, verspricht Wolfsburgs Mediensprecher Florian Mattner.

„In unsere Vorbereitung auf das Punktspiel gegen Jeddeloh zwei Tage später passt das Wolfsburg-Spiel streng genommen nicht perfekt rein“, gibt Uwe Hicksch zu. „Aber wer lässt sich so ein überraschendes Angebot schon entgehen?“, fragt der TuS-Trainer. Für seine Spieler sei das einfach ein Karrierehöhepunkt und Belohnung für die intensive Belastung der vergangenen Wochen und Monate. „Da kann niemand Nein sagen“, so Hicksch. Von der finanziellen Zusatzeinnahme für den klammen Klub ganz abgesehen.

Organisatorisch stellt die kurzfristige Anfrage die Verantwortlichen beim TuS FC vor einige Herausforderungen. „Die Wolfsburger haben natürlich einige Vorgaben zu Ablauf und Verpflegung gemacht, aber das kriegen wir hin“, sagt Klindworth.

Keine Tickets im Vorverkauf: Ein Kartenvorverkauf ist allerdings auf die Schnelle nicht mehr möglich. Die Karten werden ausschließlich an den Tageskassen vorm Stadion verkauft, die zwei Stunden vor Spielbeginn öffnen. Die Tickets kosten neun Euro, ermäßigt sieben Euro. Die Plätze auf der VIP-Tribüne kosten zwölf Euro.