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Fußball regional Zug für Fortuna Celle ist abgefahren
Sport Fußball regional Zug für Fortuna Celle ist abgefahren
21:16 13.05.2018
Am Ball sicher: Fortunas Laura Kantert (links). Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

OSNABRÜCK. „Gegen so eine Mannschaft muss man das Spiel beherrschen“, so der scheidende ESV-Trainer Klaus Verseck. Doch eben das wollte dem ESV nicht gelingen. Bereits nach elf Minuten strapazierten die Fortunen ihre Glücksgöttin. Osnabrück drosch den Ball gegen die Latte. „Eigentlich hätten wir hier schon mit zwei Toren im Rückstand sein müssen“, so Verseck. Doch einen Ballverlust im Mittelfeld nutze Laura Sophie Wolf, um Gretesch mit einem Tor in Führung zu bringen (30.). Die einzige Chance für die Fortunen nutzte Laura Kantert, die den Ball aus 16 Metern Entfernung jedoch nicht einnetzte. Auch Lisa Zimmermann wollte nicht so richtig ins Spiel finden. Eine Oberschenkelverletzung behinderte Celles Top-Scorerin. „Wir haben eigentlich eine Stunde nur mit zehn Spielerinnen gespielt“, erklärt Verseck. Das sei nicht die Zimmermann gewesen, die zuletzt mit ihrem Hattrick glänzte.

Die fehlende Abstimmung des Teams, das mit drei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt wurde, zeigte sich auch beim zweiten Tor der Westniedersachsen. Lena Gosewinkel platzierte ihren Kopfball präzise und brachte Burg Gretesch mit zwei Toren in Front (74.). Ein Treffer, der jedoch seitens der ESV-Trainerbank mit Zweifel behaftet ist. „Es hätte wegen Aufstützens abgepfiffen werden müssen“, so Verseck.

Doch Wehmut will sich beim Trainer nach dem Spiel und der Auflösung der Mannschaft nicht einstellen. „Was dieser kleine Kader gemeistert hat, ist sensationell“, schwärmt Verseck von seinem Team. Der selbstständige Unternehmer will jetzt eine „Fußball-Pause“ einlegen. Das „Abenteuer Fortuna“ habe viel Nerven und Kraft gekostet. „Nicht das Training oder sonntags unterwegs zu sein“, gibt der Trainer an, „das hat Spaß gemacht“, vielmehr seien es die Umstände, die dem ESV-Trainer an die Substanz gingen. „Wir hätten anders dagestanden, wenn die Vorbereitung nicht so katastrophal gewesen wäre.“ Ein zu kleiner Kader, eine durchschnittliche Trainingsbeteiligung von neun Spielerinnen und eine Vorbereitung, die durch die langen Platzsperren nur in der Halle stattfand, zeige sich eben auch in der Leistung.

„Die Mädels haben einen Topjob gemacht“, lobt Verseck sein Team. Doch seitens des Vereins fehle es an Unterstützung. „Das Team hätte mehr verdient.“ Seit fünf Jahren spielt der Eisenbahner-Klub in der Regionalliga, damit ist der ESV gegenwärtig der höchstklassig spielende Fußballverein Celles gewesen. Mit der Auflösung der ersten Mannschaft findet das nun ein Ende. Der Verein habe bereits vor Jahren die Chance verpasst, nach neuen Talenten Ausschau zu halten, meint der scheidende Coach. Damit scheint der Zug in Celle für höherklassigen Frauen-Fußball abgefahren zu sein.

Nach der 2:4-Heimniederlage im „Sechspunktespiel“ gegen den TSV Auetal hat sich die Lage für den TuS Celle FC im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga dramatisch zugespitzt. Die Blau-Gelben verstanden es erneut nicht, eine 2:0-Führung zu behaupten. Jetzt gerät sogar die Verteidigung des Relegationsplatzes, auf dem die Celler gegenwärtig stehen, in allergrößte Gefahr.

13.05.2018

„So viele Tore“, stöhnte Horst Punschus, der auf dem Sportplatz im Brunshagen TuS Eschedes Anzeigentafel bedient. Dann setzte sich Punschus auf sein Fahrrad, um aus dem Schuppen an der anderen Ecke des Platzes neue Ziffern zu holen. Diese wurden auch dringend benötigt, denn der desolate Tabellenletzte der Fußball-Bezirksliga kam gegen den VfL Maschen mit 3:8 heftig unter die Räder. „Heute passte nichts zusammen. Niemand hatte Normalform. Wir haben im Mittelfeld praktisch alle Zweikämpfe verloren“, bekannte TuS-Trainer Sven Ewert.

13.05.2018

Nach zwei Jahren in der Fußball-Kreisliga folgt für den SC Vorwerk der nächste Aufstieg. Mit einem 2:1-Sieg gegen den TuS Bröckel schaffte die Elf von Stefan Mainka vorzeitig den Sprung in den Bezirk. „Es war wichtig, dass wir den Aufstieg vor dem Pokalfinale klar gemacht haben“, schaute Mainka bereits auf Freitag voraus, wenn in Eldingen der TSV Wietze wartet.

13.05.2018