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Fußball überregional Europa League: Unangenehme Aufgaben für Frankfurt und Bayer
Sport Fußball überregional Europa League: Unangenehme Aufgaben für Frankfurt und Bayer
15:21 17.12.2018
Die Frankfurter Fans hoffen auf weitere Siege in der Europa League. Foto: Arne Dedert Quelle: Arne Dedert
Frankfurt (Oder)

Frankfurt/Main (dpa) - Keine Traumlose für Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen in der ersten K.o.-Runde der Europa League: Einen Tag nach dem Bundesliga-Duell bekamen beide Clubs schwierige Gegner aus Osteuropa in der Runde der letzten 32 Teams zugelost.

Gegner der Hessen ist Schachtjor Donezk. Der UEFA-Cup-Sieger von 2009 hatte in der Champions League den dritten Gruppenplatz vor 1899 Hoffenheim erreicht. Die Werkself muss sich mit dem russischen Club FK Krasnodar auseinandersetzen.

«Schachtjor Donezk ist ein schweres Los. Sie sind Meister in der Ukraine und eigentlich eine Champions League-Mannschaft», sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter. «Es ist kein einfaches Los, aber wir müssen uns nicht verstecken, und sind sportlich in der Lage, eine Runde weiterzukommen.» Auch Bayer-Sportchef Rudi Völler reagierte auf den zugelosten Kontrahenten mit einer Mischung aus Respekt und Zuversicht: «Krasnodar ist ein gefährlicher Gegner. Sie sind in der Gruppenphase punktgleich mit Sevilla Zweiter geworden, das sagt eine Menge aus. Aber das Ziel ist ganz klar die nächste Runde.»

Offen ist, wo die Hinpartie der Eintracht am 14. Februar ausgetragen wird. Wegen des Kriegsrechts in Teilen der Ukraine hatte die UEFA zuletzt zwei Spiele an andere Orte verlegt. Hoffenheim hatte am 19. September in Charkiw 2:2 gegen Schachtjor gespielt. Möglich wäre auch Kiew als Austragungsort. Das Rückspiel findet am 21. Februar statt. Die Eintracht hatte die Gruppenphase der Europa League als erster deutscher Club mit sechs Siegen bravourös gemeistert.

Während Frankfurt und Leverkusen erfolgreich auf der europäischen Bühne auftreten, läuft es in der Bundesliga höchst unterschiedlich für die beiden Clubs. «Es ist ein ständiges Hinfallen und wieder Aufstehen», stellte Bayer-Chefcoach Heiko Herrlich nach dem 1:2 vom Sonntag ernüchtert fest. «Ich kann der Mannschaft kein Vorwurf machen, sie hat alles versucht gegen eine Topmannschaft, die gefühlt die beste Saison seit Jahren spielt.»

Der ambitionierte, mit dem Ziel Champions-League-Teilnahme in die Saison gestartete Werksclub liegt nach 15 Spieltagen nur auf Rang elf und hat mehr Spiele verloren (7) als gewonnen (5). Nach dem erneuten Rückschlag am Main steht Herrlich deshalb trotz des Überwinterns in der Europa League und im DFB-Pokal wieder unter Druck. Das Fachmagazin «Kicker» berichtete, dass Bayer beim früheren BVB-Trainer Peter Bosz und bei Marco Rose von RB Salzburg vorgefühlt haben soll. Bosz war schon im Sommer 2017 im Gespräch. Rose gilt eher als heißer Kandidat bei 1899 Hoffenheim für die Nachfolge des in der kommenden Saison zu RB Leipzig wechselnden Julian Nagelsmann.

Woran es den Leverkusener mangelt, konnten sie im direkten Vergleich mit den hessischen Höhenfliegern erkennen. Für Herrlich machte die «unheimliche Körperlichkeit und Aggressivität» der Frankfurter den Unterschied. Bayer-Keeper Lukas Hradecky, der drei Jahre das Eintracht-Tor hütete und erstmals an die alte Arbeitsstätte zurückkehrte, formulierte es so: «In Leverkusen haben wir eine talentierte Mannschaft, aber die Qualität einer männlichen Mannschaft fehlt uns ein bisschen.»

Dagegen blickt Frankfurt dem Rhein-Main-Derby bei Mainz 05 und dem Topspiel gegen Bayern München mit großem Selbstbewusstsein entgegen. «Wir wollen ähnlich gute Spiele machen wie gegen Bayer», kündigte Eintracht-Verteidiger Danny da Costa an.

Die Spiele des 1/16-Finales der Europa League:

Von dpa Monia Mersni und Holger Schmidt Von Andreas Schirmer

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