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Fußball überregional Elfmeter-Krimis, späte Tore und eine Überraschung
Sport Fußball überregional Elfmeter-Krimis, späte Tore und eine Überraschung
07:21 01.11.2018
Die Schalker feiern nach dem Elfmeterkrimi in Köln den Achtelfinal-Einzug. Foto: Rolf Vennenbernd Quelle: Rolf Vennenbernd
Reus

Berlin (dpa) - Ausschließlich Erst- und Zweitligisten stehen im Achtelfinale des DFB-Pokals. Allerdings lösten Vizemeister FC Schalke 04 und der 1. FC Nürnberg ihre Zweitrunden-Aufgaben beim 1. FC Köln und bei Hansa Rostock erst im Elfmeterschießen.

Kapitän Marco Reus erlöste Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund gegen Union Berlin mit einem verwandelten Foulelfmeter kurz vor dem Abpfiff der Verlängerung.

ELFMETER-THRILLER: Trotz eines 0:1-Rückstands bis zur 88. Minute gewann der FC Schalke 04 noch mit 6:5 im Elfmeterschießen beim 1. FC Köln. Ein Handelfmeter von Nabil Bentaleb hatte Schalke in die Verlängerung gerettet. Im Shoot-out besiegelte ausgerechnet der gebürtige Kölner Mark Uth mit seinem verwandelten Elfmeter das Weiterkommen. Auch Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg musste bis zum Ende zittern und rettete sich beim Drittligisten Hansa Rostock erst durch das 4:2 im Elfmeterschießen in die nächste Runde.

SPÄTER REUS: Alles war bereit für ein dramatisches Elfmeterschießen, dann gab es doch noch die Entscheidung in der Verlängerung. Mit einem verwandelten Foulelfmeter erlöste Kapitän Marco Reus die B-Elf von Borussia Dortmund gegen Zweitligist 1. FC Union Berlin. Der Spitzenreiter der Bundesliga hatte beim 3:2 große Mühe. «Druck habe ich beim Elfmeter nicht verspürt», sagte Matchwinner Reus mit Bezug auf seinen Siegtreffer in letzter Minute.

DOPPELTER WERNER: Keine drei Minuten stand Timo Werner auf dem Platz, da schoss er seinen ersten Treffer, kurz darauf folgte Nummer zwei. Mit seinem Doppelpack führte der Nationalstürmer RB Leipzig zum 2:0-Erfolg gegen Bundesliga-Konkurrent 1899 Hoffenheim. «Ich freue mich, dass ich reingekommen bin und der Mannschaft helfen konnte», sagte der 22-Jährige. Erst zum zweiten Mal in der kurzen Clubgeschichte steht RB im Achtelfinale.

KATZENJAMMER: «Es ist zum Kotzen, das wir jedes Mal im DFB-Pokal zeitig ausscheiden. Wir haben verdient verloren. Der Gegner war besser. Zum Glück geht es schon am Wochenende weiter», sagte Karim Demirbay von der TSG Hoffenheim nach der Pleite in Leipzig. Auch Trainer Christian Streich war nach dem Aus des SC Freiburg beim Zweitligisten Holstein Kiel (1:2) nicht glücklich: «In der ersten Halbzeit haben wir nach super Start Kiel aufgebaut. Die zweite Halbzeit war viel besser, entscheidend war aber, dass wir in die Spitze nicht gut genug gespielt haben.»

WIE GEHT ES WEITER: Die Achtelfinal-Begegnungen werden erst im neuen Jahr angepfiffen, sie finden am 5. und 6. Februar statt. An beiden Tagen werden jeweils zwei Partien um 18.30 Uhr und zwei Spiele um 20.45 Uhr ausgetragen. Ausgelost wird am Sonntag um 18.00 Uhr live in der ARD. Serdal Celebi, der als Blindenfußballer beim FC St. Pauli spielt, wird im Dortmunder Fußballmuseum die Kugeln ziehen. Als Ziehungsleiter wird Horst Hrubesch, der Frauen-Nationaltrainer, bei der Auslosung dabei sein.

Was für ein Drama im DFB-Pokal: Zwei Bundesligisten schaffen erst im Elfmeterschießen den Sprung ins Achtelfinale. Ein Kapitän rettet sein Team. Im hohen Norden gelingt einem Zweitligisten ein Coup.

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