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Fußball überregional HSV fällt nach Debakel von der Tabellenspitze - Köln vorn
Sport Fußball überregional HSV fällt nach Debakel von der Tabellenspitze - Köln vorn
16:36 23.09.2018
Hamburgs Aaron Hunt hält sich nach seinem verschossenen Elfmeter die Hände vor das Gesicht. Foto: Daniel Bockwoldt Quelle: Daniel Bockwoldt
Köln

Düsseldorf (dpa) - Der 1. FC Köln geht als Tabellenführer in die erste englische Woche der Zweitliga-Spielzeit. Der Hamburger SV dagegen stürzte durch eine desaströse 0:5-Heimpleite gegen Jahn Regensburg von der Spitze.

Hinter den Rheinländern (13 Punkte) konnte der HSV (12) dank der 0:2-Niederlage der SpVgg Greuther Fürth beim 1. FC Heidenheim aber immerhin noch Platz zwei behaupten. Dritter nach sechs Spieltagen ist der VfL Bochum (11) vor den punktgleichen Fürthern. Einen Sprung nach vorn verpasste der SC Paderborn, der im Aufsteiger-Duell mit dem 1. FC Magdeburg in der Nachspielzeit noch den Ausgleich zum 4:4 hinnehmen musste.

Mit einem Hattrick (11. Minute/21./35.) schockte der Regensburger Sargis Adamyan den HSV früh. Der armenische Nationalspieler düpierte mit seinem Dreierpack die gesamte HSV-Abwehr. Dass Aaron Hunt kurz vor der Pause mit einem schwach geschossen Elfmeter an Jahn-Keeper Philipp Pentke scheiterte, passte ins Bild beim schwachen Bundesliga-Absteiger. Marcel Correia (53.) und Jann George (75.) machten das Debakel und die höchste Zweitliga-Pleite des HSV perfekt.

«Wir sind richtig unter die Räder gekommen. Es war ein gebrauchter Tag. Fast jeder Schuss des Gegners war gefühlt ein Treffer», sagte Hunt frustriert. «Das zieht sich schon durch die letzten Wochen. Wir laden den Gegner zum Toreschießen ein. So kann man auch in der 2. Liga nicht verteidigen.» Trainer Christian Titz wollte die Pleite erstmal sacken lassen. «Aber die Fehler werden natürlich klar angesprochen.» Einen weitaus schöneren Tag hatte sein Heidenheimer Kollege Trainer Frank Schmidt. In seinem 400. Spiel als Trainer konnte er sich über den 2:0-Heimsieg gegen Fürth freuen.

Bereits am Samstag war die zweite Trainer-Entlassung der Saison perfekt, nachdem Uwe Neuhaus bei Dynamo Dresden schon im August seinen Job verloren hatte. Der FC Ingolstadt reagierte auf die anhaltende Erfolglosigkeit und beurlaubte einen Tag nach dem 0:1 am Freitag gegen den FC St. Pauli seinen Cheftrainer Stefan Leitl, auch weil die Fans auf die Barrikaden gingen. «Nach den jüngsten Ergebnissen sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir uns auf der Position des Cheftrainers verändern wollen, um die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zu bekommen», begründete Sportdirektor Angelo Vier die Entscheidung. Ingolstadt holte aus sechs Partien nur fünf Punkte.

Ob der neue Trainer der Schanzer bereits am Dienstag beim schweren Auswärtsspiel in Köln die Mannschaft betreut, blieb offen. Der FCI will eine zeitnahe Lösung. «Wir brauchen einen Trainer, der die Liga kennt, Erfahrung hat und ein Anker für die Mannschaft ist», ergänzte Vier.

Eine Woche nach dem 3:5 gegen den SC Paderborn fand Köln mit dem 2:0 beim SV Sandhausen wieder in die Erfolgsspur. Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang bleibt dank des Tores von Louis Schaub und Simon Teroddes achtem Saisontreffer der heißeste Aufstiegsanwärter. Nur zwei Punkte dahinter liegt Ex-Erstligist VfL Bochum auf Rang drei und kann ebenfalls von der Rückkehr in die Bundesliga träumen. Das Team von Robin Dutt verpasste beim 2:2 in Kiel allerdings den vierten Saisonsieg durch den späten Ausgleich von Dynamo-Stümer Janni Serra.

Als einzige Zweitliga-Mannschaft noch ungeschlagen ist Union Berlin nach dem 1:1 bei Arminia Bielefeld. Der MSV Duisburg wartet trotz Führung nach dem 1:2 gegen Erzgebirge Aue weiter auf den ersten Saisonsieg und bleibt mit nur einem Zähler Letzter. «Heute hat die bessere Mannschaft verloren», sagte MSV-Profi Andreas Wiegel.

Vier Niederlagen und nun der erste Zoff: Beim 0:2 gegen die Bayern zeigen sich erste Risse im Schalke-Kollektiv. Nach dem heftigen Disput mit Trainer Tedesco wird Di Santo in unbekanntem Ausmaß sanktioniert. Tedeso geißelt dessen Verhalten nach der Auswechslung.

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