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Fußball überregional Hilfesteller in der Offensive: Nürnberg setzt auf Mintal
Sport Fußball überregional Hilfesteller in der Offensive: Nürnberg setzt auf Mintal
14:51 13.02.2019
Boris Schommers (l) und Marek Mintal beobachten das Training der Mannschaft vom 1. FC Nürnberg. Foto: Daniel Marr/Sportfoto Zink Quelle: Daniel Marr
Nürnberg

Nürnberg (dpa) - Das «Phantom» sprach erstmal nicht. Das verwundert zunächst auch nicht, denn es hört beim 1. FC Nürnberg offiziell immer noch auf den Namen Marek Mintal und der ohnehin zurückhaltende Slowake fungiert auch nur als Interims-Assistent von Interims-Cheftrainer Boris Schommers.

Alleine der Name Mintal besitzt aber Strahlkraft. «Dass Marek dazukommt, darüber freue ich mich sehr. Er ist ein erfahrener Bundesligaspieler, eine Vereinsikone», sagte Schommers nach der ersten Einheit des neuen Trainer-Duos beim Bundesliga-Schlusslicht.

Nach der Trennung von Aufstiegstrainer Michael Köllner bereiten nun Schommers und Mintal, ehemaliger Torschützenkönig der Franken und als Tor-«Phantom» verehrt, die Nürnberger auf das Duell am Montag gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund vor. «Er soll der Mannschaft helfen, damit sie zu mehr Abschlüssen kommt und in der Offensive effektiver agiert», erläuterte Schommers, der bisher Assistent von Köllner war. Wer könnte das beim harmlosen «Club» besser als Mintal?

Wie es sich für eine Vereinslegende gehört, muss nicht zuletzt die Ursprungsgeschichte legendär sein. Und diese besagt, dass Mintal von einem Autohändler entdeckt wurde. Peter Hammer war demnach auf einer seiner Geschäftsreisen in der Slowakei unterwegs. Im Hotelzimmer habe er sich dann abends gerne Spiele der slowakischen Liga im TV angesehen, und dabei fiel Hammer, so erzählte er es einmal selbst, eben ein gewisser Marek Mintal auf, der für den MŠK Žilina Tore schoss.

Die Verbindung zum 1. FC Nürnberg ergab sich der Legende nach dann so, dass der damalige Coach der Franken, Wolfgang Wolf, im Haus von Hammers Mutter wohnte. Wolf brauchte dann nicht nur ein neues Auto, sondern auch noch einen torgefährlichen Mittelfeldspieler. Hammer hatte beides, woraufhin Wolf Mintal in der Slowakei beobachten ließ. Im Sommer 2003 wechselte Mintal dann als zweimaliger slowakischer Torschützenkönig nach Franken.

In Mintals eigener Version von seinem Wechsel spielt noch der Vater von Hammers slowakischer Freundin eine Rolle, so erzählte es Mintal einmal dem Magazin «11 Freunde». Der Vater der Freundin war demnach Trainer in der Slowakei und gab seine Empfehlung an Hammer weiter, der diese Empfehlung wiederum an Wolf weitergab. Für 150.000 Euro sicherte sich der «Club» damals einen Spieler, der heute wie nur wenige andere am Valznerweiher verehrt wird.

Mintal wurde in Nürnberg prompt Torschützenkönig in der 2. Liga, stieg mit dem «Club» auf und wurde auf Anhieb auch Torschützenkönig in der 1. Liga. 2007 gewann er mit den Franken den DFB-Pokal. Mintal hatte eine seltene Antizipationsfähigkeit, wo Zuspiele landen würden. Wie aus dem Nichts macht er seine Tore. Daher stammt auch sein Spitzname «Phantom».

Auch in der Konstellation mit Interims-Chef Schommers agiert Mintal im Hintergrund. Mit einer Überraschung gegen den BVB könnte das Duo Schommers/Mintal Argumente für eine Weiterbeschäftigung sammeln. Da müsse schon «alles passen, damit wir etwas in Nürnberg behalten können», mahnte Schommers völlig zurecht.

Von dpa Von Martin Moravec

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