Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball überregional River Plate - Boca Juniors nach Ausschreitungen verlegt
Sport Fußball überregional River Plate - Boca Juniors nach Ausschreitungen verlegt
07:51 25.11.2018
Die Spieler der Boca Juniors stehen nach der Verlegung auf dem Spielfeld. Mehrere von ihnen wurden verletzt als ihr Bus mit Steinwürfen angegriffen wurde. Foto: Gustavo Ortiz Quelle: Gustavo Ortiz
Pérez

Buenos Aires (dpa) - Das Finale im Copa Libertadores zwischen River Plate und den Boca Juniors ist nach schweren Ausschreitungen vor dem Stadion verlegt worden.

Mehrere Profis der Boca Juniors erlitten Schnittwunden und klagten über Atembeschwerden, als ihr Bus am Samstag von Fans des Erzrivalen River Plate mit Steinwürfen angegriffen wurde. Das Spiel wurde auf den heutigen Sonntag verschoben, wie der Präsident des südamerikanischen Dachverbands Conmebol, Alejandro Domínguez, erklärte. Keiner der beiden Vereine wollte nach den Ausschreitungen antreten. Das Hinspiel im Boca-Stadion war 2:2 (2:1) ausgegangen.

Bocas Kapitän Pablo Pérez musste in einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden, wo eine Augenverletzung des Mittelfeldspielers festgestellt wurde. Mehrere weitere Spieler, unter ihnen Starstürmer Carlos Tévez, wurden von Pfeffer- oder Tränengas getroffen, das durch die zerstörten Fenster in den Bus eindrang.

Die Verlegung des Endspiels wurde erst nach zweifacher Verschiebung des Anpfiffes beschlossen. Tévez erklärte, Boca Juniors befinde sich nicht in dem Zustand, antreten zu können. Die Conmebol wolle sie jedoch zwingen, trotz der Verletzung von Pérez das Finale auszutragen. Drei Mal habe das Team das blaugelbe Trikot an- und wieder ausgezogen, bis endlich die Verlegung auf Sonntag bekanntgegeben wurde.

Die 66.000 Eintrittskarten für das Rückspiel um den Titel der südamerikanischen Champions League waren allesamt an River-Fans verkauft worden. Seit 2013 dürfen in ganz Argentinien wegen zahlreicher Gewalttätigkeiten keine Gästefans mehr ins Stadion. Vor dem Stadion kam es zu zahlreichen Zusammenstößen von Fans ohne Ticket mit der Polizei, bei denen 56 Menschen festgenommen wurden. Es waren 2100 Polizisten im Einsatz.

River Plates Präsident Rodolfo D'Onofrio musste fliehen, als bei einem Gespräch mit dem Sender Fox Sports im einem Gang des Stadions eine Menschenmasse auf ihn zurannte. Die frustrierten Fans suchten den Ausgang. Viele von ihnen hatten bis zu sechs Stunden in der Sonne vergeblich auf den Spielanpfiff gewartet.

Der Sicherheitssekretär der Stadt Buenos Aires, Marcelo D'Alessandro, schrieb die Verantwortung für die Ausschreitungen kriminellen Fans zu, gegen die die Justiz ermittle. D'Alessandro bezog sich auf eine Hausdurchsuchung in der Wohnung eines berüchtigten Anführers von gewalttätigen River-Fans, bei der am Freitag 300 Tickets für das Finale und zehn Millionen Peso (240.000 Euro) beschlagnahmt wurden.

Der illegale Weiterverkauf von Tickets zu Preisen von bis zu umgerechnet 5000 Euro florierte vor dem Finale.

Fotostrecke: River Plate - Boca Juniors nach Ausschreitungen verlegt

Schalke feiert in der unteren Tabellenende gegen Nürnberg einen wichtigen Sieg. Der Erfolg dürfte Coach Domenico Tedesco wieder mehr Ruhe geben. Ein Königsblauer sticht mit zwei Treffern heraus.

24.11.2018

Von wegen Aufholjagd. Der FC Bayern München gibt in der Bundesliga auch gegen Aufsteiger Düsseldorf punkte ab. Dortmund siegt in Mainz. Erster Verfolger ist nun Frankfurt durch einen Auswärtssieg in Augsburg. Ein Dreier in der Fremde gelingt RB Leipzig nicht.

24.11.2018

Für Niko Kovac wird es beim FC Bayern eng. Gegen Benfica Lissabon werde er noch als Trainer auf der Bank sitzen, sagt Uli Hoeneß. Aber die Generalkritik des Präsidenten nach dem nächsten Tiefschlag gegen Aufsteiger Düsseldorf ist fatal für den Coach. Der ist total «sauer».

24.11.2018