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Fußball überregional Trainer Kohfeldt verteidigt Werder
Sport Fußball überregional Trainer Kohfeldt verteidigt Werder
07:21 17.09.2018
Florian Kohfeldt (M) rief seine Mannschaft nach Spielschluss noch einmal zusammen. Foto: Carmen Jaspersen Quelle: Carmen Jaspersen
Werder

Bremen (dpa) - Die neue Bundesliga-Saison hatte noch nicht einmal begonnen, da ging man bei Werder Bremen schon in die Offensive. «Wir wollen nach Europa», sagte Geschäftsführer Frank Baumann. «Das ist unser Saisonziel.»

Beim enttäuschenden 1:1 (1:0) gegen den 1. FC Nürnberg war gut zu beobachten, dass diese forschen Aussagen den Verein nun immer wieder einholen - im Guten wie im Schlechten.

In Bremen ist in diesem Sommer eine große Euphorie ausgebrochen. Nach dem Führungstor durch Maximilian Eggestein in der 26. Minute sangen die Fans sogar wie zu besten Zeiten mit Thomas Schaaf, Klaus Allofs und Johan Micoud: «Deutscher Meister wird nur der SVW.» Nach dem Nürnberger Ausgleich in der Nachspielzeit (Virgil Misidjan/90.+2) waren dann im Weserstadion aber auch vereinzelte Pfiffe zu hören. Die Fallhöhe ist für Werder jetzt größer, als sie es noch in den vergangenen Jahren des Abstiegskampfes an so einem Tag gewesen wäre.

Trainer Florian Kohfeldt geht mit dieser Situation sehr sachlich um. «Wir haben diese Erwartungshaltung ja auch ein Stück weit geschürt», sagte er nach dem zweiten 1:1 im zweiten Heimspiel gegen einen vermeintlich leichten Gegner. Nur zwei Punkte aus den beiden Partien gegen Hannover und Nürnberg - das ist für Werders Ansprüche zu wenig. «Ich bin aber weit davon entfernt, die Mannschaft in den Senkel zu stellen», meinte der Coach. Kohfeldt steht zu den hohen Zielen seines Vereins. Er gesteht seiner Mannschaft aber auch zu, sich erst zu einem Spitzenteam entwickeln zu müssen.

Als er nach dem Nürnberg-Spiel von einem brutalen Lerneffekt für seine Spieler sprach, meinte er damit bezeichnenderweise nicht den Umgang mit der Enttäuschung über das späte 1:1. Sondern den Umgang mit dem, was in an diesem Nachmittag besonders gut gelaufen war.

«Die ersten 30 Minuten waren mit das Beste, was ich gesehen habe, seit ich hier Trainer bin», sagte Kohfeldt. Nur habe sich seine Mannschaft danach zu sicher gefühlt. Werder tat von Minute zu Minute weniger und gab dadurch erst die Kontrolle über das Spiel aus der Hand und dann am Ende den Sieg. Werder hat zwar zeitweise schon so gespielt wie eine Spitzenmannschaft, aber nicht so gedacht.

Immerhin haben sich die Bremer ganz gezielt mit erfahrenen Profis wie dem niederländischen Nationalspieler Davy Klaassen und dem Dortmunder Urgestein Nuri Sahin verstärkt. Sie sollen in schwierigen Situationen den nötigen Ehrgeiz und die nötige Siegermentalität in die Mannschaft tragen. «Dieses Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an», sagte Klaassen. «Wir müssen vieles besser machen.»

Für die Zuschauer ein Spektakel, für die Trainer ein Graus: Das 3:3 zwischen dem SC Freiburg und dem VfB Stuttgart hatte viele Facetten. Vier Erkenntnisse aus dem Landesderby.

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