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Fußball überregional VfB gegen Fortuna unter Druck - «Extrem wichtiges Spiel»
Sport Fußball überregional VfB gegen Fortuna unter Druck - «Extrem wichtiges Spiel»
13:41 20.09.2018
VfB-Manager Michael Reschke fordert einen Sieg gegen Düsseldorf. Foto: Sebastian Gollnow Quelle: Sebastian Gollnow

Stuttgart (dpa) - Die Sache ist klar: Für den VfB Stuttgart zählt nur ein Sieg, sonst könnte es ungemütlich werden. Noch ist es im Umfeld der Schwaben vergleichsweise ruhig.

Gelingt der erste Saisonsieg aber auch an diesem Freitag (20.30 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf nicht, wäre der ohnehin enttäuschende Start endgültig verpatzt. «Ich glaube, dass es Unruhe geben könnte, wenn wir gegen Düsseldorf verlieren», vermutete VfB-Sportvorstand Michael Reschke.

Der Druck auf die von ihm deutlich verstärkte Mannschaft ist schon jetzt hoch. Trainer Tayfun Korkut wurde nach den bisherigen vier Pflichtspielen ohne Sieg für sein mangelhaftes Offensivkonzept kritisiert. Vielversprechende Neuzugänge wie Gonzalo Castro, Daniel Didavi, Pablo Maffeo oder Nicolas Gonzalez wurden den Ansprüchen an sie noch nicht gerecht. Und jetzt reist die zuletzt überzeugende Fortuna ausgerechnet mit einigen Spielern an, für die bei den Schwaben kein Bedarf mehr gewesen ist.

Rechtsverteidiger Jean Zimmer war bereits im Sommer 2017 nach Düsseldorf gewechselt, Allrounder Matthias Zimmermann folgte ihm in diesem Jahr. Zudem spielt auch Polens Nationalspieler Marcin Kaminski derzeit auf Leihbasis für den Aufsteiger, weil in der Abwehr des VfB in der aktuellen Saison kein Platz mehr für ihn war. Alle drei sind Stammspieler und spielen bei der Fortuna jene wichtige Rolle, die ihnen in Stuttgart nicht zugetraut wurde. «Ich will gerne Herrn Reschkes Gesicht sehen, wenn wir gewinnen», stichelte Zimmermann.

Reschke lassen solche Aussagen kalt. «Der Junge war furchtbar enttäuscht, dass er uns verlassen musste. Dass er jetzt auf dieses Spiel brennt, ist doch völlig normal und okay», sagte der Manager. Bei aller Gelassenheit weiß aber auch der 60-Jährige, dass die Partie am Freitag für seinen VfB «ein extrem wichtiges Spiel» ist. Vor allem für die Stimmung unter den Fans. Schon beim 0:3 gegen den FC Bayern München hatte es erste verhaltene Pfiffe der anspruchsvollen Anhängerschaft gegeben.

Es sind nicht nur die Ergebnisse, die viele Fans derzeit irritieren. Weder beim Erstrunden-Aus im DFB-Pokal bei Drittligist Hansa Rostock noch in den folgenden drei Bundesliga-Spielen ließen die Schwaben das erkennen, was sich viele erhofft hatten: begeisternden Fußball. Während Korkut das Team mit seinem pragmatischen Ansatz in der vergangenen Rückrunde fast noch in die Europa League geführt hätte, scheitert er bisher an einer Weiterentwicklung seines biederen Konzepts.

Die Düsseldorfer dagegen kommen nach ihrem jüngsten 2:1-Sieg gegen Champions-League-Teilnehmer 1899 Hoffenheim mit großem Selbstbewusstsein nach Stuttgart. Mit vier Punkten steht die kampfstarke Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel auf dem achten Rang, auf dem der VfB gerne wäre. «Hier hebt sicher keiner ab», versicherte der 64 Jahre alte Coach. Deutlich forscher äußerte sich dagegen Zimmermann: «Der VfB hat eine überragende Mannschaft, die sich vielleicht noch finden muss. Sie werden ihre Punkte noch holen. Am Freitag aber nicht.»

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