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Handball Derby-Doppelpack zum Abschluss
Sport Sport regional Handball Derby-Doppelpack zum Abschluss
13:52 14.12.2018
Bergens Katharina Harms (vorne) attackiert Altencelles Isabell Dubowy. Das Hinspiel gewann der SVA nach einer denkwürdigen Aufholjagd mit 26:19. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Bevor es in der Handball-Landesliga der Frauen in die wohlverdiente Weihnachtspause geht, stehen noch einmal gleich zwei Derbys auf dem Spielplan. Bereits heute hat TuS Bergen in eigener Halle mit dem SV Altencelle II noch eine Rechnung zu begleichen. Spitzenreiter SV Garßen will mit einem Sieg gegen TuS Oldau-Ovelgönne seine Tabellenführung mit ins neue Jahr nehmen. Im Abstiegsduell mit der HSG Elbmarsch zählt für die HSG Lachte-Lutter nur ein Sieg.

TuS Bergen – SV Altencelle II (Samstag, 19.30 Uhr)

Gerade einmal fünf Wochen ist es her, da erlebte TuS Bergen mit der 19:26-Niederlage im Spiel bei Aufsteiger SV Altencelle II seine schwärzeste Stunde der Saison. Was war passiert? Das Team von Trainer Detlef Janke führte in der HBG-Halle nach 40 Minuten scheinbar sicher mit 16:12 und schien einem ungefährdeten Sieg entgegenzusteuern.

Doch dann geschah Unfassbares: Von einem Moment auf den anderen waren die Grün-Weißen von allen guten Geistern verlassen. Die Altencellerinnen spielten hingegen auf einmal wie im Rausch und stellten die Partie mit einem denkwürdigen 12:0-Lauf binnen 13 Minuten auf den Kopf. „Dieses Spiel mit seinem für uns sehr schmerzhaften Verlauf war nicht einfach zu verkraften. Das spukte schon einige Zeit in den Köpfen der Spielerinnen herum“, gesteht Janke.

Da ist es nur allzu verständlich, dass der Tabellenvierte nur so auf eine Revanche gegen den SVA brennt. Und die Voraussetzungen dafür, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, könnten kaum besser sein. Das Janke-Team hat die vergangenen vier Begegnungen souverän gewonnen, präsentierte sich in allen Mannschaftssteilen stabil und steigerte sich von Woche zu Woche.

Dagegen zeigt die Formkurve der Gäste, die die letzten drei Partien verloren, deutlich nach unten. „Es ist uns schon klar, dass Bergen mit uns noch eine Rechnung zu begleichen hat. Aber wir haben auch in diesem Spiel unsere Chance. Mit einem klugen Umschaltspiel in der zweiten Welle und natürlich einer stabilen Deckung können wir auch in der Heisterkamp-Halle bestehen“, hofft SVA-Trainerin Luisa Grimm.

SV Garßen – TuS Oldau-Ovelgönne (Sonntag, 15 Uhr)

Mit stolzen 18:2 Punkten führt der SV Garßen zu Beginn der Rückrunde die Tabelle an. Da muss man schon von einem optimalen Saisonverlauf sprechen. Und nahezu alles spricht dafür, dass der SVG seine Erfolgsbilanz auch gegen TuS Oldau-Ovelgönne ausbauen kann. „Beim 14:20 Hinspielsieg in Oldau haben wir uns lange Zeit schwergetan. Diesmal wollen wir den Sack schon früher zumachen“, fordert SVG-Coach Felix Michelmann.

Das war kürzlich auch das Manko im Spiel gegen den SV Altencelle II, wo der SVG seine Fans dann aber mit einer sehr überzeugenden zweiten Halbzeit für anfängliche Unzulänglichkeiten entschädigte. „Wenn wir unsere Chancenverwertung wieder etwas verbessern und wie zuletzt eine gute Abwehr stellen, sollten wir uns eigentlich so kurz vor Weihnachten mit zwei weiteren Punkten beschenken“, meint Michelmann, der auf einen nahezu kompletten Kader zurückgreifen kann.

Gästetrainer Freddy Hövermann gibt sich wenig Illusionen hin, in der HBG-Halle für eine Überraschung sorgen zu können. „Wir spielen gegen eine Mannschaft auf Oberliga-Niveau. Da sind wir nur krasser Außenseiter. Für uns mit unserem Mini-Kader kann es nur darum gehen, uns achtbar aus der Affäre zu ziehen“, so Hövermann.

HSG Lachte-Lutter – HSG Elbmarsch (Sonntag, 16 Uhr)

Nur ein einziges Tor trennt die Lachendorferinnen vom letzten Tabellenplatz. Und den bekleidet der jetzige Gegner HSG Elbmarsch. Sollte das Team von Trainer Holger Heinrich also auch dieses „Vier-Punkte-Spiel“ verlieren, scheint der Weg in die Regionsoberliga vorbestimmt.

Ganz so weit ist es aber noch nicht. Trotz zuletzt enttäuschender Leistungen müssten die Lachendorferinnen in eigener Halle dazu in der Lage sein, den extrem offensivschwachen Gegner von der Elbe zu besiegen. Dafür ist aber eine spürbare Leistungssteigerung unabdingbar. „So einen schlechten Auftritt wie zuletzt gegen Ashausen dürfen wir uns kein zweites Mal erlauben. Wenn wir jetzt nicht gegen Elbmarsch gewinnen, dann haben wir es auch nicht verdient, in der Landesliga zu bleiben“, spricht Heinrich Klartext.

Von Jochen Strehlau

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