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Handball TuS Bergen auf der Überholspur Richtung Spitze
Sport Sport regional Handball TuS Bergen auf der Überholspur Richtung Spitze
13:30 26.12.2018
Janice Bremer (Mitte) ist mit 68 Toren Bergens beste Torschützin und mit 43 verwandelten Siebenmetern die Nummer eins in der Landesliga. Quelle: Kimberly Wojahn
Bergen

Ehrgeizig, motiviert, trainingsfleißig und talentiert – der erste Eindruck, den sich TuS Bergens Trainer Detlef Janke zu Beginn von seinem neuen Team verschaffte, versprach allerbeste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison in der Handball-Landesliga der Frauen. Nun, nachdem gut die Hälfte der Partien gespielt ist, wird Janke in seiner positiven Einschätzung bestätigt. Der Oberliga-Absteiger hat sich durch zuletzt fünf deutliche Siege in Folge mit 16:6 Punkten bis auf den respektablen dritten Tabellenplatz vorgearbeitet. Vor allem in der heimischen Heisterkamp-Halle, wo alle sechs Spiele gewonnen wurden, bewies das Team große Stärke.

„Da kommt ein Trainer mit neuen Sichtweisen und trifft auf eine neuformierte Mannschaft, die aus der Vorsaison noch ein Stück weit verunsichert ist. Da ist es ganz normal, dass anfangs noch nicht alles rund läuft. Es braucht eben seine Zeit, bis neue Abläufe in Fleisch und Blut übergehen. In den ersten Wochen waren wir einfach noch in der Findungsphase“, erklärt Coach Janke den etwas holperigen Saisonstart, der mit einer 19:27 Niederlage beim HV Lüneburg seinen Anfang nahm. „Das war der falsche Gegner zur falschen Zeit. Aber unsere bisherigen drei Niederlagen haben uns auch weitergebracht, weil sie uns zeigten, wo wir die Stellschrauben ansetzen müssen“, fügt Janke an.

Und genau das ist mittlerweile geschehen, denn bei den Grün-Weißen ist ein enormer Leistungsschub unverkennbar. Sowohl im Abwehrmittelblock als auch im Außendeckungsspiel zeigten sich die Bergerinnen, die nur 20 Gegentore pro Spiel zuließen, stark verbessert. Dazu stehen dem Team mit Melina Wernert und Jana Döhler zwei überdurchschnittlich gute Torfrauen zur Verfügung. Und auch im Offensivspiel über die erste und zweite Welle sowie im Angriff über die Außenpositionen offenbarte Bergen zuletzt große Fortschritte.

„Die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt. Außerdem beherrschen wir inzwischen auch ein gepflegtes Kreisspiel. Das reißt Lücken und bringt uns in Zweikämpfe, die wir beherzt annehmen“, erläutert „Handball-Fuchs“ Janke und liefert damit eine Begründung für die 80 Siebenmeter (absoluter Liga-Spitzenwert), die Bergen bisher zugesprochen bekam. Allein Strafwurf-Spezialistin Janice Bremer (insgesamt 68 Tore) verwandelte mehr als die Hälfte davon.

Ansonsten zeigt sich das Janke-Team mannschaftlich sehr geschlossen und über alle Positionen gleichermaßen gefährlich. Und das ist es, was die Mannschaft so unberechenbar macht. Die Rückraumspielerinnen Sabrina Wellmann (42 Tore) und Katharina Harms (41 Tore) sowie Kreisspielerin Jennifer Kautz (40 Tore) unterstreichen Bergens Torgefährlichkeit. „Wir sind viel stabiler und konzentrierter geworden. Mittlerweile zeigen wir Konstanz über 60 Minuten“, so Janke.

Da stellt sich die Frage, wo Bergens Leistungssteigerung noch hinführen soll. „Wir denken nur von Spiel zu Spiel. Es wäre Klasse, wenn wir den dritten Platz halten oder sogar noch eine Schippe drauf legen könnten. An Meisterschaft und Wiederaufstieg in die Oberliga denken wir aber nicht“, betont Janke. Doch das könnte sich ändern. Der heimstarke TuS Bergen empfängt nämlich die Spitzenteams SV Garßen, HV Lüneburg und den MTV Embsen allesamt noch zuhause in der Heisterkamp-Halle – und da hat bekanntlich in dieser Saison noch niemand gewonnen.

Von Jochen Strehlau

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