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Handball Schwache erste Hälfte als zu hohe Hypothek
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20:52 16.12.2018
Von Uwe Meier
Altencelles Katrin Häring versucht sich gegen die Hollenstedter Abwehr in Szene zu setzen. Quelle: Kimberly Wojahn
Celle

Handball-Oberligist SV Altencelle hat das Jahr 2018 mit einer Niederlage beendet und damit den Anschluss an das Tabellenmittelfeld verpasst. Im Heimspiel gegen TuS Jahn Hollenstedt gab es am Sonntag eine 20:22 (7:13)-Niederlage. Insbesondere eine ganz schwache erste Halbzeit erwies sich dabei als zu hohe Hypothek.

Schwache Trainingswoche zeigt Wirkung

„Die Luft ist raus“, meinte SVA-Trainer Thorsten Dralle wenige Augenblicke nach dem Spielende. „Die Chancenverwertung war schlecht“, sagte er. „Insgesamt war das im Angriff zu wenig.“ Zu einem gewissen Teil schob der Coach den nicht zufriedenstellenden Auftritt seines Teams auf die schwache Trainingswoche. Angeschlagene und kranke Spielerinnen hemmten den Trainingsbetrieb erheblich. „Einige Spielerinnen waren nicht richtig fit. Das hat man heute deutlich gesehen.“

Im Vergleich zur Vorwoche, in der die Altencellerinnen in der Partie gegen Peine eine starke Vorstellung bot, war das Altenceller Team kaum wiederzuerkennen. Viele Fehler und Ungenauigkeiten kennzeichneten den Auftritt der Gastgeberinnen. Und das gegen einen Gegner, der ebenfalls keine Glanzleistung ablieferte.

Altenceller Festival der Fehler

Insbesondere im Angriff produzierte der SVA unzählige leichter Fehler. Von einem geordneten Spielaufbau war kaum etwas zu erkennen. Zumeist waren es Einzelaktionen, die für Gefahr für das gegnerische Tor sorgten. Doch das war zu wenig, um die Partie in den Griff zu bekommen, zumal der SVA noch einige der wenigen guten Einwurfmöglichkeiten ungenutzt ließ. Auf der anderen Seite kam Hollenstedt gegen eine nicht unbedingt sattelfeste Abwehr der Altencellerinnen zu einigen leichten Toren. Dabei hinterließ auch Torhüterin Karina Mohring, sonst sicherer Rückhalt, nicht immer den besten Eindruck.

Blackout kurz vor der Pause

Da sich allerdings auch die Gäste in einer niveauarmen Partie nicht mit Ruhm bekleckerten, blieb die Partie lange Zeit ausgeglichen. Die Schlussphase der ersten Halbzeit ging dann aber doch klar an Hollenstedt: TuS Jahn führte 9:7 (25.), als Sarah Gadau bei einem Tempogegenstoß an Hollenstedts Torhüterin Janine Schwarz scheiterte und die Gäste das Ergebnis im Gegenzug auf 10:7 stellten. Anschließend ging bei Altencelle zwischenzeitlich gar nichts mehr zusammen. Das Festival der SVA-Fehler nutzte Hollenstedt, um sich bis zur Pause auf 13:7 abzusetzen.

Ein Sechs-Tore-Vorsprung zur Pause war eine Hypothek, die sich für die Gastgeberinnen letztlich als zu hoch erwies. Ganz unmöglich war es jedoch bei Weitem nicht, der Partie noch eine Wende geben zu können. Das Dralle-Team startete schwungvoll in die zweiten 30 Minuten. Kurz nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeberinnen beim 13:15 (37.) auf Schlagdistanz. Doch wie gewonnen, so zerronnen. Wenig später führte Hollenstedt wieder mit 18:13 (44.).

Trotz Rückstandes stimmt die Moral stimmt

Es lief einiges nicht rund im Spiel des SVA. Was den Altencellerinnen allerdings nicht abgesprochen werden konnte, war eine intakte Moral. Sie kämpften verbissen, um das scheinbar Unmögliche möglich zu machen. Letztlich scheiterte man aber am eigenen Unvermögen und der schwachen Chancenverwertung.

Ein bisschen Spannung für die Schlussphase

Für ein bisschen Spannung reichte es dann aber doch noch. 56 Sekunden vor der Schlusssirene erzielte Sarah Gadau den Anschlusstreffer zum 20:21. Und es ergab sich sogar noch eine Chance zum Ausgleich. Doch der finale Altenceller Angriff wurde mit einem siebenmeterreifen Foul gestoppt. Die Pfeifen der Schiedsrichter blieben jedoch still. Wenige Augenblicke später lag der Ball zum 20:22 im Altenceller Tor.

SV Altencelle: Mohring, Stanke – Häring (2), Lübbers (1), Kinder (2), Skorek (7/5), Sina Gadau (1), Makenthun (1), Sarah Gadau (2), Bahls (3), Witte, Voltmer (1).

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