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Handball SV Altencelle schrammt am Remis vorbei
Sport Sport regional Handball SV Altencelle schrammt am Remis vorbei
16:01 05.11.2018
Henrik Weinmann (am Ball) und Maximilian Ahrenbeck (Nummer 17) hätten in Katlenburg mit ihren Altencellern einen Punkt verdient gehabt. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Sie waren so nah dran. Doch am Ende lagen die Männer des SV Altencelle wieder am Boden. Mit Tränen in den Augen weinten sie der großen Möglichkeit nach, endlich auch mal auswärts zu punkten. Nach 60 Minuten unterlagen die Rot-Gelben in der Handball-Verbandsliga nach großartiger Aufholjagd der HSG Rhumetal mit 36:37 (16:21). Es fehlten nur wenige Sekunden zu einem Punktgewinn. Damit ist der SVA mit 6:10 Punkten Achter und hat mit TV Jahn Duderstadt ein ganz dickes Ding vor der Brust.

Lange Zeit sah es im Vorharz nicht danach aus, dass Altencelle die chronische Krankheit besiegen könnte. Das Tempo stimmte zunächst, in der Defensive fehlte beiden Teams aber der richtige Zugriff. Nach einer Viertelstunde stand es 11:9, vor allem das HSG-Duo Benny Jentsch und Jan-Niklas Falkenhein machte Altencelle das Leben schwer. Das Gästeteam von Trainer Martin Kahle hingegen scheiterte nach vielen guten Angriffen zu oft am dritten überragenden Katlenburger, Torhüter Onno Döscher.

Trotz der fünf Buden Rückstand sah Trainer Kahle keinen Grund zur Panik. Die kam allerdings langsam auf, als die Rhumetaler auf 26:18 (36.) erhöhten. Auch fünfzehn Minuten vor Ende das gleiche Bild, beim 34:28 (52.) nahm Kahle seine letzte Auszeit. Was dann passierte, hatten weder die Akteure noch die Zuschauer in der vollen Halle erwartet. Im Angriff fiel fast jeder SVA-Ball ins Tor, die Gastgeber machten einen technischen Fehler nach dem anderen. Und tatsächlich traf Thilo Kisser 78 Sekunden vor Schluss zum umjubelten Ausgleich (35:35). Im Gegenzug verwandelt der hervorragende Jan-Niklas Falkenhein einen berechtigten Strafwurf zum 36:35. Dann spielt der SVA geschickt die Zeit runter. Der wieder mal ganz starke Justin-Magnus Behr passt acht Sekunden vor Abpfiff zum freistehenden Kreisläufer Maximilan Ahrenbeck: Foul, Siebenmeter, Behr zum 36:36.

Doch dann passierte das eigentlich Unmögliche: HSG-Keeper Döscher passte zu Falkenhein, der mit viel Tempo aufs SVA-Tor zulief. Behr stoppt ihn mit einer Handvoll Altenceller, Falkenhein stieß Behr um, der zu Boden ging. Die Schiedsrichter entschieden aufgrund der letzten 30 Sekunden auf Disqualifikation für Behr und Strafwurf für die HSG. Falkenhein hingegen blieb unbestraft – und traf zum Sieg. SVA-Teamsprecher Sebastian Ebel: „Was für ein Spiel. Wir haben heute unglaubliche Moral bewiesen. Was dieses Team heute gezeigt hat, war mehr als phänomenal. Dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen, ist schon echt bitter. Sogar unser Trainer hatte Tränen in Augen.“ Schade, zumal der SVA vor dem kommenden schweren Heimspiel gegen den Zweiten und Ex-Zweitligisten TV Jahn Duderstadt erneut unter ungeheurem Druck steht.

SV Altencelle: Kl. Nowak, Rodehorst – Mummert, Hahnraths (1), Moritz (4/1), Kisser (3), Wernig (2), Weinmann (9), Ebel, Ahrenbeck (2), K. Nowak (1), Krumwiede, Petersen (5), Behr (9).

Von Stefan Mehmke

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