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Handball Das Prinzip der kleinen Schritte
Sport Sport regional Handball Das Prinzip der kleinen Schritte
14:47 27.12.2018
Fast nur mit unfairen Mitteln zu stoppen: Altencelles Justin-Magnus Behr traf in seinen elf Spielen 77 Mal und liegt damit auf Rang drei in der Torjägerliste der Handball-Verbandsliga. Quelle: Oliver Knoblich
Altencelle

Die Celler Handball-Fans und auch der SV Altencelle hatten gehofft, dass die Saison in der Verbandsliga der Männer sorgenfrei verläuft. Klappte aber nicht: Mit 8:14 Punkten und 301:314 Toren belegt der SVA derzeit zwar Platz elf, aber der ist aufgrund der gleitenden Skala ein Platz mit trügerischer Sicherheit. Altencelle braucht also Siege.

Das sieht auch Trainer Martin Kahle so: „Wir haben definitiv zu wenig Punkte“, sagt er und liefert gleich Gründe dafür: „Der großen Umbruch. Sechs neue Spieler einzubauen und die alten zu ersetzen, das dauert nun mal.“ Unbestrittenen „Mist“ (Kahle) haben seine Jungs dennoch gespielt: Die 24:27-Heimniederlage gegen Groß-Lafferde bedeutete fehlende Punkte, die noch einmal richtig weh tun können. Und die Schlappen in Heidmark (19:30) und bei der HSG Oha (18:27) waren definitiv enttäuschend und viel zu hoch.

Aber Kahle wäre nicht Kahle, wenn er nicht über erfreulichere Dinge spräche. So verloren die Altenceller zwar gegen Tabellenführer und Krösus Duderstadt (28:30) und in Rhumetal (36:37) ebenfalls, hatten dabei aber viel Pech. Und selbst die viel zitierte Auswärtsschwäche – kein einziger Punkt seit mehr als 14 Monaten – ist für den Coach kein unerklärbarer Mythos. So fehlte in Geismar (22:27) nicht nur „Backe“, sondern nach wenigen Minuten auch die verletzten Daniel Mummert und Henrik Weinmann. Gleich fünf ausgelassene Siebenmeter taten ihr Übriges. Und in Nienburg (30:34) gab der SVA einen Sechs-Tore-Vorsprung aus der Hand und verlor unglücklich.

Das Punkte-Rezept Kahles: „Einsatz in Spiel und Training, Erfahrung sammeln.“ Klingt nach Binsenweisheit, ist aber wahr. Die enorm verjüngte Mannschaft hat viel Erfahrung verloren und erlangt selbige nur im Wettkampf. Und sie schlägt sich schon viel, viel besser als im Vorjahr, als es richtige Klatschen hagelte. Kahle verständnisvoll und vorsichtig optimistisch: „Wir leben hier das Prinzip der kleinen Schritte.“

Und kommt zu den damit zu den absolut positiven Dingen des neuen SVA. Die voll motivierte Mannschaft hat die Neuen großartig aufgenommen, der Zusammenhalt ist super. Dann ist da Justin-Magnus Behr, vielleicht die große Entdeckung der Saison. Er erzielte in elf Spielen 77 Tore und liegt damit auf Platz drei der Torschützenliste. Er nimmt damit viel Druck von Henrik Weinmann, der sich dafür überzeugend um besondere Situationen und die starken Kreisläufer kümmern kann – und trotz weniger erzielter Tore immer noch der wichtigste Spieler bei Altencelle ist.

Auch Youngster wie Jan Pahlow und Christoph Hahnraths schlagen sich in der für sie ungewohnt hohen Klasse gut. Noch bessere Noten verdienen sich die SVA-Fans. „Unsere vielen Fans machen die Heimspiele zu absoluten Highlights. Die Atmosphäre ist klasse, vor allem möchten wir uns dafür auch bei den Trommlern Axel und Olli bedanken. Hinzu kommt natürlich unser Hallensprecher, der Stimmenverleiher, der für gute Musik und ordentlich Stimmung sorgt“, betont Teamsprecher Sebastian Ebel.

Das Altenceller Ziel bleibt, so schnell wie möglich Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Ein paar Tage trainingsfrei haben die Spieler bekommen, um Kraft und Energie zu sammeln.

Von Stefan Mehmke

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