Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport 1:2 durch zwei dumme Gegentreffer
Sport Sport regional Lokalsport 1:2 durch zwei dumme Gegentreffer
22:27 11.02.2010
Eishockey: Hannover Scorpions gegen Nürnberg Ice Tigers Quelle: Helmut Anschütz
Hannover

Nur zwei Tage nach dem Spiel gegen Berlin begannen die Scorpions in der gleichen Formation – ohne Andy Reiß, der gestern mit der Nationalmannschaft mit nach Kanada flog. Schon kurz nach Spielbeginn kassierte Martin Hlinka die erste Strafzeit, doch die hannoversche Defensive stand sicher. Ebenso auf dem Posten zwischen den Pfosten zeigte sich Torhüter Travis Scott, der gegen Nürnbergs Eric Chouinard parierte. Danach bediente Sascha Goc Thomas Dolak, der in der Folge ein zweites Mal an Ice Tigers-Schlussmann Patrick ehelechner (Ex-Ersatzkeeper in Hannover) scheiterte. Nach neun Minuten kamen Patrick Köppchen und Rainer Köttstorfer zu einer Doppelchance, doch der Führungstreffer blieb ihnen ebenso verwehrt wie den Franken nach 20 Minuten. Kämpferisch war das Zach-Team absolut auf der Höhe in einem niveauvollen Match.

Unübersehbar war im zweiten Drittel, dass sich die Scorpions ohne Tore Vikingstad (für Norwegen bei Olympia) und Herperger (Fußbruch) schwer tun, die Powerplay-Formation zu finden. Klaus Kathan und Martin Hlinka hatten die nächsten Chancen, konnten sie aber nicht verwerten.

Nach gut 48 Minuten war dann Scorpions-Goalie Scott doch geschlagen. Adrian Grygiel zog ab, der Kanadier schien die Scheibe schon zu haben, doch irgendwie flutschte sie noch ins Netz. Und auch der zweite Treffer der Nürnberger war aus Scorpions-Sicht sehr unglücklich. Stefan Mann, gerade erst von den Ice Tigers verpflichtet, „log“ den Puck aus ganz spitzem Winkel ins Tor – 1:2. Wieder war „Scottie“ der Pechvogel!

Die Hannoveraner mobilisierten noch einmal alle Kräfte, starteten einen Sturmlauf in Richtung Gäste-Gehäuse, doch es war kein Durchkommen mehr. Auch Mitchells Möglichkeit (56.) war nicht von Erfolg gekrönt, so dass es beim 1:2 und einer eher unglücklichen Heimschlappe blieb. Jetzt stehen zwei Spiele gegen Straubing auf dem weiteren Programm: Am Sonntag auswärts, am kommenden Dienstag zuhause. „Drei Spiele in fünf Tagen, da war der Akku leer“, meinte Zach, der Scott in Schutz nahm. „Da passieren halt Fehler, auch den erfahrenen Leuten.“

Tore: 1:0 (37:54) Wolf, 1:1 (48:24) Grygiel, 1:2 (51:19) Mann. – Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg) – Zuschauer: 4596 – Strafminuten: Hannover 8 +10 Disziplinar Dzieduszycki – Nürnberg 8 + 10 Disziplinar Schultz.

Von Helmut Anschütz