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Lokalsport 2. Handball-Bundesliga: SVG Celle will Hühner rupfen
Sport Sport regional Lokalsport 2. Handball-Bundesliga: SVG Celle will Hühner rupfen
17:29 13.02.2014
Von Heiko Hartung
Celles Anna-Katharina Loest (am Ball) traf im Hinspiel am Bodensee zweimal ins Tor. Im Rückspiel morgen will sie mit ihrem Team den zweiten Sieg gegen Aufsteiger SV Allensbach einfahren. Quelle: Thomas Scherer
Celle Stadt

Ob der SV Allensbach beim ortsansässigen Meinungsforschungsinstitut eine repräsentative Umfrage zum Auswärtsspiel in Celle in Auftrag gegeben hat? Wenn ja, dürfte das Ergebnis für die Handballerinnen vom Bodensee ernüchternd ausgefallen sein. Denn die Siegchancen des Zweitliga-Elften gegen Spitzenreiter SVG Celle am Sonnabend, 19.30 Uhr, stehen eher schlecht. Zu dominant marschieren die Cellerinnen bislang durch die Saison in Richtung Erstliga-Aufstieg.

Unterschätzen sollte man die „Hühner“, wie das SVA-Team genannt wird, aber nicht. Denn der Aufsteiger hat sich zuletzt durch vier Heimsiege in Folge – unter anderem gegen die starken Zwickauerinnen – von den gröbsten Abstiegssorgen befreit. „Trotzdem haben wir den Anspruch zu gewinnen“, sagt SVG-Coach Christian Hungerecker. Die Allensbacher Heimstärke haben seine Spielerinnen im Hinspiel auch schon kennengelernt: Celle gewann gerade mal mit 31:28. Für hitzige Diskussionen sorgte seinerzeit ein Ellenbogenstoß von Erika Lukoseviciute ins Gesicht von Celles Kathrin Schulz. Die Litauerin hatte dafür Rot gesehen. Doch: „Das ist längst vergessen“, will Hungerecker nicht nachtreten. Die Allensbacher Rückraumspielerin hat er trotzdem im Blick: „Zusammen mit Spielführerin Stefanie Hotz hat Lukoseviciute über 200 der 471 SVA-Tore geworfen“, so der Coach, der mit „individuellen Defensiv-Lösungen“ die Kreise dieses torgefährliche Duos einschränken will.

Allensbachs Trainer Marco Schiemann sagte nach dem vierten Sieg in Folge m vergangenen Wochenende: „Jetzt können wir ohne Druck nach Celle fahren.“ Mit etwa 700 Kilometern wird sein Team eine der längsten Auswärtsspiel-Anfahrten in den Knochen haben, bevor der Anwurf in der HBG-Halle erfolgt. Doch auch Hungerecker steht ein langes Wochenende im Auto bevor: Heute fährt er in seiner Funktion als Landestrainer zu einer Leistungssichtung für C-Juniorinnen nach Berlin. Für das Heimspiel kommt er am Sonnabendnachmittag nach Celle, bevor es nach Abpfiff zurück zum Lehrgang in die Hauptstadt geht. Das fiele dem 40-Jährigen sicherlich leichter, wenn seine Spielerinnen mit ihrer Geflügelschlachthof-Werbung auf dem Trikot die „Hühner“ zuvor kräftig gerupft hätten.

Das das gelingt, davon ist SVG-Kapitänin Jolanda Robben überzeugt: „Wichtig ist uns, dass wir wieder schönen Handball zeigen. Der 27:23-Erfolg gegen Mainz war kein Glanzstück, das können wir besser. Die Tabellenführung gibt uns auf jeden Fall viel Selbstvertrauen. Allensbach wird nach der Siegesserie zwar auch selbstbewusst auftreten, aber wir werden uns einen Sieg nicht nehmen lassen.“ Zu diesem Ergebnis kommt auch eine nicht-repräsentative Umfrage innerhalb der CZ-Sportredaktion.