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Lokalsport „2. Liga ist in Celle machbar“
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14:32 01.02.2010
Von Oliver Schreiber
Ein starkes Doppel – vor allem gegen Borssum: Lars Petersen (links) und Alexander Huuk vom TuS Celle 92. Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Die Konkurrenz darf schon mal die Ferngläser herausholen: Tischtennis-Regionalligist TuS Celle 92 marschiert mit Siebenmeilenstiefeln Richtung Meisterschaft und ist mit 14 Siegen aus 14 Spielen für die Verfolger – wenn man sie überhaupt noch so nennen kann – am Tabellengipfel außer Sichtweite geraten. Der „doppelte Einsatz“ in der Altstädter Schule war einmal mehr von Erfolg gekrönt. Die Blau-Gelben erledigten ihre Hausaufgaben und schlugen MTV Jever (9:4) und SV Blau-Weiß Emden-Borssum (9:1) jeweils standesgemäß.

Dementsprechend zufrieden war Trainer Dirk Diefenbach mit seinen Schützlingen. „Wir haben mit diesen deutlichen Siegen gezeigt, dass wir in der Rückrunde dort weitermachen werden, wo wir in der Hinrunde aufgehört haben. Besonders die Doppel haben sich stark gezeigt, die Einstellung im Team stimmt“, resümierte Diefenbach.

Wenn die Celler von Verletzungen verschont bleiben, ist ihnen der Titel kaum noch zu nehmen. Selbst wenn noch Spiele verloren gehen. Daher wird jetzt auch offensiv das Thema 2. Liga angegangen. Nach der Herbstmeisterschaft im Dezember herrschte noch Unklarheit, ob ein Aufstieg und die damit verbundenden Mehrkosten überhaupt zu stemmen sei. Mittlerweile verdichten sich die Anzeichen, dass die 92-er dieses Abenteuer wagen wollen. „Eine Entscheidung des Vorstandes steht noch aus. Aber es sind bereits Gespräche mit Mannschaft und Sponsoren geführt worden, die positiv verlaufen sind. Die 2. Liga ist in Celle machbar, ich bin jedenfalls dafür, dass wir im Falle der Meisterschaft nicht auf den Aufstieg verzichten“, erklärt Ligaobmann Dieter Lorenz.

Fakt ist: Trotz der Dominanz in der Regionalliga hätte TuS in der 2. Liga mit der aktuellen Mannschaft nicht den Hauch einer Chance, die Klasse zu halten. Zu groß sind die Unterschiede. Zwei neue Spitzenspieler müssten her. „Auch hier sind Vorgespräche geführt worden. Ohne neue Topleute würde es keinen Sinn machen, da wir sonst jedes Spiel hoch verlieren würden“, so Lorenz. Die Celler wären neben TTS Borsum der zweite niedersächische Klub in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Eventuell sogar der einzige, da Borsum mitten im Abstiegskampf steckt.

Doch vorher muss TuS seinen großen Vorsprung erst einmal ins Ziel retten. Einige hohe Hürden warten noch. Zum Beispiel im nächsten Spiel am kommenden Sonnabend beim TSV Schwarzenbek. „Das wird ein echter Härtetest. In der Hinrunde haben wir knapp mit 9:7 gewonnen, auch diesmal wird es eng werden. Aber mit den Siegen gegen Jever und Borssum im Rücken wollen wir auch in Schwarzenbek zwei Punkte holen“, gibt Diefenbach die Marschrichtung vor. Um dann vom Gipfel der Konkurrenz freundlich herunterzuwinken …

Pflichtaufgaben mit Bravour erledigt

CELLE. Tischtennis-Regionalligist TuS Celle 92 hat seine Pflichtaufgaben in den Heimspielen gegen den Tabellenachten MTV Jever und den Vorletzten SV Blau-Weiß Emden-Borssum souverän erledigt. In die Karten spielte den Cellern, dass in der ersten Partie Jever auf sein komplettes unteres und mittleres Paarkreuz verzichten musste. Nach den Doppeln lagen die Blau-Gelben mit 2:1 in Front.

Im oberen Paarkreuz wies Celles Spitzenspieler Alexander Huuk Alexandru Petruscu deutlich mit 3:0 in die Schranken. Ebenso deutlich unterlag Lars Petersen dem drittbesten Spieler der Liga, Jacek Wandachowicz. In der Mitte punkteten die Celler doppelt. Falko Turner bezwang Florian Laskowski, Richard Hoffmann hatte mit Patrick Smit keine Probleme. Das untere Paarkreuz mit Pascal Tröger und Andre Kamischke besorgte gegen die Ersatzspieler Andre und Florian Pfaffe souverän eine komfortable 7:2-Führung.

Huuk hatte anschließend Wandachowicz nicht viel entgegenzusetzen. Petersen lieferte gegen Petruscu eine gute Partie ab, nutzte aber seine Chancen nicht, sodass der Rumäne mit 3:2 die Oberhand behielt. Dafür machte aber dann das mittlere Paarkreuz mit Turner und Hoffmann den Sack zum 9:4-Erfolg zu.

Gegen Borssum legten die 92-er einen Traumstart hin und gewannen alle drei Doppel. Besonders Huuk/Petersen überzeugten gegen Marco Tuve/Philipp Flörke. „Durch die Siege im Doppel haben wir den Grundstein gelegt“, erklärte Mannschaftskapitän Tröger. Der Gastgeber legte gleich nach. Huuk machte kurzen Prozess mit Lars Brinkhaus, Petersen behielt nach starker Leistung gegen Tuve die Oberhand. Auch Turner zeigte sich weiter in bestechender Form und fertigte Klaas Lüken mit 3:0 ab. Hoffmann hielt sich gegen Flörke schadlos.

Im unteren Paarkreuz hatte Tröger mit Ersatzmann Robert Irimia einige Mühe, punktete aber. Kamischke gestattete den Gästen im spannenden Duell gegen Jonathan Habekost den Ehrenpunkt. Huuk brachte den 9:1-Gesamtsieg in einem dramatischen Einzel mit klasse Ballwechseln gegen Tuve in der Verlängerung des fünften Satzes unter Dach und Fach.

Spiele/Tabelle Regionalliga Nord:

TuS Celle 92 – MTV Jever 9:4

TuS Celle 92 – SV BW Borssum 9:1

1. TuS Celle 92 14 126:64 28: 0

2. SV Bolzum 15 121:90 20:10

3. Reinickendorf 14 111:87 18:10

4. Hamburger SV 12 99:78 17: 7

5. TTF Hamburg 12 95:84 14:10

6. TSV Schwarzenbek 11 82:84 13: 9

7. SV BW Langförden 14 87:102 12:16

8. MTV Jever 16 106:121 12:20

9. TSV Bargteheide 13 86:99 11:15

10. MTV Hattorf 14 97:113 7:21

11. SV BW Borssum 14 80:118 7:21

12. SV Friedrichsort 13 64:114 3:23

TuS Celle 92 – MTV Jever 9:4.

Falko Turner/Richard Hoffmann – Patrick Smit/Andre Pfaffe 11:5, 11:4, 11:6; Alexander Huuk/Lars Petersen – Jacek Wandachowicz/Alexandru Petruscu 11:3, 6:11, 6:11, 6:11; Pascal Tröger/Andre Kamischke – Florian Laskowski/Florian Pfaffe 11:5, 11:6, 11:9; Alexander Huuk – Alexandru Petrescu 11:7, 11:6, 11:7; Lars Petersen – Jacek Wandachowicz 7:11, 3:11, 12:10, 7:11; Falko Turner – Florian Laskowski 10:12, 11:5, 11:3, 12:10; Richard Hoffmann – Patrick Smit 11:6, 11:8, 11:6; Pascal Tröger – Andre Pfaffe 11:7, 12:10, 11:4; Andre Kamischke – Florian Pfaffe 11:4, 11:6, 11:5; Alexander Huuk – Jacek Wandachowicz 12:14, 6:11, 8:11; Lars Petersen – Alexandru Petruscu 11:8, 12:14, 11:8, 7:11, 8:11; Falko Turner – Patrick Smit 11:9, 9:11, 11:9, 11:7; Richard Hoffmann – Florian Laskowski 11:8, 11:9, 5:11, 11:8.

TuS Celle 92 – SV Blau-Weiß Emden-Borssum 9:1.

Falko Turner/Richard Hoffmann – Lars Brinkhaus/Robert Irimia 11:9, 11:9, 11:7; Alexander Huuk/Lars Petersen – Marco Tuve/Philipp Flörke 11:7, 11:9, 11:6; Pascal Tröger/Andre Kamischke – Klaas Lüken/Jonathan Habekost 11:8, 5:11, 11:7, 11:8; Alexander Huuk – Lars Brinkhaus 11:9, 11:8, 11:8; Lars Petersen – Marco Tuve 13:11, 11:4, 10:12, 5:11, 11:6; Falko Turner – Klaas Lüken 11:9, 11:7, 12:10; Richard Hoffmann – Philipp Flörke 11:2, 11:2, 11:9; Pascal Tröger – Robert Irimia 11:9, 11:4, 6:11, 11:9; Andre Kamischke – Jonathan Habekost 7:11, 11:13, 13:11, 17:15, 5:11; Alexander Huuk – Marco Tuve 11:8, 6:11, 11:6, 7:11, 13:11.