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Lokalsport 26:33 SVG wacht erst nach der Pause auf
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20:32 18.03.2012
Von Uwe Meier
Spielszenen von der Partie Buxtehuder SV gegen SVG Celle. Susanne B¸ttner beim Wurf Quelle: nicht zugewiesen
Buxtehude

Der SVG Celle hat gewonnen. Zumindest die zweite Halbzeit. Doch Punkte gab es dafür nicht. Denn nach einem deutlichen 10:19 zur Pause betrieb das Team beim Buxtehuder SV nach dem Wechsel nur noch Ergebniskosmetik. Die 26:33-Niederlage war nach einer ganz schwachen Vorstellung in den ersten 30 Minuten nicht mehr abzuwenden. Zudem musste Celle im zweiten Abschnitt ohne Renee Verschuren auskommen, die Sekunden vor dem Pausenpfiff die Rote Karte sah. Bei einem Freiwurf hatte sie eine gegnerische Spielerin im Gesicht getroffen. Die Schiedsrichter hatten das als Absicht angesehen und die Disqualifikation ausgesprochen. Für den weiteren Saisonverlauf bleibt der Feldverweis allerdings ohne Folgen. Im nächsten Spiel in zwei Wochen bei FA Göppingen ist Celles torgefährlichste Rückraumspielerin wieder mit von der Partie.

„Die erste Halbzeit haben wir vollkommen verschlafen“, sagte Celles Evelyn Schulz nach der Partie. „Da stimmte die Körpersprache bei uns überhaupt nicht. Es hatte irgendwie den Anschein, als würden wir das Ding nur einfach so runterspielen.“ Erst nach der Pause sei der SVG „aufgewacht und mannschaftlich geschlossen aufgetreten“. Ausschlaggebend dafür sei wohl letztlich auch die Halbzeitansprache von Trainer Martin Kahle gewesen. „Die war zwar recht kurz aber ebenso deutlich“, so Schulz. Welche Worte der Trainer gewählt hatte, wollte sie allerdings nicht sagen.

Celle hatte ganz schwach begonnen. Zu den fast schon obligatorischen Problemen im Angriffsspiel gesellte sich auch noch deutliche Schwächen in der Defensive. Für das Buxtehuder Team, das in dieser Saison vor heimischem Publikum noch keinen Punkt abgeben musste, war es somit leicht, die Partie zu bestimmen. „Die erste Halbzeit war schon recht eindeutig. Da waren wir klar überlegen“, meinte die ehemalige Cellerin und jetzige BSV-Spielerin Josephine Techert. „Solange wir konzentriert gespielt haben, hatte Celle keine Chance.“

Nach dem Seitenwechsel zeigte die Leistungsbereitschaft in der Celler Mannschaft deutlich noch oben. Zudem ging Buxtehude nicht mehr mit der letzten Konsequenz zu Werke. Das nutzte das SVG-Team aus, um die Partie ausgeglichener zu gestalten und ein sich im ersten Abschnitt androhendes Debakel zu verhindern. Torhüterin Mami Tanaka gab Celle den nötigen Rückhalt. Zudem hatte in einem deutlich besser aufspielenden SVG-Team Nastja Antonewitch ihre Treffsicherheit gefunden. Allein im zweiten Abschnitt traf sie achtmal.

Dennoch hielt der Tabellenführer den Vorsprung nahezu konstant bei neun Toren. Erst in der Schlussphase, als die Frage nach Sieger und Verlierer längst beantwortet war, kam Celle durch zwei Treffer von Antonewitch sowie einem Tor von Desiree Comans etwas dichter heran. „Sicherlich musste man vor dem Spiel mit einer so klaren Niederlage rechnen“, sagte Trainer Martin Kahle. „Dennoch bin ich mit der Vorstellung in der ersten Halbzeit überhaupt nicht zufrieden. So darf man sich nicht präsentieren.“