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Lokalsport Ab in den Schlamm: Tough Mudder in Hermannsburg lockt Extremsportler an
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13:15 11.07.2017
Quelle: Sonja Richter (Archiv)
Hermannsburg

Ein wahrer Tough-Mudder-Klassiker ist beim "Tough Mudder Full" das Hindernis, das sich "Electroshock Therapy" nennt. Hier müssen die Teilnehmer kurz vor der Ziellinie Elektrostöße überstehen. Beim "Arctic Enema" heißt es für die Mutigen: kopfüber in eine dunkle Röhre und rein ins Eisbad. Eine fünf Meter hohe Schanze mit einer Abrundung an der Spitze, die das Erreichen des Gipfels erschwert, gilt es beim "Everest 2.0" zu überwinden.

Einer, der sich der Herausforderung stellen wird, ist Benjamin Welge aus Celle. Er wird mit einem achtköpfigen Team aus Familie und Freunden an den Start gehen und nimmt bereits zum zweiten Mal am Tough Mudder teil. „Ich bin das erste Mal 2015 mitgelaufen, weil mein Schwager mich zu einer Wette überredet hatte, die ich verlor. So musste ich mit ihm laufen. Ab diesem Zeitpunkt war ich quasi infiziert. Es ist ein unglaubliches Erlebnis, dort mitzulaufen“, sagt der 29 Jahre alte Familienvater.

Auf ihn und seine Mitstreiter wartet auf der Strecke auch das "Block Ness Monster" – ein 18 Meter langes, rutschiges Hindernis mit rotierenden Barrieren. Nur mit Hilfe der Teamkollegen kann das Hindernis bezwungen werden. „Man lernt seine Grenzen kennen. Wenn man glaubt, etwas nicht zu schaffen, motivieren einen wildfremde Menschen und reißen einen förmlich wieder mit“, sagt Welge. Er möchte mit seinem Team die Aktion genießen. „Wir sind nicht auf eine Bestzeit aus. Wir wollen als Team den Lauf bewältigen und Spaß haben.“

Neu in diesem Jahr ist der "Tough Mudder Half". Auf der kürzeren Strecke (acht bis zehn Kilometer) warten 13 statt 20 Hindernisse, und extreme Elemente mit Eis oder Strom werden ausgelassen. Auch Kim Daberkow aus Celle wird dort an den Start gehen. Auf die Idee, bei dem Hindernislauf mit zu machen, ist sie durch eine Freundin gekommen. „Sowas wie den Tough Mudder habe ich noch nie gemacht. Das ist mal etwas anderes, und eine echte Challenge“, erzählt die 39-Jährige, die drei Mal die Woche ins Fitnessstudio und regelmäßig laufen geht. Angst vor dem Wettkampf habe sie nicht, aber „einige Hindernisse flößen mir durchaus Respekt ein. Immer wenn wir hangeln müssen, werde ich wohl ziemlich schnell im wahrsten Sinne des Wortes baden gehen“, sagt Daberkow.

Starten werden die Sportler am Samstag zwischen 8 und 14 Uhr und am Sonntag zwischen 9 und 12.20 Uhr. Zuschauer können die Extremsportler anfeuern. Weitere Informationen zu Ablauf, Hindernissen, Anmeldung und Tickets unter www.toughmudder.de/events/norddeutschland-2017.

Von Jessica Poszwa