Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Abgesagte Sportlerehrung schlägt weiter hohe Wellen
Sport Sport regional Lokalsport Abgesagte Sportlerehrung schlägt weiter hohe Wellen
17:59 28.02.2014
Von Heiko Hartung
Celle Stadt

Kassel hatte einige Mitglieder des Stadtrats zuvor der Lüge bezichtigt, da bei der Verabschiedung des Haushalts im Januar sehr wohl die Streichung der Sportlerehrung bekannt gewesen sei. Der Stadtrat und Sportdezernent hatte sich gegenüber der CZ darüber gewundert, dass Mitglieder des Sport- sowie des Verwaltungsausschusses zuvor behauptet hatten, von der Absage erst aus der Zeitung erfahren zu haben.

Nun kontert Hagos, die Verwaltung habe zwar den Haushalt erläutert, aber nicht darauf hingewiesen, dass die Sportlerehrung nicht stattfinden solle. „Wenn eine solche Veranstaltung zur Disposition steht, deren Absage von großer Tragweite für die Sportwelt ist, haben die Ausschussmitglieder einen Anspruch darauf, dass die Verwaltung diesen Sachverhalt unaufgefordert und klar artikuliert“, macht Hagos deutlich. Dies sei nicht geschehen. Auch im Sitzungsprotokoll finde sich dazu kein Hinweis. Jetzt zu argumentieren, dass die Ausschussmitglieder dies anhand der Haushaltspositionen erkennen mussten, sei daher nicht gerechtfertigt.

Schärfe aus der Diskussion zu nehmen, versucht Ratsherr Joachim Ehlers (CDU): „Als Vorsitzender des Sportausschusses ist mir daran gelegen, dass sich die Fronten nicht weiter verhärten, denn nur mit vereinten Kräften wird es uns gelingen, die Sportlerehrung auch in Zukunft durchzuführen“, so Ehlers, der jedoch auch unterstreicht, dass eine mögliche Absage der Sportlerehrung in der besagten Sitzung nicht thematisiert wurde. „Jetzt gilt es, ein trag- und zukunftsfähiges Konzept zu finden, das der Bedeutung dieser Veranstaltung gerecht wird“, betont Ehlers. „Der Sportausschuss wird sich seiner Verantwortung stellen und sich an der Diskussion um Lösungsvorschläge beteiligen.“

Ausschussmitglied und Unabhängigen-Fraktionsvorsitzender Udo Hörstmann hält es indes für unerheblich, „wie, wann und wo irgendjemand von der Absage erfahren hat“. Die Erregung täusche über das eigentliche Problem hinweg: „Der Sport hat in der Vergangenheit schon zu Einsparungen beigetragen, während andere Bereiche, die aus dem Topf der freiwilligen Leistungen bedient werden, dies nicht getan haben. Hier hätte ich mir von Seiten der Verwaltung ein ebenso großes Engagement gewünscht, wie es vor etwa zwei Jahren der Fall war, als die Sportförderung bis ins kleinste Detail durchleuchtet wurde.“ Andere Förderempfänger seien hiervon verschont geblieben, stellt Hörstmann die Frage nach dem Wieso – und fügt an: „Miteinander reden ist meist effektiver als übereinander. Ich denke in naher Zukunft wird das auch der Fall sein.“