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Lokalsport Abstiegsgefahr für Müden und Altencelle steigt weiter
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19:37 11.04.2016
Celle Stadt

MTV Müden –VfB Fallersleben28:35 (12:15)

Müden schaffte es auch gegen den Tabellenvierten nicht, die erhoffte Kehrtwende einzuläuten. Die Gastgeber kamen nur schleppend ins Spiel, bissen sich an der starken Abwehr des Gegners und dem guten Keeper förmlich die Zähne aus. Und so lagen die Müdener schnell mit 1:6 zurück (8. Minute).

Anschließend keimte zart Hoffnung auf: MTV fing sich und ging in der Abwehr aggressiver zur Sache. Dadurch tat sich der VfB nun schwerer. Müden holte Tor um Tor auf. Über 7:10 (24.) blieb es bis zur Halbzeitpause recht ausgeglichen. Doch der Optimismus erhielt sofort wieder einen Dämpfer: Die zweite Halbzeit begann für MTV unglücklich. Die Örtzetaler kassierten gleich drei Zeitstrafen hintereinander, was die Gäste clever ausnutzten. So hieß es in der 40. Minute 16:22. Diesem Rückstand liefen die Hausherren bis zum Schluss hinterher.

„Wir haben zu deutlich verloren. Fallersleben hat verdient gewonnen, nur der Unterschied auf der Platte war nicht so deutlich, wie es das Ergebnis aussagt“, resümierte Müdens Co-Trainer Markus Haydl. Die Gründe aus seiner Sicht: „Wir waren stellenweise zu harmlos in der Deckung. Und im Angriff konnten wir dem Spiel nur selten unseren Stempel aufdrücken. Dazu kam, dass der Gästekeeper uns zu viele gute Würfe abgenommen hat.“

MTV Müden: Nissen, Jablonski – S. Müller (8), Witte (6), Katenz, H. Müller (je 4), Kirchhoff (3), von Bothmer, D. Hüsken, Laubenstein (je 1), Ehlert, Ahrenbeck, Erdt, Parpart.

HSG Schaumburg-Nord II – SV Altencelle34:27 (17:17)

Es wäre ein kleiner Schritt für die Menschheit gewesen, aber ein großer für den SVA. Doch aus dem Sieg gegen den Kellerkonkurrenten wurde nix: Nach einer desolaten zweiten Halbzeit verlor der SV Altencelle völlig verdient.

Dabei waren die Gäste in der ersten Hälfte noch auf Augenhöhe. Die Schaumburger hatten sich mit drei Spielern aus der ersten Mannschaft gut verstärkt, von denen Andreas Lüer noch überragte. Dennoch: Maximal ein Tor lag zumeist zwischen den Konkurrenten. Einzig vor der Pause setzte sich Altencelle mit zwei Toren (15:17) ab. Doch Lüer glich mit einem direkt verwandelten Freiwurf zur Halbzeit aus.

Auch in der zweiten Hälfte blieb das Spiel bis zur 40. Minute purer Abstiegskampf, ehe der Gast völlig den Faden verlor und mehr mit harten Entscheidungen der Schiedsrichter haderte, als sich aufs Handballern zu konzentrieren. Schaumburg hingegen spielte unbeeindruckt seinen „Stremel“ weiter – und zog Tor um Tor davon. Die HSG spielte nicht überragend und gewann dennoch völlig verdient.

Dementsprechend enttäuscht zeigte sich anschließend Trainer Reinhard Roselieb: „Was wir in der zweiten Halbzeit abgeliefert haben, ist leider nicht genug für die Verbandsliga. So wird es ganz schwer, die Liga zu halten.“

SV Altencelle: Hövermann, Baas – Peters, Woitas, Richter, Kisser (2), Wernig (3), Weinmann (3), Ebel (5/3), Dralle (1), Kolle (4), Herbst (7), Petersen (2).

Von Stefan Mehmke