Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Altencelle und Wietze dominieren Handball-Landesliga-Frauen
Sport Sport regional Lokalsport Altencelle und Wietze dominieren Handball-Landesliga-Frauen
18:23 31.05.2018
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Dem Tabellenfünften SV Garßen-Celle II, der eine ordentliche Saison spielte, gelang es nicht, in den Meisterschaftskampf einzugreifen. Der unbequeme Aufsteiger TuS Oldau-Ovelgönne hatte mit dem Abstiegskampf zu keiner Zeit etwas zu tun. Die HSG-Lachte-Lutter entledigte sich mit einem beherzten Schlussspurt aller Abstiegssorgen.

SV Altencelle(1., 42:2 Punkte, +156 Tore)

„Wir wollten ganz oben mitspielen und dann sind uns zu Saisonbeginn viele Spielerinnen ausgefallen. Das hat unsere Planung ziemlich über den Haufen geworfen. Doch wir konnten das kompensieren, da wirklich jeder zusätzliche Verantwortung übernommen hat“, erzählt Meister-Trainer Thorsten Dralle und spricht verrückten Saison.

Die enge Zusammenarbeit und das gemeinsame Training mit der zweiten Damenmannschaft, aus der immer wieder Spielerinnen aushalfen, zahlte sich doppelt aus. Insgesamt zeigte sich der SVA im Vergleich zu den Vorjahren wesentlich konditionsstärker und konzentrierter. „Es gab viele Spiele, die auf Messers Schneide standen. Doch wir haben immer die Nerven behalten und konnten zur richtigen Zeit den Turbo aufdrehen“, führt Dralle aus.

Mit 389 Gegentoren war die energisch zupackende Abwehr vor der guten Torfrau Ann-Kristin Cruse das Prunkstück des Landesliga-Meisters, der von seiner enormen Ausgeglichenheit und Unberechenbarkeit lebte. Kein anderes Team beherrschte das schnelle Tempospiel über die erste und zweite Welle so wie die Altencellerinnen. Mit der Verpflichtung von Ex-Bundesliga-Spielerin Renee Verschuren für das letzte Saisondrittel gelang dem SVA ein wichtiger Coup. Sie stabilisierte mit ihrer Erfahrung das Spiel des SVA und trug ihren Teil dazu bei, dass das die Meisterschaft entscheidende Rückspiel gegen den TSV Wietze vor Rekordkulisse in der HBG-Halle mit 27:24 gewonnen wurde.

TSV Wietze(2., 39:5 Punkte, +192 Tore)

Der überragende Wietzer Rückraum drückte der Liga ihren Stempel auf und zeigte sich für sage und schreibe 443 Tore verantwortlich. Alleine die niemals zu bremsende Kristin Skorek warf 208 Tore (im Schnitt 9,5 Treffer pro Spiel) und lag damit unangefochten auf dem ersten Platz der Torjägerliste. 139 Mal traf Katrin Häring, 96 mal Corinna Cohrs.

Doch trotz unnachahmlicher Torquote hatte Wietze im spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit Konkurrent SV Altencelle das Nachsehen. Nach dem 23:21-Sieg im Spitzenspiel gegen den SVA in der völlig überfüllten Wietzer Sporthalle übernahm der TSV, der immer auf die Unterstützung seiner tollen Fans bauen konnte, im Februar sogar einmal die Tabellenführung. Doch letztlich reichte es für den TSV mit dem überaus undankbaren zweiten Platz nur zur „goldenen Ananas“.

Dass ausgerechnet der „Black-Out“ bei der 12:14-Niederlage am 2. Spieltag im Nachbarschaftsderby bei TuS Oldau-Ovelgönne die Meisterschaft so entscheidend beeinflussen würde, hätte sich das eingeschworene Team um Trainer Heiko Schoppmann sicher nicht träumen lassen.

Ein dickes Trostpflaster war allerdings der dritte Platz im „Final Four“, der zur Teilnahme an der ersten Runde im DHB-Pokal berechtigt. Dort wartet vielleicht sogar ein Erstligist auf den TSV. „Wir bleiben zusammen und werden mit der einen oder anderen Verstärkung in der kommenden Saison erneut ganz oben angreifen“, verspricht Coach Schoppmann.

SV Garßen-Celle II(5., 29:15 Punkte, +89 Tore)

Ein unter dem Strich positives Saison-Fazit zog SVG-Trainer Felix Michelmann. „Ich bin sehr zufrieden, weil wir uns als Team weiterentwickelt haben. Und ich sehe da immer noch Potenzial nach oben“, erläutert der Coach. Etwas ärgerlich sei es, dass sich seine Truppe mit 1:7 Punkten aus den letzten vier Spielen, in denen die Luft einfach raus war, etwas die Bilanz „verhageln“ ließ. So landete man statt auf dem anvisierten dritten, nur auf dem fünften Platz.

„Wir haben zum Beispiel in den beiden knappen Partien gegen den SV Altencelle gezeigt, dass wir mit jedem Gegner mithalten können. Leider konnten wir diese Leistung nicht immer konstant abrufen. Außerdem fehlte uns der „Killerinstinkt“, meint der SVG-Coach. Die Stärke seiner Mannschaft sah er insbesondere in deren Ausgeglichenheit. „Ich kann da wirklich keine Spielerin herausheben. Wir haben als Kollektiv gewonnen oder verloren. Auf jeden Fall sind wir auf einem guten Weg“, so Michelmann.

TuS Oldau-Ovelgönne(7. , 19:25 Punkte, -39 Tore)

Hochzufrieden zeigte man sich beim Aufsteiger mit dem Saisonverlauf. „Dass wir so souverän die Klasse halten würden, hat uns niemand zugetraut“, sagt Trainer Freddy Hövermann nicht ohne Stolz.

Sein junges, aber hier und da noch etwas ungeschliffenem Team zeigte viel Potenzial. Vor allem zuhause waren die Blau-Gelben oft ein äußerst unbequemer Gegner. Das musste nicht nur der im Derby unterlegene TSV Wietze, sondern auch das Spitzenteam des MTV Embsen erfahren, das mit einer 20:22-Niederlage auf die Heimreise geschickt wurde. Meister SV Altencelle kam bei seinem 14:12-Zittersieg in der Oldauer Sporthalle gerade noch mit einem blauen Auge davon.

Doch die Oldauerinnen hatten vor allem mit zwei Mankos zu kämpfen. Mit 95 Zeitstrafen (davon 23 Trisha Adam und 20 Sophie Schulz), 57 Gelben und 7 Roten Karten belegte man in der Fairnesstabelle den letzten Platz. Außerdem stellte der Aufsteiger mit nur 415 erzielten Treffern den schwächsten Angriff der Liga. „Wir wissen, wo wir in der nächsten Saison den Hebel ansetzen müssen“, zeigt man sich auf Oldauer Seite selbstkritisch.

Dagegen hatte man mit nur 454 Gegentoren (zusammen mit dem SVG II) die zweitbeste Defensive der Liga. In der nächsten Saison will Oldau weiter an seiner Erfolgsstory arbeiten. „Wir freuen uns deshalb, dass wir unseren Trainer dazu bewegen konnten, ein weiteres Jahr mit uns zusammenzuarbeiten“, so Spartenleiter Bernd Schulz.

HSG Lachte-Lutter(9., 14:30 Punkte, -73 Tore)

Lange Zeit musste man sich um das Team aus Lachendorf ernsthafte Sorgen machen. Mit 2:14 Punkten ging der Saisonstart komplett daneben. Der Vorsprung auf die beiden Abstiegsplätze blieb lange nur minimal. Doch mit einer deutlichen Leistungssteigerung, dickerer Personaldecke und 6:2 Punkten zum Saisonende wurde der Klassenerhalt dann doch sicher unter Dach und Fach gebracht.

„Es war eine schwere und mühselige Saison. Unser viel zu kleiner Kader und Verletzungspech haben uns ernsthaft zu schaffen gemacht. Manchmal habe ich den letzten Siegeswillen und das Selbstvertrauen bei meiner Mannschaft vermisst“, fand HSG-Trainer Holger Heinrich. So lag viel zu oft die Verantwortung auf den Schultern von Haupttorschützin und „HSG-Lebensversicherung“ Annabell Colditz. Die wurfstarke Rückraumspielerin wurde ihrer Verantwortung gerecht. Mit beachtlichen 171 erzielten Treffern (Schnitt 7,8) landete sie auf Platz zwei der Landesliga-Torschützenliste.

Von Jochen Strehlau

Der Präsident höchstpersönlich gibt sich die Ehre. Wenn am Samstag der alljährliche Kreisturntag des NTB-Turnkreises Celle durchgeführt wird, ist mit Heiner Bartling (Foto) auch der Präsident des niedersächsischen Dachverbandes dabei. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr in der Sporthalle der Grundschule Vorwerk, Bosteler Weg 17.

Uwe Meier 31.05.2018

Dreimal am Start – dreimal auf dem Podest. Einen tollen Wettkampftag erwischte Gustav Peters vom LAZ Celle bei den Leichtathletik-Landesmeisterschaften der Senioren. Auch acht Athleten des SV Nienhagen gingen in Schöningen erfolgreich an den Start. Sie sammelten neun Vizetiteln und drei Bronzeplätze. Bereits früh in der Saison wurden in sieben Disziplinen die geforderten Qualifikationsleistungen für die Deutschen Seniorenmeisterschaften erfüllt.

Uwe Meier 31.05.2018

„Irgendwann muss Schluss sein“, hatte Sigrid Müller vor etwas mehr als zwei Jahren anlässlich ihres 25. Dienstjubiläums beim Kreissportbund Celle (KSB) angekündigt. Ein Satz, den man der engagierten Sportfunktionärin damals irgendwie nicht so richtig abnehmen wollte. Doch die nunmehr ehemalige Geschäftsführerin des KSB hat Wort gehalten.

Uwe Meier 31.05.2018